Nvidia-Chef Jen-Hsung Huan: Keine Pläne für x86-CPU
In einem Interview verriet Jen-Hsung Huan unter anderem, wie er zur Plattformstrategie von AMD und Intel steht, warum sich Nvidia vor Intels Larrabee nicht zu fürchten braucht und in welchen Marktsegmenten er das größte Wachstum erwartet.
Im Gegensatz zu Intel und AMD wird Nvidia auch in Zukunft keine Plattformstrategie betreiben. Allerdings will man weiterhin Chipsätze anbieten und parallel dazu die Anzahl nützlicher Anwendungen für Nvidia GPUs erhöhen. Durch die Partnerschaft mit Adobe, Apple und Microsoft stünden für die Zukunft neue Möglichkeiten offen. Im Moment gebe es keine Bestrebungen, in den x86-CPU-Markt einzusteigen. Eine Fokussierung auf die traditionellen Geschäftsbereiche Nvidias sei erfolgversprechender. Im GPU-Markt sieht Jen-Hsun Huang für die nächsten 15 Jahre weiterhin Wachstumschancen.
Quelle: Nvidia
Im ausführlichen Interview mit digitimes.com waren Jen-Hsung Huan interessante Aussagen zu entlocken. (Bild: digitimes.com)
AMD und Intel keine Gefahr für Nvidia
Die Strategie von AMD und Intel, in zukünftige CPUs mehr Funktionen der Northbridge und GPUs zu integrieren, stelle für Nvidia kein ernsthaftes Problem dar. Die Geschwindigkeit und Architektur Nvidias aktueller GPUs und Chipsätze mit integrierter Grafik sei anderen Lösungen überlegen. Die Cuda Technologie realisiere eine deutliche Beschleunigung paralleler Berechnungen und die Implementierung von Physx ermögliche eine noch realistischere Darstellung von PC-Spielen. Die Mehrleistung im Vergleich zur Konkurrenz gleiche den Nachteil einer fehlenden Plattform aus, außerdem könne Nvidia sowieso nur einen überschaubaren Marktanteil für Chipsätze mit integrierter Grafikeinheit verbuchen.
