RTX 5090 und RX 9070 XT: PCGH-User geben immer mehr für Grafikkarten aus

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RTX 5090 und RX 9070 XT: PCGH-User geben immer mehr für Grafikkarten aus
Quelle: PCGH

Die Ausgaben für Grafikkarten steigen immer schneller an - das zeigt die Auswertung einer neuen Umfrage unter PCGH-Usern, die noch vor dem Launch von RTX 50 und RX 9070 stattgefunden hat.

Schon vor dem großen Grafikkarten-Battle zwischen Nvidia (Geforce RTX 5090, 5080, 5070 Ti, 5070) und AMD (Radeon RX 9070 XT, 9070) fragten wir die PCGH-Community, wie viel Geld sie für Grafikkarten ausgibt. Seit 2013 kennt die Entwicklung nur eine Richtung, und da macht auch die aktuelle Umfrage keine Ausnahme.

Die Ausgaben steigen weiter

Blickt man mehr als zehn Jahre zurück in die 2013er-Umfrage, so zeigt sich bei der Frage, wie viel Geld die PCGH-User für Grafikkarten ausgeben, ein komplett anderes Bild als 2025. So gab es 2013 bis zur Kategorie von 300 Euro allein acht Preiskategorien, auch Grafikkarten für unter 50 Euro. 2013 gaben 49 Prozent, also fast die Hälfte der Teilnehmer, an, dass sie bis zu 300 Euro für eine Grafikkarte ausgeben. 2021, also nur acht Jahre später, lag der Anteil nur noch bei 10 Prozent. Die Situation war 2024 noch "schlimmer": Nur noch 5,3 Prozent der Teilnehmer agieren in diesem Preisbereich. Mangels Angebot sind es 2025 sogar nur noch 4,2 Prozent.

Ausgaben für Grafikkarten
2013: Ausgaben für Grafikkarten
2013: Ausgaben für Grafikkarten 2021: Ausgaben für Grafikkarten 2024: Ausgaben für Grafikkarten 2025: Ausgaben für Grafikkarten

Wechseln wir den Preisbereich: 2013 gaben 77 Prozent der Umfrageteilnehmer an, bis zu 450 Euro für ihre Grafikkarte hingeblättert zu haben. In diesem Preisbereich gab es 2021 nur eine Minderheit von gut einem Drittel, 2024 und 2025 wurde die 20-Prozent-Marke unterschritten. Die teuerste Kategorie 2013 war "mehr als 550 Euro", nicht einmal sieben Prozent der Teilnehmer machten hier ihr Kreuz. Schon 2021 lagen die Ausgaben mehrheitlich über dieser Marke, die teuerste Kategorie war "mehr als 1.600 Euro". Diese Gruppe war mit knapp 8 Prozent schon relativ groß und ist dank der Geforce RTX 4090 seitdem deutlich gewachsen. Die mit Abstand größte Gruppe (17,1 Prozent) gab 2024 mehr als 1.750 Euro aus, 2025 geben 20,7 Prozent der Teilnehmer mehr als 2.000 Euro aus.

Insgesamt betrachtet lag die "goldene Mitte" 2013 noch bei 300 Euro, 2021 dann bei 600 Euro (+100 Prozent), 2024 lag die 50-Prozent-Marke schon bei 900 Euro (+200 Prozent zu 2013) und 2025 kratzt sie an der Tausendermarke. Die Frage dürfte angesichts schlecht und teuer verfügbarer Grafikkarten sein, wie die Lage am Ende des Jahres aussieht. "Offiziell" sprengt nur die Geforce RTX 5090 den Rahmen von 2.000 Euro, allerdings sind viele der neuen Karten noch komplett überteuert, sodass einige Custom-Karten mit RTX 5080 über 2.000 Euro liegen. AMD setzt mit RX 9070 (XT) bisher nur Karten unter 1.000 Euro dagegen. Es bleibt spannend.

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    • Kommentare (55)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von _noid_ PC-Selbstbauer(in)
        Ich gehe davon aus, dass sich der Grafikkartenmarkt weiter spezialisieren wird. Ich selbst habe eine 3070 LHR (Lite Hash Rate) die rauskam als alle so Banane wegen dem Mining von Bitcoins und Etherium waren. Eine Spezialisierung, bei der insbesondere Nvidia sich fragen muss, wie viel Spezialkerne überhaupt für den Spielerbereich nötig sind. Dann können sie ihr Portfolio überhaupt mal diversifizieren und müssen nicht nur den "5090-Prozessabfall" als teuere Gaben auf den Markt bringen.

        Dazu muss aber erst mal der KI Hype überwunden werden - was sich mit Ausblick auf alternative Rendermethoden leicht sagen lässt. Denn solange das noch keine Perspektive hat, werden diese teueren, überzüchteten Alleskönner-Chips an Leute verkauft, die eigentlich nur schön spielen wollen.
      • Von _noid_ PC-Selbstbauer(in)
        Ich gehe davon aus, dass sich der Grafikkartenmarkt weiter spezialisieren wird. Ich selbst habe eine 3070 LHR (Lite Hash Rate) die rauskam als alle so Banane wegen dem Mining von Bitcoins und Etherium waren. Eine Spezialisierung, bei der insbesondere Nvidia sich fragen muss, wie viel Spezialkerne überhaupt für den Spielerbereich nötig sind. Dann können sie ihr Portfolio überhaupt mal diversifizieren und müssen nicht nur den "5090-Prozessabfall" als teuere Gaben auf den Markt bringen.

