Der Grafikkarten-Markt wird kleiner, AMD gewinnt Anteile hinzu
Während der Desktop-Markt kleiner wird, legt AMD dank den APUs sowie mobilen Lösungen im gesamten Grafikchip-Bereich zu. Intel verliert im Gegenzug Anteile und auch Nvidia muss Federn lassen - liegt aber zumindest bei reinen Grafikkarten noch weit vor AMD.
Das Jon Peddie Research legt die Zahlen für das zweite Quartal 2012 vor. Was den kompletten Markt anbelangt (dedizierte Desktop-Grafikkarten, Prozessoren mit iGPUs sowie mobile Grafikkarten) dominiert wie gehabt Intel mit einem Anteil von 58,8 Prozent - was immerhin 1,3 Prozent weniger sind als noch im letzten Quartal. Nvidia verliert ebenfalls an Anteilen und spielt mit rund 15 Prozent mit Abstand die dritte Geige, einzig AMD kann sich minimal verbessern - dies ist den APUs geschuldet, welche mittlerweile in vielfältiger Form am Markt vertreten sind (A-, E-, C-, G-, R- und Z-Serie).
Im Bereich der dedizierten Desktop-Grafikkarten wiederum hat Intel rein gar nichts zu melden und Nvidia dominiert mit 61,9 Prozent - musste allerdings etwas einbüßen. AMD hingegen legt leicht auf 37,8 Prozent zu, der Grund dürfte in der kompletten "Graphics Core Next"-Reihe zu suchen sein. Nichtsdestotrotz steht Nvidia im OEM-Segment seit jeher besser da und wird daher die Führungsposition so schnell nicht aus der Hand geben. Angesichts von einem Rückgang von satten 16 Prozent aller ausgelieferten Desktop-Grafikkarten im Vergleich zu letztem Jahr sind AMDs APUs sowie Nvidia Tegra-Ambitionen sehr wichtig.
Quelle: Jon Peddie Research #1, Jon Peddie Research #2

Es ist auch ein Teufelskreis. Je kleiner die Leistungssprünge werden, desto kleiner auch die Anforderungssprünge der Anwendungen. Man hat ja fast das gefühl seit Crysis1 hat sich kaum noch was grafisch getan.
Grafikeinheiten in Ihren APU´s, sodaß für den Nichtgamer die Frage nach einer Grafikkarte erübrigt.
Auch Intel ist mit der aktuellen Ivy Serie für alltägliches schnell genug.
Die Frage ist nur wie geht das weiter? Eventuell ist genau das der Weg den AMD eingeschlagen hat, ein
Gesamtpaket zu schnüren das eben 80% aller Anwender mit hinreichenden Leistungwerten bei geringem
Kostenaufwand zufrieden stellt und nicht die Jagd nach einem unerreichbaren Konkurrenten. Klassische
Grafikkarten werden wir mittelfristig vermutlich mit weniger Modellen und zunehmend im oberen
Leistungssegment sehen.
Je nachdem wo die Reise hingeht könnte ich mir auch vorstellen, das Hersteller wie AMD das Thema APU
auch auf den Gamersektor ausdehnen und nochmals deutlich stärkere Grafikeinheiten gepaart mit
einer hohen Anzahl an CPU Modulen kombiniert. Dazu bedarf es aber der Spieleindustrie, Ihre Titel
müssten dann noch stärker multithreaded ausgelegt sein damit AMD mit seiner schwächelnden
singlethread CPU Leistung davon auch wirklich profitieren könnte.
Auch Intel geht ja einen ähnlichen Weg und versucht die Grafikleistung Ihrer Kerne deutlich zu verbessern.
Wenn man kein Benchmark-Läufer oder BF3-Fetischist ist, lohnt eine neue Grafikkarte 0,00.
Das Geschäft wird wohl weiter zurück gehen in den nächsten Jahren.
Technisch könnten die Anforderungen damit zwar wieder etwas ansteigen, aber ob der Desktop-GPU Markt dadurch wachsen wird ist wieder eine andere Frage. Vielleicht wechseln auch viele zur Next-Gen Konsole, da diese wieder mit Einfachheit und vielen exklusiven Titeln locken wird.