Geforce GTX 690 enthüllt: Spezifikationen, Bilder und offizielle Benchmarks im Überblick
Vor wenigen Stunden enthüllte Nvidia sein neues Doppel-GPU-Flaggschiff Geforce GTX 690. Wie erwartet fährt der Pixelbeschleuniger ganze zwei Kepler-GPUs der Gattung GK104 auf - beim Takt gibt es aber kleine Abstriche.
Was schon länger vermutet und auch angedeutet wurde, ist nun offiziell. Vor wenigen Stunden hat Nvidia sein neues Dual-GPU-Flaggschiff Geforce GTX 690 vorgestellt. Dual-GPU heißt in dem Fall, dass Nvidia nichts Geringeres als zwei GK104-Rechenherzen verbaut. Mit jeweils 1.536 Shadereinheiten sind die Chips mit dem der Geforce GTX 680 identisch, takten jedoch - und das hatte mancher angesichts des Energiepotenzial wohl anders vermutet - geringer. So kommen den Chips "nur" 915 MHz statt 1.006 MHz zugute (1.019 MHz per Boost) - der Speichertakt ist mit 3.000 MHz jedoch gleichauf mit der Single-GPU-Schwester. Bei einer TDP von 300 Watt passt die GTX 690 im Vergleich zur Geforce GTX 590 noch in die offiziellen PCI-Express-Spezifikationen - mit den beiden 8-Pin-Anschlüssen und dem über den Steckplatz fließenden Strom sind theoretisch aber bis zu 375 Watt Leistungsaufnahme möglich.
Wenig Laufruhe verheißt der auf bis zu 3.000 Umdrehungen rotierende Axiallüfter des neuen Dual-GPU-Flaggschiffes. Nvidia jedoch spricht von einem flüsterleisen Modell und schreibt seinem Dual Vapor Chamber-System eine hohe Effizienz zu. Optisch bietet Nvidia dieses Mal mehr als ein trist gestaltetes Referenzdesign. Der Rahmen des Kühlers besteht zu einem gewissen Teil aus verchromten Aluminium. Ein grün beleuchteter Geforce-Schriftzug sowie ein Sichtfenster über den Kühllamellen werten das Doppel-GPU-Monster optisch weiter auf. Das zentrale Lüfter-Gehäuse sei laut Nvidia im Spritzguss-Verfahren aus einer Magnesium-Legierung hergestellt. Derartige Materialien kämen auch in der Automobil- und Luftfahrtindustrie zum Einsatz, wo sie für ihre Wärmeabfuhr und akustischen Dämpfungseigenschaften bekannt seien. Auf der Anschlusseite gibt es dreimal DVI und ein Mini-Displayport in der Version 1.2.
Ist es bei Dual-GPU-Karten oft üblich, dass die Performance spürbar unter der zweier einzelner Karten gleicher Gattung liegt, nimmt sich der Unterschied bei der Geforce GTX 690 laut Nvidia sehr gering aus. Offizielle Benchmarks aus eigenem Hause bescheinigen der Karte jedenfalls ein Leistungsplus von gut 75 Prozent im Mittel im Vergleich zu einer einzelnen Geforce GTX 680. Enthusiasten können mit der Grafikkarte ab dem 3. Mai in kleineren Stückzahlen rechnen, wohingegen schon am 7. Mai mit einer breiteren Verfügbarkeit zu rechnen sei. Der Listenpreis der GTX 690 beträgt jedoch stolze 999 US-Dollar - laut PCGH-Preisvergleich führen deutsche Händler den Grafikboliden bisher nicht.
Quelle: Nvidia

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