Corsair Carbide Air 240 im Test: Leistung und Fazit
Wir holen uns den kleinsten Vertreter, das für Mikro-ATX- und Mini-ITX-Platinen entwickelt Carbide Air 240 ins Testlabor und überprüfen, ob der Mini dieselben guten Kühleigenschaften bietet wie sein großer Bruder, das Carbide Air 540? Auf der zweiten Seite lesen Sie Leistung und Fazit.
Inhaltsverzeichnis
Leistung: Gut, aber leider nicht leise kühlender Kubus
Unsere Leistungstests werden nun zeigen, ob das Carbide Air 240, wie der große Bruder Carbide Air 540, bei der Kühlung Kapital ebenfalls aus dem Zweikammeraufbau des Innenraums sowie der Positionierung der Lüfter an den luftdurchlässigen Wabengitter-Bereichen schlagen kann. Zu diesem Zweck bauen wir im ersten Schritt unsere neue Test-Hardware in das Carbide Air 240 ein, die seit der letzten Gehäuse-Marktübersicht in der PCGH 02/2017 (siehe S. 66 ff) aus einem Core i7-6700K, einer Asus Mini-ITX-Platine mit Intel-Z170-Chipsatz, der Gigabyte Geforce GTX 1070 OC Edition (Mini-IX-Format), 2 x 8 GiByte DDR4-2133-RAM, dem Themalright AXP-100 (Q-Fan-Profil: Standard) sowie dem Corsair RM 550X mit 550 Watt Netzteil besteht. Die Drehzahlkontrolle für die drei Gehäuselüfter übernimmt ebenfalls das Q-Fan-Feature der Asus Platine, wobei wir auch hier die Einstellung "Standard" wählen. Im zweiten Schritt heizen wir bei den ebenfalls renovierten Gehäuse-Testmethoden den Innenraum mithilfe der Startszene unseres Witcher-3-Benchmarks (1080p, maximale Details außer Hairworks) ca. 1,5 Stunden bei 24 °C Raumtemperatur auf.
Bildergalerie
Die Temperaturwerte, die wir anschließend bei unseren Mess-Tools (HWinfo64 und MSI Afterburner) ablesen, zeigen, dass das Kühlkonzept des Corsair Carbide Air 240, bei dem die beiden 120-mm-Lüfter viel Frischluft durch die Wabengitterfront in den Innenraum befördern und bei dem der dritte Propeller die Abluft durch den ebenfalls mit Mesh-Elementen bestückten Deckel herauspustet, voll aufgeht. Das belegen unsere Messwerten von 68° C (CPU), 75° C (GPU bei 2.226 U/min und 1835 MHz Takt) und 30° C für den Innenraum. An die guten Kühleigenschaften des großen Modells kann das Carbide Air 240 auf jeden Fall anknüpfen. Die Kehrseite der Medaille: die gute Kühlleistung wird mit einer hohen Geräuschkulisse erkauft, denn die drei Lüfter sind mit 3,1/3,0 Sone (50 cm Abstand frontal/schräg vorne [45-Grad-Winkel]) selbst in einer lauteren Umgebung noch klar hörbar. Das macht sich auch in der Wertung bemerkbar, denn seit der Renovierung unserer Testmethoden bewerten wir auch die kleinste Gehäuseklasse im Micro-ATX- oder Mini-ITX-Format mit einer Note anstelle einer Sternchenwertung. Weitere Detail dazu erfahren Sie übrigens in der kommenden PCGH 05/17 in der wir das Corsair Carbide Air 240 im Rahmen einer Marktübersicht zusammen mit sieben anderen Gehäuse-Minis testen.
Testfazit Carbide Air 240: Optisch ansprechend, gute Kühlung aber zu laute Lüfter
Mit seiner Ausstattung, der wertigen Fertigung, der ansprechenden Optik und nicht zuletzt mit dem zweigeteilten Innenraum inklusiv des Carbide-Air-Belüftungskonzepts eignet sich das Carbide Air 240 auf jeden Fall als Basis für einen Spiele-Mini. Der Preis ist mit 95 Euro nicht zu hoch, zumal anders als bei deutlich günstigeren Modellen gleich drei 120-mm-Lüfter im Lieferumfang enthalten sind. Letztgenannte verrichten ihre Kühlungsaufgabe leider nicht leise, diese Tatsache trübt das ansonsten positive Gesamtbild. Ein Tipp zum Schluss. Wenn Sie die drei Lüfter nicht an der Platine sondern mit einer Drossel auf 7 V oder 5 V direkt am Netzteil anschließen sollte der Geräuschkulisse deutlich geringer ausfallen. Im Gegenzug müssen Sie aber auch mit erhöhten Temperaturen rechnen.
