30 Jahre SEGA × Nvidia: Warum Jensen Huang dem Dreamcast-Drama bis heute dankbar ist

8
News Thilo Bayer Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
30 Jahre SEGA × Nvidia: Warum Jensen Huang dem Dreamcast-Drama bis heute dankbar ist
Quelle: Screenshot Nvidia Livestream

Die engen Verbindungen zwischen Nvidia, dem CEO Jensen Huang und SEGA sind bekannt - nun gibt es etwas zu feiern.

Über die Plattform X teilt Geforce Japan ein besonderes Event mit japanischen Spielern. Im Kern geht es darum, dass Nvidia und SEGA seit 30 Jahren eine besondere Beziehung pflegen.

Nvidia und SEGA feiern gemeinsam

Bei dem Event in Tokyo, das sich um die 30-jährige gemeinsame Geschichte zwischen Nvidia und SEGA dreht, erhalten Besucher per Zufall eine Geforce RTX 5090 FE als Gewinn. Angesichts der aktuellen Preise ab 4.000 Euro im Handel für Einsteiger-Custom-Karten keine schlechte Aktion. Am 15. Juli ist auch Nvidia-CEO Jensen Huang persönlich vor Ort und stellt erneut Nvidia RTX Spark vor. Eingeladen wird, wer Anekdoten mit SEGA und Nvidia teilt.

Wer sich nun fragt, worum es eigentlich bei der Veranstaltung geht, sei an die Geschichte von Nvidia erinnert. Letztlich hat sich SEGA als Retter für Nvidia erwiesen. Nvidia stellte 1995 den NV1 vor, der sich am Markt aber nicht durchsetzen konnte. 1996 bekam man dann von SEGA den Auftrag, die GPU für die SEGA Dreamcast zu entwickeln. Nach einem Jahr Arbeit gab Jensen Huang zu, den Auftrag nicht erfüllen zu können. Die damaligen NV1/NV2 standen für einen Sonderweg mit quadratischen Primitive-/Texture-Mapping-Ansätzen, während sich der Markt mit Direct3D und Polygonen in eine andere Richtung bewegte.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Doch anstatt unterzugehen, bot der damalige CEO von SEGA America, Shoichiro Irimajiri, Huang an, fünf Millionen US-Dollar in Nvidia zu investieren. Für Nvidia bedeutete das, innerhalb der nächsten sechs Monate den Riva 128 fertigstellen zu können. Dieser Chip wurde in 350 nm gefertigt und beherbergte 3,5 Millionen Transistoren. Die Taktrate betrug 100 MHz und die Speichergröße bis zu 4 MiByte. 1999 folgte dann mit der Geforce 256 die erste Geforce-GPU - die Grundlage für den langen Erfolg bis heute. SEGA stieg übrigens 1999 wieder bei Nvidia mit Gewinn aus, darf sich rückblickend aber trotzdem ärgern. Die SEGA Dreamcast stellte sich als großer Flop heraus und war auch die letzte Heimkonsole von SEGA.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Seine Liebe zu SEGA demonstrierte Huang bereits diesen März, als er das einflussreichste PC-Spiel "aller Zeiten" kürte. Damals kürte er "ohne Zweifel" Doom zum besten Spiel, da es den Beginn der 3D-Ära darstelle. Doom hätte aus künstlerischer und kultureller Sicht einen großen Einfluss auf die Branche ausgeübt. Aus Sicht der Technologie sieht er aber Virtua Fighter von SEGA ganz vorn. Das Kampfspiel wurde 1993 erstmals veröffentlicht und war das erste in einer Reihe von SEGA-Automatenspielen, die später auch für Heimkonsolen umgesetzt wurden - unter anderem für den SEGA Saturn.


Mitmachen und kommentieren: Nvidia und SEGA

Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Sollten Sie noch keinen Extreme-Account haben, laden wir Sie zu einer Registrierung im Forum ein. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln. Folgen Sie gerne PCGH bei 🔈 Youtube oder 💬 Whatsapp und erhalten Sie Neuigkeiten zu Grafikkarten, CPUs und Gaming direkt in Ihrem Feed.

Quelle: via Videocardz

8
    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von sebden206 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Dann eine 3dfx ChurchGrim RT oder eine 3dfx Necromancer 90 RT

        Schön, dass nVidia heute noch Dankbarkeit und Respekt bekundet ggü. Sega. Sowas ist heute auch keine Selbstverständlichkeit mehr.
      • Von sebden206 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Dann eine 3dfx ChurchGrim RT oder eine 3dfx Necromancer 90 RT

        Schön, dass nVidia heute noch Dankbarkeit und Respekt bekundet ggü. Sega. Sowas ist heute auch keine Selbstverständlichkeit mehr.
      • Von Wintendo PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        Ich meinte die Firmen abseits von Sega. Nvidia wäre vermutlich über die Wupper gegangen. Und 3dfx, denen die Entwicklung für den letztlich nicht genutzten Konsolen-Chip stark zugesetzt hat, wäre vermutlich nicht draufgegangen. Insofern schon sehr anders.

        MfG
        Raff
        Ach so, hab ich falsch verstanden
        Dann hättest du heute vielleicht noch eine 3DFX im Rechner...
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Wintendo
        Wahrscheinlich das Gleiche...
        Gescheitert ist das Ding mMn nicht wegen fehlender Leistung. Der Kasten konnte schon was!
        Ich meinte die Firmen abseits von Sega. Nvidia wäre vermutlich über die Wupper gegangen. Und 3dfx, denen die Entwicklung für den letztlich nicht genutzten Konsolen-Chip stark zugesetzt hat, wäre vermutlich nicht draufgegangen. Insofern schon sehr anders.

        MfG
        Raff
      • Von Wintendo PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        Was wohl passiert wäre, wenn Sega sich doch für 3dfx entschieden hätte?

        MfG
        Raff
        Wahrscheinlich das Gleiche...
        Gescheitert ist das Ding mMn nicht wegen fehlender Leistung. Der Kasten konnte schon was!
      • Von rschwertz Freizeitschrauber(in)
        Riva 128 - das war eine in 2D eher langsame Karte (Elsa Victory Erazor bei mir).
        Allerdings brach diese in 3D kaum ein und war da dann besser (Treiberqualität) und schneller als die Konkurrenz von ATI, S3, ... .
        3DFX hatte zu der Zeit nur die teurere und schnellere Lösung mit den Zusatzkarten (Vodoo) und Glide (als Subset von OpenGL) als Schnittstellen, die sich für Neuanschaffungen (in der Masse) aber nicht rechnete (waren auch steuerlich schwierig abzugsfähig als beworbene Spielekarten).

        Die VGA Signalqualität der Riva Karten war i.O. bis 1280*1024.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk