Nvidia: Rebranding der Geforce GT 520 als GT 620 plus "neue" Geforce 605
Während Nvidia mit der Geforce GTX 680 und GTX 670 Ti im Performance-Sektor auf die neue Kepler-Architektur setzt, gibt's in den unteren Klasse schnödes Rebranding alter Modelle: Die Geforce GT 620 und die Geforce 605 sind alte Bekannte unter neuer Flagge.
Im mobilen Bereich hat Nvidia bereits Geforce-600-Modelle auf Basis der älteren Fermi-Architektur veröffentlicht, nur wenige Chips nutzen die Kepler-Technik. Nun zieht das Unternehmen von CEO Huang im Desktop nach und stellte "neue" Einsteiger-Grafikkarten für OEM-Kunden vor: Die Geforce GT 620 basiert auf dem DX11-tauglichen GF119 und entspricht eins zu eins der Geforce GT 520. Mit gerade einmal 48 Shader-Einheiten bei 1.620 MHz samt magerem 64-Bit-Interface an DDR3-Speicher sind beide Karten weitaus langsamer als beispielsweise die Geforce GT 430, dafür liegt die maximale Card Power bei nur 30 Watt.
Noch lahmer ist die Geforce 605, die sogar auf das GT-Präfix verzichten muss. Diese bietet das Interface, den DDR3 und den Speichertakt einer GT 620 und auch die Recheneinheiten sind identisch. Dafür gibt's mit 1.046 MHz ALU-Takt nur zwei Drittel der Frequenz, was die Leistung nochmals drastisch reduziert. Die Card Power beläuft sich auf 25 Watt, als Vergleich zieht Nvidia Intels kommende HD Graphics 2500 heran, die etwas flotter als die aktuelle HD 2000 wird. AMDs aktuelle HD 6550D in den A8-APUs ist bereits weitaus schneller, teils um den Faktor 2 oder mehr.
Amüsantes Detail: Wenn Sie die Bilder der Geforce GT 620 öffnen, werden diese per Dateinamen als Impressionen der GT 520 ausgewiesen - womit umso klarer wird, dass es sich hierbei um Rebranding handelt. Diese nun ja Maßnahme ist aus OEM- sowie Nvidias Sicht völlig legitim, allerdings nicht unbedingt im Sinne des Kunden. Andererseits steht es diesen offen sich zu erkundigen und nicht in die Rebranding-Falle zu tappen.


Da dachte ich auch nur, tut das Not, dass die so warm wird, trotz nur 25W und aktiver Kühlung
Zudem kannste doch soweit ich das weiß mit allen IB CPUs dann 3 Monirote verwenden, so lange es das MB zulässt, und eben überhaupt die iGPU aktiviert ist. Korrigier mich bitte, wenn ich da falsch liege.
Gerade Sockel 1155 ist doch stark im OEM Bereich vertreten, und auch FMx ist durchaus vertreten. Warum sollte ich bei so nem Rechner, der eh ne iGPU hat, noch ne dezidierte für 30-50€ verbauen, die dann im Fall von AMD eventuell sogar noch langsamer ist. Ganz abgesehen davon, das man bei AMD sogar noch hybrid crossfire nutzen kann.
Und in nen Intel-Server wird sich so ein Ding wohl auch kaum einer einbauen.
Atm wird das vielleicht noch halbwegs eingesetzt, aber spätestens mit Hasswell wird der Performancebereich total ausfallen, wobei ich mir bereits heute son Ding nicht mehr in den Rechner packen würde, sondern das Geld lieber in ne bessere/schnellere CPU mit iGPU investieren würde. Selbst die Celerons haben doch ne iGPU. Mir wäre bis auf einige Xeons auf SB Basis keine CPU bekannt, die keine iGPU besitzt.
Meiner Meinung nach, muss sich nVidia umschauen. Der low-End Bereich lebt nicht mehr lange für Sie, der Chipsatz-Markt ist eh schon lange tot und der ARM/Phone/Tablet Markt ist verdammt hart umkämpft und man hat es mit Gegnern vom Schlage eines Samsung, Apple, TI usw. zu tun, die nen bischen mehr Erfahrung haben als nVidia, ganz abgesehen davon, dass die teils sogar eigene Geräte vertreiben und damit eh keine Kunden von nVidia werden.
Und im HPC Bereich ist AMD endlich mal ne echte Alternative, da Sie nun auch ECC haben, und Intel steht auch in den Startlöchern, und könnte den gesamten Markt nochmal so richtig aufmischen. Klar, das Rebrendig bringt nochmal Geld rein, aber das ist kein Geschäftsmodell mit Zukunft.