Nvidia immer noch nicht zu 100 Prozent Vista-Ready
Was sich schon seit längeren in Internet-Foren abzeichnet wird nun auch von der Wirtschaft bestätigt - das fehlende Zusammenspiel von Nvidias G80-Grafikkarten und Windows Vista. Bis heute gibt es noch keine finale Version des Grafik-Treibers, was nun auch den Fertig-PC-Hersteller Dell dazu veranlasst hat, ihre High-End XPS-Serie mit Geforce-8800, nicht mehr zusammen mit Windows Vista auszuliefern. Benutzterberichten zufolge sollen die Forceware-Beta-Treiber zum Leistungsverlust unter Vista führen, Spiele überhaupt nicht starten - bis hin zu Systemabstürzen.
Aus diesen Gründen hat sich eine Einzelperson daran gesetzt, eine Webseite mit der Aufforderung zur Massenklage gegen Nvidia zu entwerfen. Nicht nur die Probleme, dass teilweise die Treiber überhaupt nicht funktionieren stören den Webseiten-Ersteller, sonder auch das Marketing von Nvidia. In dem heißt es, die Geforce-8-Serie unterstütze DirectX10. So bietet der neuste Forceware-100.59 zwar inzwischen SLI-Support an, dies jedoch nicht im Zusammenhang mit DirectX10. Ob es nun Sinn macht darauf zu pochen, wenn man sich vor Augen hält, dass es keine DX10-Spiele bislang gibt, ist allerdings unklar.
In einem Interview von Arstechnica.com mit Derek Perez, PR Direktor von Nvidia, wies Derek darauf hin, dass Nvidia verpflichtet sei, ihre alten und neuen Grafikprozessoren für Windows Vista lauffähig zu bekommen. Es gehört zu höchsten Priorität, die Treiber-Entwicklung voranzutreiben.
Dwight Diercks, Vize Präsident bei Nvidia für Software Entwicklung, erwähnte gegenüber Firingsquad.com, dass die Kunden bis Ende Februar mit WHQL-Vista-Treibern für DX10 rechnen kann. Zunächst lag bei der Entwicklung des Treibers der Fokus auf die Architektur, die Leistungssteigerung der Treiber soll in den nächsten Monaten immer weiter verflogt werden. Im Anschluss wird man sich der Geforce-7-Serie zuwenden, ein SLI-fähiger Treiber soll bis März zu Verfügung stehen.
Dwight fügte hinzu, dass es sich bei der GPU-Programmierung um eine der komplexesten Aufgaben handele. Der Fortschritt sei fortlaufend und die Möglichkeiten stiegen jedes Jahr. So müssen nicht nur die DX9-Features ebenso für die DX10-Entwicklung übernommen werden wie, SLI-Unterstützung, HD-DVD und Blu-ray für Nvidias Purevideo-HD. Die alles lässt den Programmcode im Volumen sehr ansteigen, wobei die Effektivität und Leistung der GPU nicht eingeschränkt werden darf.
Auch die Übertaktungsmöglichkeit mit Nvidias Ntune für Geforce-8800-Karten wurde angesprochen. Hierauf antwortete Dwight, das Ntune bereits dies unterstützt, jedoch müssten die Treiber dafür speziell angepasst werden, was das Entwickler-Team zurzeit durchführt. Angedacht ist ebenfalls der März als Zeitraum für eine Veröffentlichung.
