Zwang zum bevorzugten GPU-Verkauf: Nvidia wiegelt ab - es gibt keine Notwendigkeit
Ein neues Gesetz in den USA könnte GPU-Hersteller wie Nvidia zwingen, bevorzugt den US-Markt zu beliefern. Das stößt bei dem Unternehmen auf wenig Gegenliebe - und ist angeblich auch gar nicht notwendig.
Die US-Politik dreht derzeit offenbar eine weitere Schleife. Nachdem AMD und Nvidia im August überraschend Exportlizenzen für den Verkauf von KI-Beschleunigern nach China erteilt wurden, könnte ein neues Gesetz dem wieder einen Riegel vorschieben. Am Dienstag wurde vom US-Senat eine Vorabversion des diesjährigen National Defense Authorization Act veröffentlicht. In diesem wird gefordert, dass KI-Beschleuniger zukünftig bevorzugt an US-Kunden gehen sollen.
Bevorzugung nicht nötig
Demnach soll der Verkauf entsprechender Produkte in ausländische Märkte nur noch dann erlaubt sein, wenn die Nachfrage in den USA vollends gedeckt ist. Das soll dabei nicht nur den Einkauf durch große KI-Konzerne abdecken, sondern auch kleine Unternehmen und Universitäten. Betroffen wären dabei neben KI-Beschleunigern auch einige moderne GPUs, die ebenso für entsprechende Berechnungen verwendet werden können. Damit würde es in der US-Handelspolitik eine Rolle rückwärts geben, die sich womöglich nicht nur gegen China, sondern gegen den Weltmarkt richtet.
Falls die Exportbeschränkung beschlossen wird, würde sie vor allem Nvidia treffen. Dort sieht man hingegen keine Notwendigkeit, einen entsprechenden Zwang zu etablieren. Laut einer gegenüber Tom's Hardware veröffentlichten Stellungnahme sind die USA schon jetzt Hauptmarkt des Unternehmens, und der Verkauf in andere Teile der Welt behindert das lokale Angebot nicht. Damit würde das Gesetz also angeblich ein Problem lösen, das nicht existiert. Zudem wird die Regelung mit der von Nvidia kritisierten AI Diffusion Rule der Vorgängerregierung verglichen, die gerade erst eingestampft wurde.
"The U.S. has always been and will continue to be our largest market. We never deprive American customers in order to serve the rest of the world. In trying to solve a problem that does not exist, the proposed bill would restrict competition worldwide in any industry that uses mainstream computing chips."
"Die USA waren schon immer unser größter Markt und werden dies auch weiterhin bleiben. Wir benachteiligen niemals amerikanische Kunden, um den Rest der Welt zu beliefern. Mit dem Versuch, ein Problem zu lösen, das gar nicht existiert, würde der vorgeschlagene Gesetzentwurf den weltweiten Wettbewerb in allen Branchen einschränken, die gängige Computerchips verwenden."
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Schon vorher hat Nvidia ein ähnliches Statement veröffentlicht. Das Unternehmen scheint von der drohenden Änderung also alles andere als begeistert zu sein. Wie in der derzeitigen, sehr sprunghaften US-Politik üblich, bleibt aber schlicht nichts anderes übrig, als abzuwarten. Und selbst falls GPU-Hersteller wie Nvidia und AMD zur Bevorzugung des US-Markts gezwungen werden, kann man nicht sicher sein, ob das dann auch lange so bleibt.
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Quelle: Tom's Hardware (1), Tom's Hardware (2)

Sinngemäß würde ich auch hier zustimmen.
Das ist zu befürchten, ja. Häufigere "Natur" Katastrophen als Folge der Klimaerhitzung werden Trinkwasser und Nahrungsmittel sowie Du es ja erwähnst, menschlichen Lebensraum (rund um den Äquator - von 2 Mrd. Menschen ist da, meine ich, die Rede) verknappen.
Zweiteres sehe ich schon. Da wir aber im deutschsprachigen Raum diskutieren/wirken, würde ich entsprechend die Betonung nach politischen Veränderungen entsprechend zu allererst an "uns" knüpfen. Es ist ja vielmehr so, dass der industrialisierte Norden/Westen auch Veränderungen verhindert/sabotiert hat, auch Deutschland. Es wäre in Sachen Klima- und Umweltschutz mehr erreichbar gewesen, hätten diese zusammen mehr unternommen. Zumal bspw. Indien südlicher liegt und die negativ Entwicklung bezüglich Temperatur/Luftfeuchtigkeit sich da schneller verschärfen wird. Ich nehme an, dass jenen bewusst ist, dass sie stärker betroffen sind und so ein größeres Potenzial an Handlungsmotivation dort vorhanden ist.
... diese Begründung kann ich gerade nicht so nachvollziehen.
