Nvidia ForceWare bald monatlich
Quelle: (Bild: PCGH)
Hartware berichtet: Nach der regen Kritik an Nvidias Treiberpolitik hat der Hersteller nun angekündigt, einen monatlichen Turnus einzuführen.
Dwight Diercks, Nvidias Vice President (Software Engineering), hat nun in einem Interview nähere Informationen zur Treiberentwicklung für Vista und den Plänen von Nvidia für kommende ForceWare Versionen verraten. Eine Erklärung für die späten Grafiktreiber sei, dass Nvidia praktisch sechs verschiedene Treiberkomponenten für Vista schreiben muss: SLI und Nicht-SLI jeweils für DirectX9, DirectX10 und OpenGL. Für Windows XP haben zwei Komponenten ausgereicht - für DirectX und OpenGL.
Die neue Architektur von Vista verlegt Treiber vom Kernel- in den Anwenderbereich. Das soll zwar dem Kernel mehr Stabilität garantieren, fügt aber eine weitere Abstraktionsschicht hinzu, die die Treibersoftware bewältigen muss, um mit der Hardware kommunizieren zu können.
Die Komplexität der Vista-Treiber ist deshalb enorm. Jede der o.g. Treiberkomponenten für den ForceWare Vista soll aus 20 Millionen Zeilen Programmcode bestehen.
Nvidia will noch in diesen Monat mit den monatlichen ForceWare Releases beginnen, angefangen mit einer von den Windows Hardware Quality Labs (WHQL) zertifizierten Treiberversion. Im März soll der ForceWare für Vista dann SLI für GeForce 7 Grafikkarten unterstützen sowie Updates beim (HD)TV-Ausgang erhalten. Für April ist dann eine neue Treiberversion mit Unterstützung für SLI bei DirectX10 geplant. Außerdem soll dann High-Definition Hardwarebeschleunigung (H.264) für Anwender von Blu-ray und HD-DVD Laufwerken integriert werden.
Die schlechte Nachricht zum Abschluss: Über neue Versionen des ForceWare für Windows XP verlor Dwight Diercks kein Wort.