| Gehäuse | Carbide Air 240 |
|---|---|
| Hersteller (Webseite) | Corsair (www.corsair.com) |
| Link zum PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/1126008 |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis (getestete Version) | Ca. € 95,-/befriedigend (Seitenfenster, keine Dämmung) |
| Version ohne Fenster/ohne Dammung | Nicht vorhanden/nicht vorhanden |
| Ausstattung (20 %) | 4,09 |
| Plätze für Laufwerke | 3 x 3,5 Zoll, 3 x 2,5 Zoll |
| Erweiterungs-Slots (Blende) | Vier |
| Handbuch | Einfache Faltblatt |
| Lüfterplätze | Deckel: 2 x 120 mm, Front: 2 x 120 mm, Heck: 2 x 80 mm, Seite: 1 x 120 mm, Boden: 2 x 120mm |
| Vorhandene Lüfter | 2 x 120 mm (Front), 1 x 120 mm (Deckel hinten) |
| Frontanschlüsse | 2 x USB 3.0, Audio |
| Besonderheiten | Seitenfenster, magnetischer Staubschutz für Seitenteil, werkzeuglos Laufwerksbefestigung, System für Steckkartenbefestigung, Netzteilkammer, Staubschutz an Front und Boden |
| Eigenschaften (20 %) | 2,00 |
| Material (nicht gewertet) | Stahl und Kunststoff |
| Gewicht (Nicht gwertet) | 5,6 kg |
| Abmessungen (H x B x T)/Volumen | 32,0 x 26,0 x 39,7 cm/33,0 Liter |
| Platz für Grafikkarte/CPU-Kühler | 29,0/12,0 cm |
| Verarbeitung allgemein/Schnittkanten/Verwindungssteifheit | Sehr gut/gut/sehr gut |
| Zusammenbau * | Gut: zwei getrennte Kammern für das Netzteil und die Platine, beide Laufwerkskäfige lassen sich bei Bedarf, beispielsweise beim Einsatz einer M.2-SSD, demontieren |
| Besonderheiten beim Zusammenbau | Laufwerkshalterungen demontierbar, 3,5-Zoll-Festplatten von außen zugänglich, separate Kammer für die Platine, Aussparung für Kabeldurchführungen, sehr gute Entkoppelung der HDDs |
| Praxisprobleme | Keine Probleme |
| Kompatibilitätstest | Extended-, XL-ATX und ATX passen nicht |
| Leistung (60 %) | 3,27 |
| Temperatur CPU | 68 °C |
| Temperatur GPU (Lüfterumdrehzahl/Takt) | 75 °C (2.226 U/min/1835 MHz |
| Temperatur Innenraum Gehäuse/M.2-SSD | 30 °C/59 °C |
| Lautheit der Lüfter, 50 cm Abstand frontal/schräg vorne (45-Grad-Winkel) | 3,1/3,0 Sone |
| FAZIT | 3,18 |
| Pro und Contra: | + Temperatur CPU und Innenraum |
| + Ordentliche Ausstattung (LW/Lüfterplätze) | |
| - Lautheit der Lüfter (keine Dämmung) | |
| * System: Intel Core i7-6700K, Intel Z170, Gigabyte Geforce GTX 1070 OC Edition (83 Grad Temp-Target), 2 x 8 GiByte DDR4-2133-RAM, Themalright AXP-100 (Q-Fan-Profil: Standard), Corsair Corsair RM 550X/550 Watt (ATX), Umgebungstemperatur: 24 °C |

Ist daher mMn. eher nicht aufs Case zurückzuführen. "
Kann ich mir echt nicht vorstellen, dass die MSI 1070 mit einem anderen Board reinpassen würde. Die Graka stößt nicht am Board an, sondern geht aufgrund der Breite der Karte über dem Rahmen des Gehäuses hinaus (demnach konnte zumindest bei mir das Gehäuse auf der Seite mit dem Sichtfenster nicht geschlossen werden). Zwischen dem Sichtfenster und meiner aktuellen Asus Strix 1070 sind aktuell auch nur wenige Millimeter Abstand.
Jedoch sollte jede halbwegs normale Grafikkarte (welche innerhalb der von Corsair angegebenen Maßbeschränkungen bleibt) in das Gehäuse passen.
Bei meiner XFX GTR RX480 habe ich zum Seitenfenster auch nur noch etwa nen knappen Zentimeter. Stromanschluss von oben machts nicht besser und das Kabel hat noch etwa nen guten mm Luft zum Fenster aber wenn man was kleines kompaktes auf dem Schreibtisch haben will muss man irgendeinen Tod sterben. Deswegen muss man sich halt vorher schlau machen ob es überhaupt passt.
Ist daher mMn. eher nicht aufs Case zurückzuführen. "
Kann ich mir echt nicht vorstellen, dass die MSI 1070 mit einem anderen Board reinpassen würde. Die Graka stößt nicht am Board an, sondern geht aufgrund der Breite der Karte über dem Rahmen des Gehäuses hinaus (demnach konnte zumindest bei mir das Gehäuse auf der Seite mit dem Sichtfenster nicht geschlossen werden). Zwischen dem Sichtfenster und meiner aktuellen Asus Strix 1070 sind aktuell auch nur wenige Millimeter Abstand.
Positiv:
- Es lässt sich sehr gut zerlegen zum Hardware einbauen.
- Aufstellmöglichkeit -> Waagerecht oder Senkrecht
- Mit einem ITX Board passen auch 2x 240er Radiatoren rein
Negativ:
- Auswahl der GraKa eingeschränkt, die Höhe ist entscheidend, viele Custom Designs passen nicht.
- Haltenasen der Plastikverkleidungen brechen relativ schnell
Soweit bin ich zufrieden, aber ich schaue schon länger nach einem gleichwertigen Case und da gibt es nicht viel Konkurrenz.
Ist daher mMn. eher nicht aufs Case zurückzuführen.