Grafikkarten: MSI möchte GPUs mit neuen Konzepten um bis zu 10 Grad Celsius besser kühlen

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Neues Kühlkonzept mit "Dynamic Bimetallic Fins" von MSI
Quelle: Future via PCGamer

Im Rahmen der laufenden Computex demonstrierte MSI zahlreiche neue GPU-Kühlkonzepte, mit deren Hilfe der Hersteller insbesondere zukünftige Highend- und Enthusiasten-Grafikkarten besser kühlen und dabei um bis zu 10 Grad Celsius niedrigere Temperaturen erreichen möchte.

Im Rahmen der diesjährigen Computex 2023, der größten IT-Messe Asiens, in Taipeh, demonstriert MSI zahlreiche neue GPU-Kühlkonzepte, mit deren Hilfe der taiwanische Hersteller insbesondere zukünftige Highend- und Enthusiasten-Grafikkarten nochmals besser kühlen und dabei um bis zu 10 Grad Celsius niedrigere Temperaturen erreichen möchte. Dabei geht es um mehr als nur um die immer größer werdenden Kühlkörper.

MSI demonstriert Kühlkonzepte der Zukunft

Wie die Webseite PCGamer zuerst berichtet hat, stellt MSI an einem seiner Stände auf der Computex 2023 insbesondere neue Kühlkonzepte sowie die darauf basierenden Grafikkartenkühler in den Mittelpunkt. Hierbei hat der Hersteller insbesondere die kommenden Highend-Grafikkarten in den Fokus genommen, die in Sachen der Verlustleistung eine Nvidia Geforce RTX 4090 mit 450W TDP noch einmal "überflügeln" könnten und daher nach neuen Konzepten verlangen.

Dynamic Bimetallic Fins als Lamellen-Sandwich

Das erste neuartige Kühlkonzept hört auf die Bezeichnung "Dynamic Bimetallic Fins" und ist im Wesentlichen ein Lamellen-Sandwich, welches aus zwei Aluminiumblechen und einem Kupferblech besteht. Die kombinierten Lamellen sind am Ende etwa 1 mm dick, was ungefähr 3-4 mal dicker ist als eine normale einzelne Lamelle. Diese neue Mischung der Metalle soll dabei helfen, die Wärme besser abzuleiten und die Temperaturen um 3 Grad Celsius zu reduzieren, so der Hersteller.

Ein neues Kühlkonzept mit 'Dynamic Bimetallic Fins' von MSI Quelle: Future via PCGamer Ein neues Kühlkonzept mit "Dynamic Bimetallic Fins" von MSI Doch damit nicht genug, MSI möchte die "Dynamic Bimetallic Fins" als Teil kommender Kühllösungen mit weiteren neuen Technologien kombinieren und so noch einmal deutlich niedrigere Temperaturen realisieren können.

Arctic Blast als thermoelektrischer Kühler

Ein weiteres neues Konzept hört auf den Namen "Arctic Blast" und stellt einen thermoelektrischen Kühler dar, welcher den Grafikprozessor und den Grafikspeicher bedeckt und die entstehende Abwäre mit Hilfe eines flüssigen Kühlmittels an einen GPU-Kühler oder Radiator weiterleiten soll. MSI sieht hier auch einen Vorteil für besonders kompakte Kühllösungen.

Die Baseplate des thermoelektrischen Kühlers 'Arctic Blast' Quelle: Future via PCGamer Die Baseplate des thermoelektrischen Kühlers "Arctic Blast" Während eine thermoelektrische Kühlung noch einmal bedeutend kostenintensiver in der Herstellung ist, als ein Materialmix, wie er für die "Dynamic Bimetallic Fins" zum Einsatz kommt, soll das neue Verdampferkammer-Konzept des taiwanischen Herstellers bereits weitaus näher an der Sereinreife sein.

MSI DynaVC als "3D Vapour Chamber"

Die potenziell günstigere und zunächst wahrscheinlichere Zukunftsoption stellt die neue 3D-Verdampfkammer ("Vapour Chamber") dar. Der Hersteller nennt dieses Konzept "MSI DynaVC". Dabei handelt es sich im Grunde genommen um eine Kombination aus Vapour Chamber und Heatpipes, welche ohne die sonst erforderlichen Lötarbeiten auskommen soll.

MSI DynaVC als 3D-Verdampferkammer ( Quelle: Future via PCGamer MSI DynaVC als 3D-Verdampferkammer ( Quelle: Future via PCGamer

Außerdem demonstrierte MSI eine neue AiO-Wasserkühlung, welche auf die Bezeichnung FusionChill hört und sich deutlich von aktuellen All-in-One-Lösungen unterscheidet.

MSI FusionChill AiO-Wasserkühler Quelle: Future via PCGamer MSI FusionChill AiO-Wasserkühler Im Wesentlichen handelt es sich bei FushionChill um eine AiO-Wasserkühlung, bei der sich alle Teile - einschließlich des Kühlers, der bei den heutigen Grafikkarten mit einer AiO-Wasserkühlung normalerweise über Schläuche angeschlossen ist - innerhalb des Grafikkartengehäuses befinden. Damit sollen sich besonders kompakte Grafikkarten mit Flüssigkeitskühlung realisieren lassen. Gegenüber der Redaktion von PCGamer sagte MSI, dass mehrere der neuen Konzpete kombiniert und so um bis zu 10 Grad Celsius reduzierte Temperaturen erzielt werden sollen.

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Quelle: MSI via PCGamer

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Jaffech BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Und leider ist das ab 200 W und 60 Fps mittlerweile überwiegend der Fall, jenseits von 300 und 140 Fps praktisch unvermeidbar. Ich selbst habe mein System auf max. 120 Fps gelockt, um die 2080 Ti nicht zu störend werden zu lassen.
        Seit ich meine 4090 auf Wakü umgebaut habe, höre ich meine Spulen auch. In Furmark bei 300W ist alles leise. Bei 450W hört man es wenn ich die Lüfter an den Radis aus mache und alles still ist. Bei 600W Gefühlt wie ein Düsenjet.
        Unter Luft war der Kühler bei 600W allerdings lauter. Tuf 4090
      • Von Jaffech BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Und leider ist das ab 200 W und 60 Fps mittlerweile überwiegend der Fall, jenseits von 300 und 140 Fps praktisch unvermeidbar. Ich selbst habe mein System auf max. 120 Fps gelockt, um die 2080 Ti nicht zu störend werden zu lassen.
        Seit ich meine 4090 auf Wakü umgebaut habe, höre ich meine Spulen auch. In Furmark bei 300W ist alles leise. Bei 450W hört man es wenn ich die Lüfter an den Radis aus mache und alles still ist. Bei 600W Gefühlt wie ein Düsenjet.
        Unter Luft war der Kühler bei 600W allerdings lauter. Tuf 4090
      • Von MajorTom69 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        gelöscht
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von ToZo1
        Wieso werde ich bezüglich der Langlebigkeit bloß nervös, wenn ich "ein Lamellen-Sandwich, welches aus zwei Aluminiumblechen und einem Kupferblech besteht ... neue Mischung der Metalle" lese?

        Imo reicht die normale Luftfeuchtigkeit aus, um für einen maximal schnellen Korrosionseffekt zu sorgen, wenn man Alu und Kupfer zusammenklemmt. So kriegt man eben auch eine flotte Obsoleszenz hin...
        Luftkühler in Kufer-Aluminium-Mischbauweise sind seit der Jahrtausendwende üblich und weit verbreitet. Mit Ausnahme der allerbilligsten Boxed-Modelle (die größeren sind bereits ausgenommen) und einiger weniger Vollkupfer-Exoten wird seit bald 20 Jahren ausschließlich so gefertigt und es gab nie Probleme. MSIs Innovation besteht nur darin, neben der Bodenplatte und den Heatpipes auch bis in die Lamellen hinein Kupfer einzusetzen, was bislang aus Preis- und Gewichtsgründen vermieden wurde.

