PCGH-Plus Label [PLUS] Tuning für müde PCs - GPU-Tuning für Radeon und Geforce

PCGH Plus: Neue Spiele ruckeln und der Sommer macht Ihrer Grafikkarte hörbar zu schaffen? Nicht verzagen - PCGH fragen! Wir zeigen, wie Sie ihre alte Pixelpumpe wieder fitmachen. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 09/2021.

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 Tuning für müde PCs - GPU-Tuning für Radeon und Geforce
Quelle: Aidbox

Zweiter Frühling

Wenn's mal wieder ruckelt, müssen Sie nicht gleich Ihr Konto plündern. Die anhaltend hohen Preise am Grafikkartenmarkt verhindern so manche Aufrüstung, ergo gilt es, das Beste aus der vorhandenen Grafikkarte zu machen. In jedem Exemplar steckt ungenutztes Potenzial. Möglich wird dies durch mehr oder minder üppige Sicherheitsreserven, mit denen die Hersteller ihre Produkte spezifizieren. Übertakter nutzen diesen Spielraum aus, um die Fps-Raten in Spielen teils signifikant zu erhöhen, riskieren dabei jedoch Instabilität.

In diesem Artikel geben wir verschiedenartige Tipps und Inspirationen, wie Sie Ihre Grafikkarte verjüngen können. Das Beste dabei: Die meisten Maßnahmen sind kostenlos - aber nicht frei von Risiken und Nebenwirkungen! Daneben zeigen wir anhand von vier populären Grafikkarten der Baujahre 2015 bis 2017, was sich bestenfalls herausholen lässt. Vorhang auf!

Das Pixel-Dilemma

Der Hauptprozessor (CPU) ist die zentrale Recheneinheit Ihres PCs und daher elementar für einen schnellen Ablauf. In den meisten PC-Spielen führt eine Beschleunigung der CPU deswegen aber nicht automatisch zu einer fühlbar besseren Leistung - weil die Grafikkarte (GPU) limitiert. Ob die CPU oder doch die GPU das Spiel­erlebnis trübt, lässt sich einfach durch das Herabsetzen der Auflösung prüfen. Letztere ist nämlich allein Sache der Grafikkarte: Je mehr Pixel, desto größer die Grafiklast. Den Prozessor kümmert es nicht, in welcher Auflösung Sie spielen, seine Aufgaben - zu denen auch das Befehligen der Grafikkarte gehört - sind pixelunabhängig. Ist die GPU überfordert, legt die CPU Leerlaufzyklen ein. In diesem Fall herrscht ein sogenanntes Grafik(karten)limit vor und ein stärkerer Prozessor ändert rein gar nichts an der Bildrate.

Doch aus dem Grafik- kann schnell ein Prozessorlimit werden, wenn Sie die Auflösung, Kantenglättung und weitere GPU-intensive Effekte, etwa Beleuchtungsqualität oder Umgebungsverdeckung, ausschalten. Steigt die Bildrate nach starker Absenkung der Auflösung nur minimal oder gar nicht, herrscht ein CPU-Limit vor. Dieses ist nicht Gegenstand dieser Betrachtung, sondern die Leistung der Grafikkarte. Diese spielt vor allem dann eine wichtige Rolle, wenn Sie mit einem hochauflösenden Monitor spielen. Bereits WQHD/1440p zeichnet signifikant mehr Bildpunkte als Full HD/1080p und in Ultra HD/2160p ist ein Prozessorlimit aufgrund der vielen Pixel grundsätzlich selten. Sie stehen im Ruckel-Fall vor der Wahl. Entweder Sie reduzieren die Anzahl der Pixel, etwa durch eine manuell herabgesetzte Auflösung oder Upscaling-Verfahren wie FSR (siehe PCGH 08/2021). Oder Sie helfen Ihrer Grafikkarte dabei, die Pixelflut schneller zu bewältigen. Overclocking - der gezielte Betrieb jenseits der Herstellerspezifiktion - ist das Stichwort.

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Folgende Themen finden Sie im Artikel: 
  • Das Pixel-Dilemma
  • Das richtige Werkzeug
  • GPU-Eigenheiten
  • Kühlen Kopf bewahren
  • Maßnahmen gegen steigende Temperatur und Lärm
  • Overclocking vs. Garantie bei Referenzmodellen
  • Radeon beschleunigen
  • Geforce ausreizen
  • Upscaling aktivieren
  • Die richtige Schnittstelle
  • Konkret: Geforce GTX 970
  • Konkret: Radeon RX 480
  • Konkret: Geforce GTX 1070
  • Konkret: Radeon RX Vega 56
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