        Dazu muss aber erst mal der KI Hype überwunden werden - was sich mit Ausblick auf alternative Rendermethoden leicht sagen lässt. Denn solange das noch keine Perspektive hat, werden diese teueren, überzüchteten Alleskönner-Chips an Leute verkauft, die eigentlich nur schön spielen wollen.
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Zitat von Sidewinder
        Ja ja, ich hatte auch kurzzeitig einen Celeron 500, da das P/L hochgelobt wurde.
        Für Spiele in Ordnung, aber es hatte immer eine ganze Nach gedauert einen Film in das DivX Format umzuwandeln...ähm als Sicherheitskopie selbstverständlich
        Ich hatte danach noch den (ersten) Duron, einen mit 650Mhz. Der war ähnlich gut. Letztlich ging das aber nicht lange, bis sowohl Intel als auch AMD die Dinger massiv abgespeckt hatten. Dann waren die Dinger nicht nur low cost -- sondern auch low performance. Irgendwann hatten sie wohl gemerkt, dass sie sich damit nur Konkurrenz im jeweils eigenen Hause machten.

        So viele Film- äh, Sicherheitskopie-Enthusiasten gabs dann wohl nicht.
      • Von Waylinkin Software-Overclocker(in)
        Zitat von ameisenmann
        Man muss auch sehen, dass sich bei PCGH Enthusiasten herum treiben und viele "Alt-Zocker", die nun einfach auch gut verdienen und Erspartes haben. Da ist die Zahlungsbereitschaft auch höher.
        Gleichzeitig sind wir auch immer verwöhnter und anspruchsvoller.
        Als Teenager wollte ich einfach nur, dass es flüssig läuft und ok aussieht. Zur Not bin ich mit der Auflösunf runter gegangen.
        Heute muss alles auf Ultra stehen und in WQHD will ich nie weniger als 60 FPS sehen. Und ich plane auf die nächsten 3-5 Jahre mit meiner GPU.
        Naja, früher hatte man Röhrenmonitore, da konnte man auch andere Auflösungen einstellen und hatte trotzdem ein vernünftiges Bild.
        Mit den heutigen Monitoren bist Du auf der nativen Auflösung festgenagelt, weil alles darunter nur Matsch ist.
      • Von Sidewinder Software-Overclocker(in)
        Zitat von Svenc
        Die Kombo Celeron 400A (Pentium2-Performance zum Budgetpreis, heute unvorstellbar) + Voodoo 3 2000 war vielleicht das beste Bang-for-the-buck-Ding, das ich je besaß.
        Ja ja, ich hatte auch kurzzeitig einen Celeron 500, da das P/L hochgelobt wurde.
        Für Spiele in Ordnung, aber es hatte immer eine ganze Nach gedauert einen Film in das DivX Format umzuwandeln...ähm als Sicherheitskopie selbstverständlich
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Zitat von Sidewinder
        Das ist der Vorteil des Hardware-Messie-Syndroms - alles was nicht im Freundes- und Familienkreis weiter gewandert ist liegt bei mir im Keller herum
        Ich werde die Kombo demnächst in einem Retro PC verarbeiten

        Nichtz ganz richtig - erst die Voodoo 3 3000 war auf dem Niveau eines Voodoo 2 SLI Systems.
        Die Karte kam 1 Jahr später und hat 400€ DM gekostet.
        Ich habe hier mal in der PCG 05/1999 geblättert, [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] du bist auch zu sehen

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Geil, Retromags! Der Test zeigt eigentlch genauso, dass die V3 3000 SCHNELLER als das SLI-System war. Genau wie der von mir verlinkte Test. Zwar nicht viel -- aber mehr als ein paar Mhz Taktfrequenz lagen damals zwischen Einstiegsklasse, Mittelklasse und High-End trotz spürbarer Preisunterschiede noch nicht (okay, die 3500er V3 hatte noch TV-Out und Gedöns). Unterschied zwischen Voodoo 3 2000 und 3000: satte 23(Mhz) Chip- und Ram-Takt, die 2000er taktete mit 143, die 3000er mit 166 -- mehr war nicht relevant für Gamer. Zusätzlich brauchte man ja auch gar keine 2D-Karte mehr.

        Die Kombo Celeron 400A (Pentium2-Performance zum Budgetpreis, heute unvorstellbar) + Voodoo 3 2000 war vielleicht das beste Bang-for-the-buck-Ding, das ich je besaß. Zumindest für 1 - 1,5 Jahre, Stichwort Alterung. Damals war ich so blauäugig, anzunehmen, dass es so was immer geben würde: erschwingliche Gamer-Hardware. Und dass man die "Sahne" dann bei den Enthusiasten abschöpft, denen war der Preis ja schon immer egal. Wie man heute sieht: Pustekuchen. Und der Celeron war eh so ein Ding für sich: der zoffte sich in Games oft fast Takt für Takt mit dem vielfach teureren Pentium. Den hätte es schon damals eigentlich nicht "geben" dürfen. Schuld war wohl ein "Konstruktionsfehler" (wie es Intel heute fraglos sehen würde). Denn anders als beim Pentium 2 taktete der Cache mit vollem CPU-Takt. Dass der Cache auf dem Celeron kleiner war, fiel in Games kaum ins Gewicht...

        Übrigens, die 4 Ti 4200 hatte ich trotzdem ein paar Jahre in Gebrauch. Die erschien 2002, ist aber auch in Spielemags von 2005 oft noch ganz gut dabei gewesen. Davor wechselte ich aber Grafikkarten wie ein Leistungssportler seine Socken.
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