RX 9070 & Co. auf X99: Altes VBIOS macht Betrieb unmöglich - neuere Modelle funktionieren
Der Betrieb von RX-9000-Grafikkarten auf Mainboards mit X99-Chipsatz kann zum Problem werden - denn ein altes VBIOS stellt sich quer. Das Problem ließe sich durch ein Software-Update lösen, dieses lässt sich aber nicht einfach durchführen.
Durch etablierte Standards sind PC-Bauteile selbst mit vielen Jahren Abstand noch zueinander kompatibel. Hin und wieder kommt es aber trotzdem zu Problemen, die einen zuweilen verzweifeln lassen. Zu ebendiesen zählt der Betrieb von AMDs aktuellen Radeon-Grafikkarten - RX 9000 - auf älteren Intel-Mainboards mit X99-Chipsatz. Diese Kombination ist zwar vergleichsweise selten, schließlich ist der X99 bereits elf Jahre alt. Auf Reddit gab es vor drei Monaten aber bereits einen entsprechenden Bericht. Und auch der brasilianische Youtube-Kanal Paulo Gomes hatte das Problem: Die Grafikkarte will in dieser Konstellation kein Bild ausgeben.
Software statt Hardware
In einem aktuellen Video hat Paulo Gomes die Situation analysiert und nach einer Lösung gesucht. Sowohl mit einem Asus ROG Strix X99 Gaming als auch mit einem China-Mainboard mit demselben Chipsatz konnten keine RX-9000-Grafikkarten betrieben werden. Eine längere Suche mit verschiedenen Vermutungen führte dabei zu einer vergleichsweise simplen, aber zugleich frustrierenden Lösung: Das Problem ist schlicht eine VBIOS-Inkompatibilität. Ältere RX-9000-Grafikkarten funktionieren dadurch nicht auf X99-Systemen, wohingegen Modelle ab April mit einer neueren Version ohne dieses Problem ausgeliefert werden.
Ein VBIOS-Update ist allerdings nicht bei allen Grafikkarten möglich - zumindest nicht ohne zusätzlichen Aufwand. Wer eine Radeon-Grafikkarte einer älteren Charge besitzt, hat also mitunter trotzdem ein Problem. In diesem Fall kann man höchstens versuchen, selbst aktiv zu werden, oder auf die Kulanz des Herstellers zu hoffen. Eine bessere Lösung wäre hingegen eine etablierte, einfache Möglichkeit zum Updaten des VBIOS, die aber zumindest momentan noch nicht in Sicht ist.
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Immerhin: Wie eingangs erwähnt, dürfte die Software-Inkompatibilität wohl nur sehr wenige Nutzer betreffen. Der Großteil der Spieler dürfte wesentlich jüngere Systeme nutzen, die das Problem nicht haben. Und zumindest in Deutschland dürften betroffene Grafikkarten im Problemfall innerhalb der Widerrufsfrist zurück zum Händler gehen, sodass für den Kunden zumindest kein finanzieller Schaden entsteht.
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Quelle: Paulo Gomes (Youtube) via Videocardz
