Vorschau: AMDs neue Radeon HD 6450 auf Caicos-Basis
AMD erneuert sein Portfolio im unteren Bereich und ersetzt die Radeon HD 5450 durch die HD 6450 - eine aktualisierte Einsteigerkarte mit deutlich mehr Schmackes, geht es nach den von AMD bislang gezeigten Spezifkationen.
Quelle: AMD
AMD HD6450 Caicos: Auch passiv erhältlich.
Die Konkurrenz im Niedrigpreissegment ist seit Intels integrierter Grafik in den aktuellen Sandy-Bridge-Prozessoren groß, denn der Chipriese hat die Messlatte deutlich höher gelegt, ab der sich der Umstieg auf eine separate Einsteigerkarte lohnt. Dagegen setzt AMD nun die Radeon HD 6450 mit der Caicos-GPU und versieht das ganze mit dem Slogan "Quality Graphics". Das erwartete Testmuster erreichte uns bisher leider nicht, sodass wir auf AMDs Angaben zur Leistungsfähigkeit verweisen.
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AMD HD6450 Caicos: Positionierung. Warum die circa 50 Euro teure GT 430 hier fehlt, weiß wohl nur AMD.
Überblick und Preis
Die Karte soll für rund 55 US-Dollar, was erfahrungsgemäß zunächst 1:1 in Euro übertragen wird, verkauft werden und richtet sich hauptsächlich und realistischerweise an Aufrüstwillige, die bisher eine Plattform mit integrierter Grafik nutzen. Diese bekommen für ihr Geld eine voll DirectX-11-kompatible Grafikkarte mit entweder 512 MiByte sehr flottem GDDR5-Speicher oder einem Gigabyte halb so schnellem DDR3-RAM. Die GPU selbst wird über 160 Shader-ALUs und damit doppelt soviel Rechenleistung wie die bisherige AMD-Einsteigerkarte HD 5450 verfügen. Textureinheiten und ROPs bleiben dagegen bei acht beziehungsweise vier Einheiten. Das bedeutet auch, dass für AMD-Verhältnisse "normale" SIMD-Einheiten mit 80 Shader pro Quad-TMU zum Einsatz kommen, bei Cedar, der HD-5450-Chip, waren noch 40 ALUs an eine Quad-TMU gekoppelt und machten den Chip architekturell zum Ausreißer in der Reihe.
Bei den Taktraten macht AMD keine strikten Vorgaben, sodass eine Spanne von 625 bis 750 MHz für die GPU anvisiert wird. Das resultiert in 200 bis 240 GFLOPS (HD 5450: 104 GFLOPS) reiner Rechenleistung und 5 bis 6 Gigatexeln Texturdurchsatz. Die Quad-ROP sorgt für bis zu 3 Gigapixel Füllrate. AMD gibt an, die Karte begnüge sich im Leerlauf mit 9 Watt elektrischer Leistung und weise einen typischen Lastverbrauch von 27 Watt auf.
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AMD HD6450 Caicos: Technische Daten im Überblick
Leistungsangaben
Der Preis von um die 50 Euro liegt in einem Bereich, in dem Interessenten keine Wunder in Sachen Spieleleistung erwarten dürfen. Entsprechend ist AMD auch vorsichtig mit der Positionierung. Zwar lassen die in der begleitenden Präsentation veröffentlichten Benchmark-Werte ein durchweg flüssiges Spielerlebnis auch in aktuellen Titeln wie Dragon Age 2, Metro 2033 oder Bad Company 2: Vietnam (alle mit DirectX 11), oberhalb von 30 Fps vermuten, ein Blick in den separaten Benchmark-Guide relativiert das jedoch. Mit Auflösungen von 1.366 x 768 bis 1.600 x 900 Pixeln werden relativ grob auflösende Displays für die HD-6450-PCs als typischer Einsatzort veranschlagt und auch die Detailstufen der Spiele variieren stark. Während laut AMD-Angaben in Bad Company 2: Vietnam mit 1600 x 900 Pixeln in DX11 noch "High Quality Settings" bei durchschnittlich 36,3 Fps möglich sind, müssen Sie für 37,2 Fps in Dragon Age 2 und 32,7 Fps in Metro 2033 schon auf "Low Quality" ausweichen - Multi-Sampling-Antialiasing ist in beiden Fällen nicht drin, AF nur mit 4:1-Stufe in Metro. Mainstream-Spiele wie World of Warcraft: Cataclysm sind dagegen mit knapp über 40 Fps in "Good Quality Settings" und 4:1 AF möglich - sagt AMD.
