Retro-High-End-Projekt mit SLI - Update: Geforce 8800 Ultra repariert?
PCGHX-Moderator McZonk plant, ein High-End-System aus dem Jahr 2007 in Betrieb zu nehmen. Dafür reicht eine Geforce 8800 Ultra natürlich nicht, denn zu jener Zeit war Multi-GPU in der Form von SLI schwer angesagt. Dafür muss das Community-Mitglied aber erst einmal eine der Grafikkarten reparieren, was im Tagebuch-Thread demonstriert werden soll.
Update vom 08.12.: Geforce 8800 Ultra repariert?
Zwecks Fehlersuche demontierte McZonk den Kühlkörper und säuberte die Geforce 8800 Ultra, ehe sie ausgiebig inspiziert wurde. Dem Community-Mitglied fielen dabei unter anderem zwei in Mitleidenschaft gezogene Pins an einer integrierten Schaltung auf, die durch den Einsatz des Lötkolbens wieder einen Kontakt herstellen. Das behob das Problem allerdings noch nicht. McZonk vermutete, dass Risse in einigen der zwischen der GPU-Trägerplatine und dem Grafikkarten-PCB (oder auch dem GPU-Die und dem Substrat der Trägerplatine) für die Grafikfehler ursächlich sein könnten. Durch ständiges Erhitzen und Abkühlen und damit auch ständiges Ausdehnen und Zusammenziehen entstehen Spannungen im Material, die irgendwann zu Rissen führen können - im Tagebuch erläutert McZonk die Problematik ausführlich. Das Community-Mitglied brachte in Erfahrung, dass für einen Reflow-Lötprozess nach einem Aufwärmvorgang von wenigen Minuten 10 (bis 30) Sekunden bei 260 °C ausreichen, um das bleifreie Lot zu verflüssigen und damit auch die Risse zu beseitigen. Im ersten Versuch wollte der Retro-PC-Fan sich erst einmal den größeren Lötkugeln zwischen GPU-Trägerplatine und Grafikkarten-PCB widmen, da die Kontaktverbindungen direkt unterhalb des GPU-Dies aufgrund des Heatspreaders und Underfills nicht direkt zugänglich sind.
McZonk isolierte die GPU zum Schutz anderer Bauteile mittels Aluminiumfolie vom Rest der Grafikkarte, platzierte einen Temperaturmessfühler neben der GPU und nutzte eine Heißluftpistole, um die für den Reflow-Prozess benötigte Temperaturkurve nachzuahmen. Nach dem Abkühlen und Zusammenbauen zeigte die Grafikkarte keine Bildfehler mehr an und absolvierte nach der Treiberinstallation 3DMark-Durchläufe ohne sichtbare Fehler. Bisher sieht es also nach einem vollen Erfolg aus, zu beachten ist aber: Ein Reflow-Prozess löst das Problem nur dann dauerhaft, wenn tatsächlich Risse innerhalb der Lötkugeln die Ursache darstellen. Sind hingegen z. B. innerhalb der GPU einige der über 1.400 Kontaktstellen zu den von Underfill umschlossenen Lötkugeln beschädigt, stellt Erhitzen keine dauerhafte Reparatur da und der Grafikchip muss ersetzt werden. Falls Sie sich für die Thematik interessieren, dann werfen Sie am besten einen Blick in das Tagebuch zum SLI-Retro-System von McZonk.
Original-Artikel vom 01.09.:
McZonk besitzt eine vorübertaktete Geforce 8800 Ultra von MSI und hat gebraucht einen Sockel-775-Vierkerner Core 2 Extreme QX9650, ein Evga 780i SLI FTW mit SLI-tauglichem Nvidia-Chipsatz und eine größere Menge Mushkin-RAM erworben. Für den SLI-Betrieb war der Schrauber auf der Suche nach einer weiteren Geforce 8800 Ultra. Die üblichen Gebrauchtmarktpreise von rund 100 Euro erschienen McZonk allerdings zu hoch, sodass er sich dazu entschied, sein Glück bei einer als defekt ausgewiesenen Karte für 15 Euro zu probieren. Dabei handelt es sich um ein Modell mit Referenzkühler, das dem Aufkleber zufolge von Sparkle stammt.
Bereits einige prüfende Blicke nach der Ankunft genügten, um zu erkennen, dass mit der Grafikkarte nicht besonders sorgsam umgegangen wurde: An einem DVI-Ausgang fehlen zwei Gewindebolzen, außerdem ist ein Teil der Kühlerabdeckung aus Kunststoff gebrochen. Nach dem Einbau in ein Testsystem gab die Geforce 8800 Ultra zwar ein Bild aus, zeigte aber bereits im UEFI-Menü starke Darstellungsfehler in der Form von grünen Linien, die vertikal durch das Bild laufen. Eine Installation der Grafiktreiber war gar nicht erst möglich. McZonk war nach eigener Aussage aber "recht froh ein Bild mit diesem Fehlermuster zu bekommen" und hat demnach konkrete Pläne zur Reparatur. Falls Sie sich für die Wiederherstellung einer einstigen High-End-Grafikkarte oder einfach nur Retro-Hardware interessieren, sollten Sie das Tagebuch im Auge behalten: Auf dem Weg zum Retro-Highend-SLI-System: Reparatur und Aufbereitung einer 8800 Ultra

Damals war das SLI so anfällig und Fehlerbelastet das die meisten Leute damit vergrault wurden...
Leider wurde sich die Weiterentwicklung dann kaum bis gar nicht angeguckt und wir kommen in der heutigen Zeit an in der es fast ganz Weg ist... traurige Entwicklung meiner Meinung nach, aber Hey kaufen wir lieber eine RX 6900XT oder RTX 3090 die weniger Performance hat als 2x 6800 oder 2x 3070 und zahlen dabei noch mehr für die Karten!
Solche SLI Tests mit Retro Hardware machen heute Spaß, jedoch bevorzuge ich heute nur eine Graka im PC.
Damals hätten wir das gebraucht aber da war man froh wenn es für eine gereicht hätte!
Retro finde ich passt noch nicht ganz da das schon PCI-E Karten sind aber hat schon was wieder mit Vista / XP
(Win 7 ist zu einfach / zu neu) "herumdoktern".
Solche SLI Tests mit Retro Hardware machen heute Spaß, jedoch bevorzuge ich heute nur eine Graka im PC.
Damals hätten wir das gebraucht aber da war man froh wenn es für eine gereicht hätte!
Mein MoBo sah damals schon "gekrümmt" aus.
Bei den Spielen wo SLI gut klappte war das schon irre (im Vergleich zu den Möglichkeiten zu der Zeit!).
Hatte im Lan-PC ne HD 3750 drin und später die sogar als CF...man war das ein unfairer Vergleich.....
Aber SLI wie auch CF hatte mich nicht überzeugt so das das mein letzter Ausflug mit zwei Karten in einem Rechner war.
Heute habe ich nur noch im Retro Rechner zwei Voodoo 2 im SLI