Nvidia mit neuen Rekordzahlen: Gaming soll im Q4 sinken [Update]

93
News Thilo Bayer Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Irrsinnige Mengen: Nvidia soll im Q2 900 Tonnen H100-GPUs ausgeliefert haben
Quelle: Nvidia

Aktualisiert: Nvidia hat neue und weiterhin beeindruckende Zahlen vorgelegt. Im dritten Quartal schafft man 18,1 Mrd. USD Umsatz und 9,2 Mrd. USD Gewinn. Der Umsatzanteil durch Gaming wird immer kleiner.

Originalartikel: Es war schon zu erwarten, dass Nvidia mit den neuesten Zahlen neue Rekorde vermeldet. Und so ist auch nicht weiter verwunderlich, dass Nvidia neue Höchstwerte bei Umsatz und Gewinn für das Q3 meldet - und auch die Umsatzrendite ist mit gut 50 Prozent beeindruckend.

Datacenter dominiert Gaming

18,12 Mrd. Umsatz bedeutet ein Plus von 206 Prozent zum Vorjahr und ein Plus von 34 Prozent zum bereits sehr guten Vorquartal. Beim Gewinn sind die Steigerungen noch beeindruckender: Die 9,24 Mrd. US-Dollar bedeuten ein Plus von 1.259 Prozent zum Vorjahr und ein Plus von 49 Prozent zum Vorquartal. Wenig überraschend ist der Bereich Datacenter federführend: 14,51 Mrd. USD gehen auf das Konto dieses Geschäftsbereichs, das sind 80 Prozent des Gesamtumsatzes. Zum Q2 ist das ein Plus von 41 Prozent, zum Vorjahresquartal eine Steigerung von 279 Prozent.

Auch der Bereich Gaming, allen voran die Geforce-GPUs, legte zu. Hier wurden 2,86 Mrd. USD umgesetzt, ein Plus von 15 Prozent zum Vorquartal und 81 Prozent zum Vorjahresquartal. Mit den Steigerungen bei Datacenter kann Gaming aber bei Weitem nicht mithalten und aktuell sorgt der Gaming-Bereich nur noch für etwas mehr als 15 Prozent der Umsätze. Vor genau einem Jahr waren es immerhin noch 26,5 Prozent Umsatzanteil. Laut Nvidia spiegele das starke Gaming-Wachstum im Vergleich zum Vorjahr die höheren Verkäufe an Partner nach der Normalisierung der Lagerbestände wider. Das Wachstum zum Vorquartal entstand durch eine starke Nachfrage nach Geforce-RTX-40-GPUs zum Schulanfang und zum Beginn der Ferienzeit.

Nvidia: Entwicklung von Umsatz und Gewinn Quelle: Nvidia Nvidia: Entwicklung von Umsatz und Gewinn Schwierigkeiten bereitet Nvidia der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Die daraus entstehenden Lizenzanforderungen hatten aber noch nennenswerten Einfluss auf den Umsatz. Das wird sich im Q4 wohl ändern. Normalerweise beträgt der Datacenter-Umsatzanteil der Verkäufe nach China und in andere betroffene Länder etwa 20-25 %. Diese Umsätze gehen im aktuell laufenden Quartal "deutlich" zurück, aber Nvidia geht davon aus, dass der Rückgang durch starkes Wachstum in anderen Regionen mehr als ausgeglichen wird. Entsprechend glaubt man auch im Q4 an weiteres Wachstum und peilt einen Umsatz von 20 Mrd. US-Dollar an. Das ist eine Summe, die Nvidia im ganzen Jahr 2021 nicht erreicht hat. Trotzdem fällt die Aktie im nachbörslichen Handel leicht.

Haben Sie schon einmal Nvidia-Aktien gekauft? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.


Nvidia rechnet mit sinkenden Gaming-Umsätzen

Aktualisierung: In der Telefonkonferenz zu den Finanzzahlen zum dritten Quartal wurde noch einige interessante Aussagen getätigt (Transkript von Seeking Alpha). So erwartet Nvidia, dass in den 20 Mrd. Umsatz, die für das Q4 erwartet werden, noch weniger Gaming-Anteil drinsteckt. Es heißt: "Der Spielebereich wird wahrscheinlich sequenziell zurückgehen, da er nun stärker an die Notebook-Saisonalität angepasst ist". Trotzdem fühle man sich für das Weihnachtsgeschäft gut aufgestellt, da RTX-Grafikkarten zu Preisen ab "nur 299 US-Dollar" erhältlich sind. Man sei dem "besten Line-up aller Zeiten für Gamer und Kreative in die Feiertage gestartet". Aktuell geht die Gerüchteküche davon aus, dass sich RTX 4070 Ti und RTX 4080 im Abverkauf befinden und im Q1 durch Super-Varianten ersetzt werden. Das könnte sich auf den Umsatz im Q4 auswirken.

