PCGH-Plus Label Grafikkarten-Praxis: Speicher-Giganten von 8 bis 16 GiB im Vergleich

PCGH Plus: Enthusiasten fiebern den ersten Gaming-Grafikkarten mit 16 GiByte Speicher entgegen. Doch profitiert die aktuelle Spielelandschaft überhaupt von mehr als 8 GiByte? Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 07/2018.

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Grafikkarten-Praxis: Speicher-Giganten von 8 bis 16 GiB im Vergleich
Quelle: PC Games Hardware
Das finden Sie im Artikel: • Speicherbelegung von 10 Grafikkarten in Full HD / Ultra HD
• GTX 1080 vs. GTX 1080 Ti vs. Titan X (8 Spiele, drei Auflösungen)
• GTX 1080 vs. GTX 1080 Ti vs. Titan X: Auswirkungen der Texturqualität
• 6 Spiele im Detailvergleich (WQHD, UHD, 6K): AC Origins, CoD WW2, FF15, Mittelerde 2, Battlefront 2, Wolfenstein 2
• Praxisvergleich RX Vega gegen Vega FE (CoD WW2, Wolfenstein 2)

In der vergangenen Ausgabe beantworteten wir die Frage, wie viel Speicher eine Mittelklasse-Grafikkarte heutzutage mitbringen sollte. Die Quintessenz dessen, nämlich "8 GiByte sind optimal", ist der Ausgangspunkt für diesen Anschlussartikel. Genügen 8 GiByte auch für High-End-Chips oder brauchen wir tatsächlich 16-GiByte-Grafikkarten? Und wie performen eigentlich die Zwischenlösungen mit 11 und 12 GiByte?

Spezialmessungen

Um auch diese Fragen zu beantworten, haben wir eine ganz spezielle Messreihe vollzogen. Zuvor galt es jedoch, die Rahmenbedingungen festzulegen - und dabei mussten wir etwas tricksen. Es ist kein Problem, eine 4- mit einer ansonsten baugleichen 8-GiB-Grafikkarte zu vergleichen, sobald man die Taktraten angeglichen hat. Bei der Oberklasse und im High-End-Bereich besteht jedoch keine Speicherwahl, jedes Modell ist mit genau einer Kapazität erhältlich. Das erleichtert die Auswahl, ermöglicht jedoch keinen Direktvergleich. Zeit, unsere Probanden kurz vorzustellen:

  • Titan X: 3.584 ALUs, 12 GiB
  • GTX 1080 Ti: 3.584 ALUs, 11 GiB
  • GTX 1080: 2.560 ALUs, 8 GiB

Diese Grafikkarten haben sich für den Dreikampf qualifiziert. Selbstverständlich konnten wir sie nicht ohne Weiteres aufeinander loslassen - das haben wir längst im Rahmen des Leistungsindex getan. Nein, für diesen speziellen Test, in dem es nur um die Speichermenge gehen soll, mussten wir den Probanden erst einmal gut zureden. Es gilt, die Rohdaten anzugleichen, damit nur noch der Speicher als Variable übrig bleibt. Das größte Problem ist dabei die große Kluft zwischen GP104 (GTX 1080) und GP102 (GTX 1080 Ti/Titan X). Der kleinste gemeinsame Nenner ist folglich die GTX 1080. Damit dieser möglichst groß ist, haben wir das mächtigste Modell aus dem Testlabor genommen, die Zotac GTX 1080 AMP Extreme+. Das Plus kennzeichnet die Spezialversion mit 11-Gbps-Speicher (5.500 anstelle von 5.000 MHz). Einige Overclockingtests und Abstürze später hatten wir unsere Basislinie, an der sich die GP102-Karten orientieren müssen. Das geht nur mithilfe von Underclocking, das wir mit vereinten Kräften des MSI Afterburner und Nvidia Inspector (erlaubt geringe RAM-Frequenzen) umsetzen.

Dank felsenfest nutzbarer 2.100 MHz bei der GTX 1080 genügt beim Kern der Titan X und GTX 1080 Ti eine moderate Taktabsenkung. Beide Modelle rechnen mit 3.584 ALUs (nur die Titan Xp nutzt 3.840) und erreichen mit 1.500 MHz die gleiche theoretische Leistung (Arithmetik, Füllraten, Polygone). Beim Speicher mussten wir hingegen mit der Quetschzange anrücken und wegen der deutlich breiteren Anbindung auf die Taktstufen 4.520 MHz (GTX 1080 Ti) beziehungsweise 4.151 MHz (Titan X) heruntergehen. Das Transferratendefizit gegenüber dem Werkszustand mit 5.508 und 5.006 MHz beträgt 17,9 respektive 17,1 Prozent.

Unter dem Strich erreichen die drei Karten mit den gesetzten Taktraten die gleichen Leistungswerte. Theorie und Praxis gehen jedoch nicht immer Hand in Hand. Obwohl wir GPUs derselben Architektur verwenden, also optimale Voraussetzungen haben, kommen wir nicht umhin, zu sagen, dass wir es lediglich mit einer Annäherung zu tun haben. Erfahrungsgemäß skalieren Prozessoren nur in Ausnahmefällen linear mit zusätzlichen Rechenwerken, was der Auslastung, Caches, Latenzen und einigen weiteren Stellschrauben geschuldet ist. Ein breiter Chip ist somit in erster Linie effizient, unterliegt einem schmalen, aber hochtaktenden Design jedoch bei der praktisch erreichten Leistung. Der scheinbar unfaire Vergleich ("Die arme GTX 1080!") bekommt vor diesem Hintergrund einen ganz neuen Anstrich.

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Das finden Sie im Artikel:
  • Speicherbelegung von 10 Grafikkarten in Full HD / Ultra HD
  • GTX 1080 vs. GTX 1080 Ti vs. Titan X (8 Spiele, drei Auflösungen)
  • GTX 1080 vs. GTX 1080 Ti vs. Titan X: Auswirkungen der Texturqualität
  • 6 Spiele im Detailvergleich (WQHD, UHD, 6K): AC Origins, CoD WW2, FF15, Mittelerde 2, Battlefront 2, Wolfenstein 2
  • Praxisvergleich RX Vega gegen Vega FE (CoD WW2, Wolfenstein 2)
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