Intel plant offenbar Entwicklung einer Low-Power-GPU-Architektur
Wie einer Stellenausschreibung der Firma Intel zu entnehmen, bereitet der Technologiekonzern die Einrichtung eines GPU-Entwicklungszentrums in Großbritannien vor. Gesucht wird nach Senior Hardware-Design-Ingenieuren zur Entwicklung einer energieeffizienten Grafikkarten-Architektur für mobile Computergeräte.
Intel befindet sich in den Vorbereitungen zur Einrichtung eines Forschungs- und Entwicklungszentrum für Intel-GPUs in Großbritannien. Dies ist einer Stellenausschreibung auf der Intel-Homepage zu entnehmen. Das Unternehmen sucht nach Senior Hardware-Design-Ingenieuren, die ein Team zur Entwicklung einer stromsparenden Grafikkarten-Architektur für mobile Computergeräte verstärken sollen. Laut der Anzeige baue Intel ein brandneues Team in Großbritannien auf, das sich auf führende Low-Power-GPU-Architekturen und -Designs konzentrieren wird, "um die nächste Generation von tragbaren Computern zu ermöglichen."
Gezielte Standortwahl
Besagtes Zentrum wird in Swindon angesiedelt sein, etwa 187 Kilometer von Cambridge und 114 Kilometer von London entfernt. Cambridge ist das größte Technologiezentrum des Vereinigten Königreichs. Der Standort lässt Spekulationen darüber zu, dass Intel versuchen könnte, konkurrierenden Unternehmen Ingenieure abzuwerben - dazu zählen ARM (Cambridge) und Imagination Technologies (Kings Langley). Derzeit trifft sich Intel mit den genannten Firmen, die sich beide auf die Entwicklung von Low-Power-GPU-Architekturen konzentrieren. Die von ARM und Imagination entwickelten GPU-Blöcke finden Anwendung bei Unternehmen wie Apple, MediaTek, Renesas Electronics und Samsung.
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2017 hatte Intel den Chipentwickler und Manager Raja Koduri eingestellt; dort ist er seither als Chefarchitekt für die Grafiksparte "Core and Visual Computing" zuständig. Auch stellte Intel einige ehemalige AMD-Experten im Unternehmen ein, darunter Vineet Goel, der im September 2021 zum ebenfalls kalifornischen AMD-Konkurrenten wechselte.
Quelle: via Video Cardz

Und die Entwicklung bringt natürlich sehr viel und hier ist klar was Intel will. Der mobilen CPU-Power sind sinnvolle Grenzen gesetzt, denn (so gut wie) keiner braucht einen 48-Kerner im Laptop aber Grafikleistung (und auch GPGPU-Compute-Leistung) ist durchaus noch mit einigem Puffer nach oben hin ausbaufähig und wenn die GPUs hier wachsen sollen, müssen die effizienter werden und sich eher an mobilen Designs aus dem ARM-Lager orientieren als an AMD oder nVidia. Will man also gegen Apple, Qualcomm, Samsung und andere *) langfristig gewappnet sein, braucht es hier eine angepasste GPU-IP.
*) Und die werden natürlich nicht müde immer wieder zu versuchen Marktanteile im mobilen x86-Segment zu ergattern. Spätestens wenn Micrsoft sein Windows vollumfänglich ARM-tauglich machen würde, würde hier ein Damm brechen und auch von Microsoft weiß man, dass die an eigenen ARM-Designs sitzen (nicht etwa fertige Produkte, sondern selbstentwickelte ARM-Chips). Sollten die hier mal einen Durchbruch erzielen, würden die natürliche ihre Windows-on-ARM-Bemühungen erst recht forcieren, entsprechend wird Intel hier natürlich bestrebt sein am Ball zu bleiben oder gar aufzuholen im Vergleich zu den Top-ARM-Designs.