Wie alle modernen Radeon-Karten beherrscht auch die HD 6450 die Kunst, mehrere Bildschirme zu einer virtuellen Spiel- oder Arbeitsfläche zu verbinden. Diese von AMD als Eyefinity vermarktete Technik steht bei der HD 6450 für bis zu drei Displays bereit. Angesichts der knappen Spieleleistung kommen hier als Performance-Angaben meist zwischen 30 und 35 Fps heraus, welche von AMD in 3x1360x768 bei durchweg niedrigen Detailstufen ("Low Qualit Settings") erzielt wurden. Lediglich in Die Sims 3 und Battlefield Play 4 Free schafft man 45 respektive beinahe 50 Fps - doch ebenfalls mit niedrigen Details. Im beliebten One-Score-Gradmesser 3DMark Vantage in der Performance-Voreinstellung erzielt AMDs Angaben zufolge die HD 6450 in der Performance-Voreinstellung um 13,4 Prozent schneller als Intels zweitschnellste integrierte Grafik im Core i5-2500K (die im i7-2600K kann auf mehr Cache zurückgreifen und ist in der Turbo-Stufe 250 MHz höher getaktet).
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AMD HD6450 Caicos: Bechleunigt DivX-Videos
Multimedia
Die HD 6450 verfügt über den aktuellen UVD, AMDs spezialisierten Videoprozessor, welcher in die GPU integriert ist. Damit werden alle aktuellen Video-Codecs inklusive Flash und des beliebten DivX von der GPU beschleunigt, sodass die CPU sich anderen Aufgaben oder im Leerlauf Strom sparen kann. Auch langsame, ältere PCs, welche sonst mit der Wiedergabe von HD-Material überfordert wären, kommen durch die Aufrüstung mit einer modernen Grafikkarte wie der HD 6450 in den Genuss von HD-Inhalten. AMDs Angaben zufolge erreicht die HD 6450 im HD-HQV-Benchmark, welcher Funktionsumfang und Bildqualität der Videobeschleunigung bewertet, 188 von 210 möglichen Punkten, die Intel-IGP im Sandy-Bridge-Prozessor dagegen nur 160.
Einschätzung
Mit den Sandy-Bridge-Prozessoren bringt Intel die bisherigen Einsteigerkarten wie Geforce (G) 210 und HD 5450 ziemlich in Bedrängnis. Nvidia hat bislang noch keine Low-Cost-Karte der Fermi-Generation ins aktuelle Portfolio aufgenommen um die betagte Geforce 8400 GS abzulösen. Mit der AMD HD 6450 scheint nun den Angriff ernsthaft ins Auge zu fassen. Die Verdopplung der Shader-Einheiten, die DirectX-11-Kompatibilität und die aktuelle Ausstattung mit Video-, Mehrschirm- und GPU-Computing-Funktionalität spricht jedenfalls dafür. Kann AMD die Performance-Angaben aus der Launch-Präsentation einhalten, verspricht die HD 6450 ein für Gelegenheitsspieler und Videofreunde lohnendes Upgrade von integrierter Grafik und Einsteigerkarten der älteren Generation zu werden.




Ja, der alte PC hat PCIe, 1GB DDR2 Ram, WinXP Home, P4 3,4 Ghz und eben die alte x600.
Ich überleg mit mal den Kauf, vielleicht noch 2 GB Ram rein und die alte Möhre rennt wieder.
mfg tiz
Also leck,wasn das,die 8400GS könnt man doch sicher mit ner 210/220 bzw 430/520 ablösen ... ? Das klingt ja geradezu so als würd Nvidia seit Jahren nix im Angebot haben,oder man müßt fairerweise sagen,AMD löst die 2400 mit der 6450 ab.
Wäre aber völliger Quatsch.Ich bin zwar kein Fanboy(der könnt das sicher besser begründen),aber fair sollte man schon bleiben.
@Tiz92
Kommt sicher drauf an,ob AGP oder PCI-E auf deinem Board verbaut ist.Mit PCI-E ist die Auswahl etwas größer und ist auch preiswerter als die AGP-Versionen.Kenn halt Dei Config. nicht.Ich vermiss auch manchmal ne 5450/520 als AGP für die Hardware-Resteverwertung
Ansonsten mußt eben ausweichen,HD sollte mit Deinem 920 samt HD5870 noch gerade so möglich sein
Des weiteren kann ich mich nur M_CLEAR_S anschließen.
Naja, die könnte ich in meinem P4 @ 3,4 Ghz reintun. Da könnte ich endlich auch HD-Videos anschauen. Was meint ihr? Ist diese CPU schnell genung? Oder blödsinn. Denn im aktuell werkelt da noch eine Radeon x600 mit 256 MB HYPERMEMORY
Diese alte Karte krieg ich einfach nicht kaputt.
mfg tiz
Nvidia hat bislang noch keine Low-Cost-Karte der Fermi-Generation ins
aktuelle Portfolio aufgenommen um die betagte Geforce 8400 GS abzulösen.
Die Geforce 8400GS ist immer noch Teil des aktuellen Low Cost-Portfolios? Das heisst, sie wird noch verkauft?