Da würde ich eben differenzieren. Das Einwirken der Ureinwohner:innen im Amazonas ist doch doch ein anderes. Zumal viele derer sich gegen die Zerstörung des Regenwaldes einsetzen. Entsprechend würde ich bei Problematisierungen hierarchisieren und die Verursacher:innen hervorheben. Um in diesem Zusammenhang das Gegenstück dazu zu nennen: Die Konsument:innen in Deutschland haben von sogenannten konventionellen Tierprodukten lange bspw. von Futtermittelimporten (Soja) und der damit einhergehenden Zerstörung des Regenwaldes profitiert. Nicht die Zahl der Ureinwohner:innen, noch deren Verhalten ist hervorzuheben sondern hiesige desaströse Lebensweise und Politik.
Nun ist es nicht möglich als Einzelperson an den dahinterstehenden Strukturen etwas zu ändern. Mensch kann aber selbst eine Gegenposition dazu abbilden, indem mensch sich pflanzenbasiert ernährt. Für mich ist obiger Sachverhalt auch ein Grund dafür, dass ich mich vegan ernähre.
Naturgesetze unterscheiden nicht zwischen einem Umweltschützer und einem Turbokapitalist. Der Hurrikan dreht nicht an der Grenze um, nur weil das Land dahinter vielleicht besonders auf Naturschutz achtet.
Der Amazonas bleibt nicht 4 Grad kühler, nur weil dort hauptsächlich Ureinwohner leben, die mit der ganzen Sache nichts zu tun haben. Das Konzept Schuld und Unschuld kann man auf die Natur nicht anwenden, es ist ein Konstrukt unserer Gesellschaft.
Deshalb sind ALLE Menschen, egal wo und wie sie leben, ein Teil des Problems. Die einen, weil sie auf den Planeten scheißen, die anderen, weil sie zwar nichts zur Katastrophe beitragen, aber die ersten sind, die darunter leiden. Beides stellt für uns ein Problem dar, dass wir lösen müssen, wenn wir nicht allesamt als Massenmörder in die Geschichte eingehen wollen.
Und wenn die Bevölkerung global wächst, verschärft es die Probleme, unabhängig davon, wo sie wächst und warum. Und auch unabhängig davon, unter welchen Umständen diese Leute leben. Denn egal, wie der Lebensstandard ist, jeder Mensch muss irgendwie versorgt werden und verursacht somit Produktionsdruck.
Die Bevölkerung wächst ja gerade in den Gegenden, in denen der Klimawandel die extremsten Folgen haben wird. Und wo jetzt schon die Lebensgrundlagen wegfallen oder schon weggefallen sind. Da die Menschen dort aber nicht freiwillig verhungern werden, führt das zu Migration. Und da gerade wir reichen Länder in der Hinsicht sehr repressiv sind, führt das früher oder später zu Krieg. Krieg führt zu noch mehr Ressourcenverschwendung.
Daher ist es völlig egal, ob der Mensch in Afrika genauso viele Ressourcen pro Kopf verbraucht, als der in Europa, oder nicht, ganz am Ende gilt für beide die gleiche Rechnung.
Nun ist es nicht möglich als Einzelperson an den dahinterstehenden Strukturen etwas zu ändern. Mensch kann aber selbst eine Gegenposition dazu abbilden, indem mensch sich pflanzenbasiert ernährt. Für mich ist obiger Sachverhalt auch ein Grund dafür, dass ich mich vegan ernähre.
Hätten wir nicht 300 verschiedene Staatengebilde, die sich auch noch gegenseitig bekriegen, könnte man Wissen überall gleich verteilen und wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Standards angleichen. Dann wären die Menschen im tiefsten Afrika nicht mehr darauf angewiesen, 20 Kinder zu haben, um 8 durchzubringen, die benötigt werden, das eigene Überleben zu sichern.
Wir werden in Zukunft keine 8 Mrd. Menschen mehr ernähren können. Unsere Zahl WIRD reduziert werden, ob wir wollen, oder nicht. Wir können nur entscheiden, ob das durch Verteilungskriege oder durch Vernunft geschieht.
Natürlich sind die reichen Industriestaaten das Hauptproblem. Ändert aber nichts daran, dass gerade Staaten wie China oder Indien wohlstandstechnisch aufholen und somit nach immer mehr Ressourcen verlangen. Das führt dazu, dass mehr produziert werden muss, und damit zu steigenden Emissionen.
Wir müssen aber die Produktionen senken, nicht erhöhen. Der Ressourcenverbrauch muss runter, nicht rauf. Das funktioniert eben langfristig nur, wenn die Bevölkerungszahl sinkt und nicht steigt. Dabei ist es egal, wo und unter welchen Umständen der Mensch lebt.
EDIT:
Ich unterscheide nicht zwischen den Menschen, egal wo sie leben. Denn die Natur tut das auch nicht. Alle Menschen, die auf der Erde wohnen, egal ob der Ureinwohner im Amazonas oder ich hier in Deutschland, sind ein Teil des Problems. Auch wenn der Ureinwohner nichts dafür kann, aber leiden tut er trotzdem darunter.