Microsoft wird sicherlich nicht zusehen wie ihr Absatzmarkt im Wachstum gehemmt wird, indem Topprodukte nur noch auf ARM und damit Android oder iOS laufen und wenn Intel (oder AMD) hier nichts konkurrenzfähiges liefern kann (mittelfristig) wird Microsoft halt versuchen das selbst in die Hand zu nehmen.
**) Beispielsweise Imagination Technologies' B- oder C-Series dürfte in einer Perf/Watt-Betrachtung sämtliche AMD/nVidia-Designs deutlich schlagen und die C-Series untersützt ebenso HW-beschleunigtes Raytracing. Hier können alle drei PC-Player wohl froh sein, dass man bei IT nocht nicht die Ressourcen für eine entsprechende Skalierung und die Einführung auf dem PC-Markt hat. (Wobei in Asien gibt es bereits eine Entry-Level-Karte mit deren B-Series und man erwägt gerade bei IT die Adaption von DirectX als GrafikAPI; aktuell beschränkt man sich auf OpenGL und Vulkan.)
Apple sitzt auch an einer eigenen Entwicklung, die dann zum entgültigen Rauswurf der restlichen AMD-Hardware bei denen führen dürfte. Auch hier darf man gespannt sein, was sie da entwickeln, denn auch hier darf man ebenso spekulieren, dass bspw. modernste Features wie Raytracing absehbar nicht fehlen werden.
Ansonsten bin ich mir gar nicht so sicher, was die Entwicklung einer solchen Architektur bringen soll. Meines Erachtens nach haben wir mit NV und AMD durchaus effiziente Architekturen (wobei AMD hier leicht vorne liegen dürfte) am Start die auch im mobilen Sektor funktionieren. Wenn man die beiden Archs einfach mal drosselt und intelligent einsetzt, sind die Effizienzwerte schon recht ordentlich. Selbst eine 6900XT (bestimmt auch eine 3080Ti) kann recht effizient werden, wenn man mal selbst Hand anlegt und wenn man neben reinem UV auch die Taktraten drosselt, dann sind enorme Sprünge möglich, ohne das die Leistung einbricht.
Für den ultramobilen Sektor (Tablet, Smartphone, etc.) sind doch auch Techniken da, Mali, PowerVR, Apple und Adreno sind da die Entwicklungen.
Interessant wäre es die vier Architekturen mal mit den Desktop Pendants zu vergleichen, am besten wäre natürlich dabei, die maximale Leistung der ARM (ich fasse die ultramobilen mal unter dem Pseudonym zusammen) Chips zu nehmen, 30% abzuziehen und das Ganze dann mit den Desktop Pendants bei einheitlicher Leistung zu vergleichen. Würde mich fast nicht wundern, wenn dabei Überaschungen rauskommen würden,. Power VR (chiplet?) schafft wohl schon irgendwas um die 6TF, eine 6500XT liegt da sogar knapp drunter (5,77TF).
Wenn wir uns politisch gewollt vom Fortschritt abkoppeln wollen, müssen wir uns nicht wundern, wenn wir hier in absehbarer Zeit wieder einen vermeintlichen und schwurbeligen Heilsbringer an der Spitze des Staates haben werden ...
Genau da geht die Reise hin.
Leute, beruhigt euch wieder, alles wird gut. Deutschland geht es gut.
Immerhin haben wir die mit Abstand exklusivsten (teuersten) Strompreise dieses Planeten, eine Verwaltung, die mit den aktuellen Aufgaben inzwischen völlig überfordert ist (Tesla, Flughafen Berlin etc.) ... aber auch unterbezahlte Spitzenwissenschaftler (Helmholtz Zentrum, Max-Plank Institut usw.) , selbst auf diesem Sektor, denen angesichts ihres Umfelds häufig nichts anderes übrig bleibt, als letztlich "auszuwandern", mindestens zeitweise.
Per Saldo eine teure dilettantische Politik, die wir mit unseren Steuern auch noch bezahlen