Galax/KFA2: Palit widerspricht Aus-Gerücht und übernimmt Markenführung zentral
Nach Berichten über ein mögliches Ende von Galax/KFA2 stellt Galax klar: Die Marke bleibt aktiv. Palit bündelt die Verwaltung von Galax, KFA2 und HOF künftig direkt in der Konzernzentrale.
Um die Grafikkartenmarken Galax und KFA2 gibt es Verwirrung: WCCFTech berichtete zunächst, Galax werde nach rund 30 Jahren das PC-Geschäft verlassen und Palit übernehme Geschäftsbetrieb sowie den RMA-Support. Der Bericht bezog sich auf eine Mitteilung an Kunden, wonach Palit die vollständige Kontrolle über die Galax-Marke übernehme und sämtliche Aktivitäten künftig über offizielle Palit-Kanäle laufen sollen. Auch 3DCenter griff die Meldung auf und verweist auf KFA2 als den in Europa genutzten Markennamen von Galax.
Inzwischen gibt es jedoch eine offizielle Klarstellung von Galax selbst: In einer am 29. April 2026 veröffentlichten Stellungnahme widerspricht das Unternehmen Berichten, wonach Galax den Grafikkartenmarkt verlasse. Wörtlich stellt Galax klar, der Betrieb werde nicht eingestellt; Entwicklung, Produktion und Support für die eigenen Hardware-Produkte würden fortgesetzt. Damit ist die ursprüngliche Ausstiegsdarstellung als widerlegt beziehungsweise mindestens überholt zu behandeln.
Palit führt Galax, KFA2 und HOF zentral weiter
Laut Galax ist die aktuelle Umstellung und vollständige Kontrollenübernahme durch Palit Teil einer internen Neuorganisation innerhalb der Palit Group. Galax bezeichnet sich in der Stellungnahme als Mitglied der Palit Group seit 2007. Die internationalen Marken Galax, KFA2 und HOF würden künftig direkt von der Palit Group beziehungsweise der Konzernzentrale verwaltet. Ziel sei demnach eine einheitlichere Markenführung; die Marken sollen nicht verschwinden. Besonders die HOF-Serie ist für Galax/KFA2 seit Jahren ein wichtiges Aushängeschild im Enthusiastenbereich.
Zwischen den Zeilen klingt das nach einer Unternehmensstraffung und stärkeren Nutzung von Synergieeffekten (entspricht Kostensenkungen) in einem ohnehin angespannten globalen Markt, der derzeit gleich gegen mehrere Widrigkeiten kämpft. Wo Rauch ist, ist oft auch Feuer, aber ein Aus der Marken Galax und KFA2 als Konsolidierung scheint wohl vorerst vom Tisch zu sein.
Vor allem in Supportfragen relevant
Für Kunden ist vor allem der Support-Aspekt relevant. WCCFTech hatte berichtet, dass Palit sämtliche Verpflichtungen rund um die Marke übernehme und Kunden sich bei Support- oder Servicefällen direkt an Palit wenden sollten. Generell gilt für Support-Fälle in diesem Bereich ohnehin meist, dass sie innerhalb der Garantiezeit über den Händler abzuwickeln sind. Erst danach tritt der Hersteller oder dessen Distributor ein - die Bedingungen variieren aber von Land zu Land.
Für den Moment bleibt damit festzuhalten: Die Meldung über ein Ende von Galax/KFA2 basierte auf Berichten über eine interne Umstellung und eine Übernahme der operativen Kontrolle durch Palit. Offiziell erklärt Galax aber, dass die Marken nicht eingestellt werden. Gesichert ist in jedem Fall die zentrale Verwaltung durch Palit in Support-Fällen ab Ende April. Die globale Marktlage bleibt derweil auf vielen Ebenen angespannt und es könnte durchaus sein, dass in den kommenden Monaten doch noch Anbieter Fett trimmen müssen. EVGA hatte es einst auch recht schnell aus dem Markt gedrängt.
Quellen: WCCFTech, Galax Brazil, Galax Global

„Strategic Evolution of Management” steht für Massenentlassung
„Enhanced operational efficiency” steht für Personalabbau
„Centralized at the Palit Group headquarters” steht für den Verlust dezentraler Markenautonomie.
„Pre-planned global initiative” steht im Widerspruch zum chaotisch geleaktes RMA-Kundenschreiben
„Strengthen Global Presence” widerspricht der Fokussierung auf Asien
Jeder Begriff übersetzt einen substantiell negativen Vorgang in sein semantisches Gegenteil, aber ohne den Vorgang selbst zu bestreiten. Man muss Statements schon richtig lesen, das ist wie ein Arbeitszeugnis mit wohlklingenden Umschreibungen der Niedertracht.
Und sorry, aber „Looking Toward the Next Generation” und „we are just getting started” sind klassische PR-Bubbles, indem man auf die Zukunft verweist, die eh keiner kennt oder widerlegen kann.