Nvidia: Wird der GT200 bereits im Spätsommer abgelöst?

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Nvidias kommender GT200 soll mit rund 1,4 Milliarden Transistoren, einer Die-Fläche von 576 Quadratmillimetern sowie einer respektablen Wärmeentwicklung aber auch guter Performance in vielerlei Hinsicht ein besonderer Chip werden. [br]

Nvidias GT200 noch nicht einmal auf dem Markt, da wird auch schon über den Nachfolger gesprochen. Grund für die frühen Spekulationen gibt ein Bericht des Inquirer. Dieser besagt, dass die Ausbeute des GT200 lediglich bei 40 Prozent läge, außerdem könne Nvidia aufgrund der gewaltigen Ausmaße des GT200 nur 100 Chips pro Wafer unterbringen. Damit würde sich ein Chippreis von 125 US-Dollar ergeben.

In Anbetracht der kolportierten Preise für die Geforce GTX 280 und Geforce GTX 260, welche später für 649 bzw. 449 US-Dollar über den Ladentisch gehen sollen, scheint die Gewinnmarge noch recht hoch. Doch sollen vor allem die Preise der Speicherchips die Produktionskosten in die Höhe treiben. Die Kosten summieren sich weiter, wenn man bedenkt, dass Nvidia nicht zuletzt dank des 512 Bit breiten Speicherinterfaces ein komplexeres PCB verwenden muss.

Doch auch die Kühlung der Grafikkarten dürfte ihren Teil zu den Gesamtkosten beitragen, schließlich wollen 182 (Geforce GTX 260) respektive 236 Watt (Geforce GTX 280) erstmal abgeführt werden. Dazu kommen noch die Transportkosten der einzelnen Teile sowie die Qualitätsprüfung und Entwicklungskosten. Somit dürfte die Herstellung des GT200 sowie der zugehörigen Grafikkarten alles andere als günstig sein. Für den Endverbraucher kommt erschwerend hinzu, dass natürlich auch die Board-Partner einen Teil des Kuchens abhaben wollen.

Doch was soll man tun? Die Antwort auf diese Frage soll der GT200b, welcher nichts als ein auf 55 Nanometer Strukturbreite geschrumpfter GT200 ist, sein. Nvidia soll schon früh erkannt haben, dass der GT200 wenig rentabel ist und die Vorbereitungen für den 55-Nanometer-Chip eingeleitet haben. Doch wie es scheint, könnte der GT200 schneller als erwartet zum Ausstellungsstück werden, denn der GT200b soll sein "Tape-Out" bereits am Donnerstag dieser Woche hinter sich gebracht haben.

Dank des feineren Fertigungsprozesses soll Die-Fläche um knapp 30 Prozent, auf knapp 400 Quadratmillimeter, schrumpfen. Eine großartige Reduzierung der Kosten sei aber nicht zu erwarten. Ob Nvidia die Gelegenheit nutzt um die Taktraten, welche beim GT200 vergleichsweise gering ausfallen, zu steigern und so endlich die 1.000-GFlops-Marke zu knacken, bleibt offen. Grafikkarten auf Basis des GT200b sollen uns - zum Ärger aller Käufer einer Grafikkarte mit dem "alten" GT200-Chip - noch im Spätsommer bzw. Herbst erwarten.

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