Der Umsatz in Gaming habe sich im Vergleich "zu den Zeiten vor COVID verdoppelt, und das vor dem Hintergrund eines schwachen PC-Marktes". Dies würde den "erheblichen Wert widerspiegeln, den wir mit Innovationen wie RTX und DLSS für das Gaming-Ökosystem geschaffen haben". Die Zahl der Spiele und Anwendungen, die diese Technologien unterstützen, sei in diesem Zeitraum "explodiert, was zu Upgrades geführt und neue Käufer angelockt" habe. Inzwischen gibt es über 475 RTX-fähige Spiele und Anwendungen, so Nvidia.

93
    • Kommentare (93)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Darknesss
        Sowohl Intel als auch AMD entwickeln auch CPU´s, die genauso notwendig sind für den AI Bereich.
        (Während des Miningbooms wurden selbst die billigsten CPU´s zu Mondpreisen verkauft, sofern überhaupt noch verfügbar. Zu der Zeit hätte man Mainboards kaufen sollen ...)

        Wieso sollten die nicht konkurrenzfähige GPU´s produzieren und zu Ramschpreisen verkaufen, wenn bei CPU´s weitaus mehr verdient ist?
        frag das Intel, die in dieses Rennen 1
        Jahre zu spät eingestiegen sind
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Darknesss
        Sowohl Intel als auch AMD entwickeln auch CPU´s, die genauso notwendig sind für den AI Bereich.
        (Während des Miningbooms wurden selbst die billigsten CPU´s zu Mondpreisen verkauft, sofern überhaupt noch verfügbar. Zu der Zeit hätte man Mainboards kaufen sollen ...)

        Wieso sollten die nicht konkurrenzfähige GPU´s produzieren und zu Ramschpreisen verkaufen, wenn bei CPU´s weitaus mehr verdient ist?
        frag das Intel, die in dieses Rennen 1
        Jahre zu spät eingestiegen sind
      • Von Mazrim_Taim Volt-Modder(in)
        Zitat von Darknesss
        Andere Frage: Wer bezahlt?
        Wenn das mit Rasenmähen, etc verdiente Geld nicht mal im Ansatz für eine brauchbare ROG Kiste ausreicht ...

        Ich konnte grafisch anspruchsvolle Spiele auch erst spielen nachdem ich mir irgendwann in (nach?) der Lehre mal eine GPU für die heimische Officekiste gekauft habe.

        Die Eltern.
        Aber so oder so. Wenn ich zocken will würde man doch das schnellste nehmen (was das Budget hergibt) und nicht ein
        schöner Aufkleber?
      • Von Darknesss PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Rollora
        Solange die 2 nicht Fuß fassen im AI Bereich müssen sie das bestellte Waferkontingent verscherbeln.
        Und eine iGPU ist schön und gut, aber ich kann diese oft nicht einfach nachrüsten, eine GPU schon.

        Intel wird stets versuchen ihre Fabs voll auszulasten. ...
        Sowohl Intel als auch AMD entwickeln auch CPU´s, die genauso notwendig sind für den AI Bereich.
        (Während des Miningbooms wurden selbst die billigsten CPU´s zu Mondpreisen verkauft, sofern überhaupt noch verfügbar. Zu der Zeit hätte man Mainboards kaufen sollen ...)

        Wieso sollten die nicht konkurrenzfähige GPU´s produzieren und zu Ramschpreisen verkaufen, wenn bei CPU´s weitaus mehr verdient ist?
      • Von G4mest3r BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von raPid-81
        Davon geht sonst aber kaum jemand aus. LLMs / neuronale Netze werden in kurzer Zeit disruptiv auf diversen Gebieten einschlagen.
        Hinter welchem Mond schläfst du denn?
        Es geht keiner davon aus, dass der derzeitige Boom ein Hype ist, eine Bubble?
        Das war bisher bei JEDEM Technik-Trend so:
        Technik wird misverstanden, übertrieben Erwartungen werden geweckt und beworben, Marketing und Führung verstehen die Technik nicht, Fear of Missing out, übertriebene Investitionen und Buzzword-Invlation, Absturz vom Hype-Gipfel, Tal Der Tränen, später moderate Umsetzung mit eprobter Technik.
        Dot-Com-Bubble, Cloud Computing, Big-Data, IoT, VR/AR, 3D-Druck, Industry 4.0, Digitalisierung 2.0, Blockchain, NFC, Metaferse... und jetzt AI.
        (So wie uns Atomkraft eine saubere Umwelt mit fliegenden Untertassen und Weltfrieden brachte und elektrische Küchengeräte die Rolle der Frau und ihre Unabhängigkeit am Herd und als "Hausfrau" beflügelten )
        => siehe "Gartner-hype-cycle"

        -> Moores law is Dead und Gast Josh Walrath : Altagsnutzen von KI und Bubble
        -> Mustafa Suleyman Google AI Exec : Danger of AI
        -> Is AI hype a bubble? AI in perspective
        -> The AI Hype Cycle Is Distracting Companies (Eric Siegel, Harvard Business Review)
        -> Don’t Get Distracted by the Hype Around Generative AI (Lee Vinsel, MIT Sloan Review)
        -> Economist Says AI Is a Doomed Bubble
        -> Another AI Hype Bubble Pops
        -> Are we in an AI hype bubble?

