Innosilicon Fantasy: Neue PCI-Express-4.0-Grafikkarten für Datencenter setzen auf GPUs von Imagination Technologies
Ein neuer Markteilnehmer will ein Stück vom lukrativen Datencenter-Küchen abhaben. Mit der Fantasy-Reihe wagt Innosilicon den Vorstoß. Dabei bedient sich das chinesische Unternehmen den GPUs von Imagination Technologies.
Das chinesische Unternehmen Innosilicon, bislang vornehmlich unter anderem für die Herstellung von Hardware zum Krypto-Mining bekannt, steigt in das Grafikkarten-Geschäft ein. Der Desktop-Markt wird dabei jedoch außen vorgelassen und vornehmlich der Data-Center-Bereich angesprochen. Die notwendige Expertise beim GPU-Design wird indessen eingekauft. Mit einer Lizenz der IMG B-Series BXT von Imagination Technologies, dessen bislang größter Lizenznehmer auf den Namen Apple hört, soll auf anderen Pfaden gewandelt werden, als es bei der Konkurrenz der Fall ist.
Statt monolithischer Chips baut die IMG B-Series BXT-Architektur auf einem Chiplet-Design auf. Die genaue Ausgestaltung der unterschiedlichen GPUs gab Imagination Technologies kürzlich im Zuge der Präsentation der IMG B-Series BXT bekannt, zu der die Webseite anandtech.com ausführliche Hintergründe liefert.
Wie die Implementierung bei den kommenden Innosilicon-Grafikkarten aussehen wird, bleibt abzuwarten, denn Details gibt es einhergehend mit der Ankündigung der als "Fantasy" getauften Produktreihe noch nicht. Nimmt man die Angaben von Imagination Technologies zur Vorlage, so ist der Maximalausbau mit der MC4-GPU (vier 32-1024-Chiplets) erreicht, die in der Spitze mit 1,5 GHz arbeiten könne und eine theoretische Rechenleistung von 6 TFLOPs (FP32) erziele. Das ist zwar fernab von der AMD- und Nvidia-Konkurrenz, gehe es um TFLOPs/mm², habe man laut Imagination Technologies jedoch die Nase vorn.
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Einige Spezifikationen gibt Innosilicon zur Fantasy-Reihe jedoch bekannt. Die dedizierte Grafikkarte setzt demnach auf eine Anbindung via PCI-Express 4.0, während 16Gbps GDDR6 als Grafikspeicher dient. Anwendungsgebiete umfassen unter anderem Desktop-Rendering, 5G-Datencenter, Cloud-Gaming, Cloud-Office sowie E-Learning-Angebote, die via der Cloud realisiert werden.
Zur genauen Verfügbarkeit macht Innosilicon derzeit noch keine Angaben, spricht jedoch von einer "baldigen" und auch weltweiten Verfügbarkeit. Ebenso fraglich ist derzeit noch die Preisgestaltung.
So oder so ist das aber eine sehr spannende Entwicklung, sowohl technologisch (Architektur und etwas anderer mGPU Ansatz) als auch hinsichtlich dem weltweiten Markt.