Nvidia Tesla K40: GK110B-Vollausbau samt 12 GiByte Grafikspeicher hält Einzug in Supercomputer
Auf der aktuell stattfindenden Supercomputing Conference SC13 hat Nvidia die Spezifikationen der Tesla K40 bekannt gegeben, welche einen Vollausbau der GK110B gekoppelt mit 12 GiByte GDDR5-Speicher besitzt. Zugleich verkündete man eine Partnerschaft mit IBM, sodass die Power8-Prozessoren zukünftig mit der Tesla K40 kombiniert werden können.
Nachdem sowohl für den Desktop- als auch den professionellen Einsatzbereich Vollausbauten des GK110 erschienen sind, folgt nun auch ein Ableger für High Performance Computing (HPC). Dabei ist die Rede vom GK110B, wobei das Suffix vermutlich die neue Revision darstellt, wie sie auch auf dem Endkundenmarkt anzutreffen ist. Mit 15 SMX stehen somit 2.880 Rechenherzen zur Verfügung, die von 240 Textureinheiten sowie 48 Rasterendstufen begleitet werden. Auch der Speicherausbau stimmt mit der Quadro K6000 überein, indem wieder 12 GiByte GDDR5-Speicher bei einer 384-Bit-Anbindung zum Einsatz kommen und mit 3.000 MHz arbeiten.
Neu in diesem Segment ist der Boost-Modus, der anders als bei den Geforce-Pendants nicht versucht, innerhalb des Temperatur- und Power-Targets den maximal möglichen GPU-Takt zu halten, sondern vielmehr in zwei Stufen von den Anwendungen geregelt werden kann. So liegen standardmäßig 745 MHz an, optional kann auf 810 respektive 875 MHz hochgetaktet werden. Wie die Kollegen von Golem berichten, soll Nvidia so die Anpassung der Leistungsfähigkeit an die Energieversorgung und Kühlung eines Rechenzentrums geplant haben. Im Maximaltakt beträgt die TDP 235 Watt, mit den beiden kleineren Stufen zwischen 160 und 180 Watt.
Insgesamt soll der Boost-Modus für eine bis zu 25-prozentige Leistungssteigerung der Tesla K40 sorgen, wohingegen der Vorgänger in Form der K20X um bis zu 40 Prozent überholt werden soll. Die Single-Precision-Performance gibt Nvidia mit 4,29 TFLOPS an, wohingegen bei doppelter Genauigkeit 1,43 TFLOPS erreicht werden. Letztere wurde bei der Geforce GTX 780 Ti hingegen stark beschnitten. Im Vorfeld waren bereits die Spezifikationen geleakt, welche bis auf den Grafikchip korrekt waren - zuvor war die Rede von einem GK180 mit Codenamen "Atlas". Unbekannt ist, ob Nvidia zwischenzeitlich eine neue GPU geplant hatte oder ob es sich um den GK110B handelte.
Die Tesla K40 soll es in zwei verschiedenen Ausführungen geben: Jeweils eine mit aktiver beziehungsweise passiver Kühlung. Für den Betrieb ohne Lüfter werden starke Gehäuselüfter in den Racks vorausgesetzt. Mit IBM hat Nvidia bereits einen bedeutenden Partner gewonnen, der seine Prozessoren auf Basis der Power8-Architektur künftig mit den Tesla K40-Grafikkarten kombinieren wird. Preise nannte man indes noch nicht, allerdings dürften diese für Endverbraucher ohnehin nicht sehr interessant sein.
| Modell | Tesla K40 | Tesla K20X | Tesla K20 | Firepro S10000 |
|---|---|---|---|---|
| GPU | GK110B | GK110 | GK110 | 2x Tahiti XT |
| Shader-/SIMD-/Textureinheiten | 2.880/15/240 | 2.688/14/224 | 2.496/13/208 | 2x 2.048/2x 32/2x 128 |
| GPU-Basistakt (Megahertz) | 745 | 732 | 732 | 2x 825 MHz |
| GPU-Boost-Takt (Megahertz) | 810/875 | - | - | - |
| Rasterendstufen (ROPs) | 48 | 48 | 48 | 2x 32 |
| Double-Precision-Leistung (TFLOPS) | 1,43 | 1,31 | 1,17 | 1,48 |
| Single-Precision-Leistung (TFLOPS) | 4,29 | 3,95 | 3,52 | 5,91 |
| speichertakt | 3.000 | 2.600 | 2.600 | 2.500 |
| Speicheranbindung (parallele Bits) | 384 | 384 | 384 | 384 |
| Speicherübertragungsrate (GiByte/s) | 288 | 250 | 208 | 2x 240 |
| Speichermenge (MiB) | 12.288 | 6.144 | 5.120 | 12.288 |
| TDP (Watt) | bis zu 235 | 235 | 225 | 375 |

Wenn da wirklich ein Markt für Karten mit mehr VRAM ist, hätten beide Anbieter dass auch etwas früher entdecken können.
Nvidia hat schon seit August eine Karte mit 12GB VRAM. Auf der Siggraph wurde die K6000 vorgestellt. Ich habe unter http://extreme.pcgameshar... meinen Rechner mit entsprechender HArdware vorgestellt. Die AMD Karte hat ja nicht wirklich 12GB.
Wenn da wirklich ein Markt für Karten mit mehr VRAM ist, hätten beide Anbieter dass auch etwas früher entdecken können.
Wobei die AMD Karte "nur" 2x6GB hat, Nvidia bietet damit die 12GB als erstes an.
weiß einer wann eine höhere SPeicheranbindung notwendig wäre?
Wozu 4 TB HDDs entwickeln wenn die vielfach schnelleren SSDs schon 1 TB bieten? Wenn es nur Datengrab genutzt wird, ist die Geschwindigkeit relativ uninteressant.
weiß einer wann eine höhere SPeicheranbindung notwendig wäre?
Nachdem AMD eine Firepro S 10000 Nachfolger mit 12GB VRAM vorgestellt hat, kommt nun dass Nvidia Gegenstück.
Wenn da wirklich ein Markt für Karten mit mehr VRAM ist, hätten beide Anbieter dass auch etwas früher entdecken können.