        Zitat von x-pert1
        Hi Maasl, Spulenfiepen ist nervigf, da sind wir uns alle einig.

        Mit meiner Vega 64 hatte ich auch extremes spulenfiepen in Furmark , aber auch in manchen anspruchsvollen Games.
        Die Lösung bei mir: Ein Qualitativ ganz gutes Netzteil (hatte mir damals das NZXT C850 geholt) und das fiepen war dahin. Bei mir lag es am Netzteil. Hatte das problem Jahrelang mit z.B. (R9 380, GTX 1060 6GB)
        Spiele aktuell noch immer auf meiner Vega, aber absolut kein Spulenfiepen mehr warnehmbar.

        Hier gibt es auch schöne Infos zu Spulenfiepen:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Liebe Grüße
        Hat bei dir tatsächlich die Grafikkarte gefiept? Es gibt natürlich auch Spulenfiepen in Netzteilen und logischerweise hilft da ein Austausch desselbigen. Aber das ein ruhig bleibendes Netzeil Störgeräusche in einer Grafikkarte induzieren soll, höre ich gerade zum ersten Mal. Nun benutzen wir in der Redaktion eher selten Billigprodukte, sodass ich nicht für alle Marktbereich sprechen kann. Aber wenn die Grafikkarte rasselt, dann liegt es in aller Regel an der Grafikkarte. Und leider ist das ab 200 W und 60 Fps mittlerweile überwiegend der Fall, jenseits von 300 und 140 Fps praktisch unvermeidbar. Ich selbst habe mein System auf max. 120 Fps gelockt, um die 2080 Ti nicht zu störend werden zu lassen.
      • Von Maasl Freizeitschrauber(in)
        Zitat von x-pert1
        Hi Maasl, Spulenfiepen ist nervigf, da sind wir uns alle einig.

        Mit meiner Vega 64 hatte ich auch extremes spulenfiepen in Furmark , aber auch in manchen anspruchsvollen Games.
        Die Lösung bei mir: Ein Qualitativ ganz gutes Netzteil (hatte mir damals das NZXT C850 geholt) und das fiepen war dahin. Bei mir lag es am Netzteil. Hatte das problem Jahrelang mit z.B. (R9 380, GTX 1060 6GB)
        Spiele aktuell noch immer auf meiner Vega, aber absolut kein Spulenfiepen mehr warnehmbar.

        Hier gibt es auch schöne Infos zu Spulenfiepen:

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        Liebe Grüße
        Ok. Danke für die Info
      • Von x-pert1 Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von Maasl
        Wüsste nicht, dass ein Netzteil Spulenfiepen verursacht. Alle Grafikkarten haben Spulenfiepen und je mehr FPS man hat, desto deutlicher kann man es wahrnehmen. Mittlerweile haben ja sogar Konsolen wegen scheinbar minderwertiger Bauteile Spulenfiepen. Meistens hört man es allerdings nicht, da es so leise ist, dass es jenseits der Wahrnehmbarkeit ist. Vielleicht haben hier viele ihren PC ja direkt neben den Ohren stehen...
        Hi Maasl, Spulenfiepen ist nervigf, da sind wir uns alle einig.

        Mit meiner Vega 64 hatte ich auch extremes spulenfiepen in Furmark , aber auch in manchen anspruchsvollen Games.
        Die Lösung bei mir: Ein Qualitativ ganz gutes Netzteil (hatte mir damals das NZXT C850 geholt) und das fiepen war dahin. Bei mir lag es am Netzteil. Hatte das problem Jahrelang mit z.B. (R9 380, GTX 1060 6GB)
        Spiele aktuell noch immer auf meiner Vega, aber absolut kein Spulenfiepen mehr warnehmbar.

        Hier gibt es auch schöne Infos zu Spulenfiepen:

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        Liebe Grüße
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