[19/09/2014] Neue Gaming-Grafikkarten von AMD erst Ende des Jahres. Problem oder nicht? Für Nvidia-Aktionäre war Lisa Su’s „end of this year“ sicherlich eine freudige Nachricht. Für alle anderen … . Ich bin es leid. Seit einem halben Jahrzehnt eröffnet Nvidia mit jeder neuen Generation eine neue, noch inakzeptablere Preisklasse und man wartet darauf, dass AMDs Konter es den Grünen mal so richtig zeigt. Oder zumindest die Preise auf ein normales Niveau zieht. Und jedes Mal erscheint der Konter viel später und verfehlt die Spitze, während Nvidia längst mit dem nächsten Upgrade nachlegt. Diesmal also der 2080-Ti-Killer Navi 20 mehr als zwei Jahre nach dem 2080-Ti-Launch und vor vermutlich auch mehrere Monate nach dem Ampere-Start. Im Corona-Jahr war mit deutlichen Preissenkungen sowieso nicht zu rechnen.
Bislang habe ich auf diese Misere mit Provisorien reagiert („nichts hält länger“™): 2016 statt der enttäuschenden Fury oder teuren 980 (Ti) eine gebrauchte, maximal übertaktete 780 Ti, um „die Wartezeit auf [große] 14-16-nm-GPUs zu überbrücken“. Die wich dann 2018 keiner enttäuschenden Vega 64 oder teuren GTX 1080 (Ti), sondern einer gebrauchten 980 Ti (28 nm …) „bis zu [bezahlbaren] Navi/Turing/Ampere mit > 8 GiB“. In der 08/2018 unkte ich aber schon „Wir sprechen uns 2020 wieder …“ – zu Recht. Statt Navi 20 folgt wohl eine weitere gebrauchte Notlösung, diesmal „bis [insert next big thing after Big Navi here] verfügbar ist“. Ob ich mein Ziel wieder verfehle und eine 8-GiB-Karte nehme (2070S? 2080? 5700XT?) oder ob ich die last-Gen-Enthusiast-Serie (1080 Ti) fortsetze, wird wohl vom Gesamtpreis inklusive Wasserkühler abhängen.