        ... davon geht sonst aber kaum jemand aus ...

        "According to the 2023 Gartner Hype Cycle for Artificial Intelligence (AI), generative AI is currently at the Peak of Inflated Expectations. This means that it is at the point of maximum hype and visibility, but it is also where the hype starts to decline as the technology fails to meet overinflated expectations.

        The Gartner Hype Cycle suggests that generative AI is expected to reach transformational benefits within the next two to five years. This includes innovations that will be fueled by generative AI and innovations that will fuel advances in generative AI

        Zitat von raPid-81
        Anwälte? Braucht man kaum noch wenn man ein LLM hat welches jedes Gesetz und jedes Urteil kennt.

        First-Level-Support Mitarbeiter? Werden in naher Zukunft auch in großer Zahl durch Chat-Bots ersetzt die für 90% der Anfragen die richtige Lösung anbieten. So einen Bot haben wir vor wenigen Wochen Live genommen und der wird jetzt weiter trainiert.

        Ärzte? Ein trainiertes neuronales Netz kann Krankheiten mit viel höherer Wahrscheinlichkeit erkennen als jeder Mensch da es auf Millionen von Datensätzen basiert.

        Architekten? Einer KI kannst Du eine Zeichnung von einem Gebäude vorlegen und die berechnet Dir automatisch ob das so möglich ist, welche Baumaterialien in welcher Stärke wo eingesetzt werden müssen, usw.

        Ich denke viele unterschätzen die Möglichkeiten die sich durch neuronale Netze eröffnen.
        Das wird schon lange beschrieen.

        Ja es wird desruptiv. Die Firmen werdern KI und Tools nutzen, um Personalkosten zu sparen und später mergen, dass sie die nötige Expertise und das Know-How beim Nachwuchs abgeklemmt haben und darunter leiden.
        Genauso, wie es beim Outsourcing lief.

        Dieses ganze "braucht man den Mensch nicht mehr" ist Humbug.
        Die Software wird den Menschen unterstützt bei vielen unsinnigen Tasks. Wag wegfallen könne sind ABM's und die Vielen unsinnigen Aufgaben, mit denen sich Experten aufhalten müssen.

        Ein Arzt, spezialist auf einem Gebiet, erkennt womöglich gut Fälle in seiniem Fachgebiet und weiß diese zu behandeln, das Gros der Patienten und Krankheitsbilder aber richtig einzuordnen und zuzuteilen - da ist big data mit KI-Foresnik viel treffsicherer.

        Der Mensch kann visuell gut ein einzelnes Bild analysieren und einschätzen und auswerten aber 100.000de von Bildern in einer Datenbank zu druchforsten, zu filter und zu kategorisieren für einen Exopertenansicht, schafft Ki viel besser, als 100 Praktikanten oder studentische Hilfskräfte.

        UInd damit deine LLM's richtig greifen, müssten sie Quellen und Informationen kritisch hinterfagen können und genau da fehlt es der KI und da sind wir noch lange lange weg von: kritisches Denken.
        Analyse kann sie, aber kritisch hinterfragen, ob das Sinn ergibt oder eine Alternative besser nicht.
        Derzeit redet sie nur sehr Menschenähnlich daher und wirkt damit trügerisch vetrauensvoll - die Validität der Informationen, die aus dem Netz gecrawlt werden, wird aber nicht sinnvoll hinterfragt und gewichtet.
        So sehr ich Anwälte nicht leiden kann (oder auch Führugswasserköpfe), LLMs werden hier diese nicht abschaffen - eher noch wir AI von diesen eingesetzt, um ihren Status zu untermauern.

        Ich denke, viele überschätzen derzeit auch die direkten praktischen Nutzen.
        "Möglichkeiten", "Potential" hat Technik immer viel! Es ist aber an uns, es sinnvoll zum wohl der Menschen eiinzusetzen ... oder auch nicht.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Darknesss
        Als dedizierte GPU imho mit Sicherheit nicht.

        Die IGP´s dürften aber den unteren Bereich gut abdecken. Ist ja aktuell schon ziemlich beachtlich, was z.b. ein 5700G leistet.
        Solange die 2 nicht Fuß fassen im AI Bereich müssen sie das bestellte Waferkontingent verscherbeln. Könnte mein PC SAM/ReBar, hätte ich für die gestorbene 1060 meiner Frau aktuell eine Intel gekauft, die sind bezüglich Preis/Leistung aktell unschlagbar. Aber selbst Intel nimmt die Preiserhöhungen natürlich gerne mit.
        Und eine iGPU ist schön und gut, aber ich kann diese oft nicht einfach nachrüsten, eine GPU schon.

        Intel wird stets versuchen ihre Fabs voll auszulasten. Es kann also mal sein, dass sie auch selbst GPUs/AI Chips produzieren und bevor das Werk nicht ausgelastet ist/steht, produziert man auch billigchips due man verkaufen kann
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk