Light Base 500 LX im Test: Laufwerke, Verarbeitung und Zusammenbau
Das Light Base 500 LX bietet flexible Laufwerkslösungen, solide Verarbeitung und gute Handhabung, zeigt aber kleine Schwächen bei Details und Komfort.
In diesem Artikel
Laufwerksplätze und Slotblenden
Das Gehäuse verfügt über insgesamt sieben Slotblenden, die sich bei Bedarf auch drehen lassen. Wer die Grafikkarte vertikal montieren möchte, hat ebenfalls die Möglichkeit dazu - ein passendes Riser-Kabel ist allerdings nicht enthalten und muss separat gekauft werden. Für die Montage von Laufwerken setzt Be Quiet nicht auf die klassische Lösung hinter dem Mainboard, sondern auf eine Spange, die flexibel positioniert werden kann.
Bildergalerie
Diese lässt sich wahlweise unten oder oben anbringen und eröffnet damit unterschiedliche Möglichkeiten bei der Konfiguration. Je nach Position dieser Spange ändert sich allerdings auch die Position des Netzteils. Die Spange selbst bietet Platz für zwei 2,5-Zoll-SSDs und zwei HDDs. Einschränkend wirkt allerdings die Position des Lüfter- beziehungsweise ARGB-Hubs, der einen der vorgesehenen HDD-Slots blockiert. Wer mehrere mechanische Laufwerke einsetzen möchte, sollte das bei der Planung berücksichtigen. Eine gezielte Entkopplung für mechanische Datenträger ist nicht vorgesehen. Aufgrund der verschachtelten und verschraubten Bauweise können dadurch Vibrationen leichter auf die Konstruktion übertragen werden. Bei HDDs mit spürbaren Laufwerksgeräuschen kann dies in bestimmten Szenarien zu hörbaren Nebengeräuschen führen.
Haptik, Materialqualität und Staubfilter
Das Material des Light Base 500 LX hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung der Flächen sowie Schnittkanten ist sauber ausgeführt, scharfe oder unsaubere Stellen gibt es nicht. Auch die Verwindungssteifheit fällt sehr gut aus: Das Gehäuse lässt sich kaum verwinden. Die Seitenteile sowie der Deckel können ohne weiteres Werkzeug abgenommen und wieder angebracht werden.. Einmal eingesetzt, sitzen sie stramm, was einerseits Stabilität vermittelt, andererseits beim Abnehmen etwas Kraft erfordert. Eine zusätzliche Option zur Fixierung ist nicht vorgesehen. Zum aktuellen Zeitpunkt wirkt das nicht als Nachteil, weil die Paneele ohnehin fest genug einrasten. Für den Transport könnte man sich allerdings eine solche Option wünschen, um ein unbeabsichtigtes Lösen gänzlich auszuschließen.
Quelle: PCGH
Am Boden des Light Base 500 LX sitzt ein herausziehbarer Staubfilter aus feinem Kunststoffnetz, der in einer Schiene eingeschoben wird.
Beim Light Base 500 LX sind Staubfilter nur an ausgewählten Stellen vorgesehen. Direkt an den seitlichen Lüftern sitzt ein magnetisch befestigter Filter, der sich ohne Werkzeug abnehmen lässt. Dabei handelt es sich nicht um ein klassisches Netz, sondern um ein feines Kunststoff-Mesh. Am Deckel ist hingegen kein Staubfilter vorhanden. Front und linke Seite benötigen aufgrund der Glasflächen keinen Schutz, wobei die seitliche Perforation zwar Luft durchlässt, jedoch ohne zusätzlichen Filter auskommt.. Am Boden ist schließlich ein feines Netz integriert, das in einer Schiene geführt wird und zum Reinigen herausgezogen werden kann.
Der Zusammenbau
Das Gehäuse wirkt im Vergleich zu seinen größeren Geschwistern zwar recht kompakt, bietet beim Einbau der Komponenten aber genügend Raum. Während des Aufbaus kam es an keiner Stelle zu Platzproblemen, die den Prozess unnötig erschwert hätten. Lediglich beim Verlegen der Kabel nach vorn fehlt durch die angewinkelten Seitenlüfter etwas Spielraum, was jedoch durch die Tiefe des Gehäuses wieder ausgeglichen wird. Hinter dem Mainboard stehen fast 10 cm für das Kabelmanagement zur Verfügung, was eine ordentliche Verlegung erlaubt. Die Durchbrüche nach vorn sind groß genug, um alle relevanten Kabel problemlos zu führen. Zusätzlich sind drei Klettbänder bereits vormontiert. Zwischen Grafikkarte und Glas bleibt ausreichend Abstand, sodass selbst bei abgewinkelten Kabeln keine kritische Enge entsteht.
Etwas weniger komfortabel zeigte sich der Lüfterrahmen an der Seite. Wer ohne Blick in die Anleitung einfach die Schraube löst, wird zunächst nicht weiterkommen, da zuvor der Staubfilter entfernt werden muss. Selbst nach dem Lösen bleibt das Herausziehen der "Lüfterschublade" zunächst hakelig, nach dem ersten Lösen geht es dann aber unkomplizierter von der Hand. Mehr Aufwand erfordert der Einbau der Lüfter am Boden. Um diese zu montieren, muss das Gehäuse gedreht werden. Positiv fällt wiederum der Metallrahmen für die Bodenlüfter auf, der einen stabilen Eindruck hinterlässt und für einen aufgeräumten Look sorgt. Eine kleine Einschränkung betrifft die PCI-Blenden: Hier gibt es keine Thumbscrews, sodass für jede Montage ein Schraubendreher erforderlich ist. Ebenso wenig überzeugend ist die Verpackung der Schrauben: Diese liegen je nach Typ einzeln in kleinen Plastiktütchen, die sich nach dem Öffnen nicht wieder verschließen lassen. Wer beim Aufbau Ordnung behalten möchte, sollte die Inhalte daher in eigene Behälter oder Schalen umfüllen. Nach den Praxismessungen und der Gesamtnote folgt auf der nächsten Seite unser Fazit mit einer Einordnung, für wen sich das Light Base 500 LX lohnt - und wo die größeren Modelle ihre Vorteile ausspielen.

😄
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
EDIT: Habe es geschnallt...
Das 500er hat die Pure Wings und das hier getestete 500 LX hat die Light Wings LX.
👍
Und gleichzeitig auch noch weniger Kühl.
Diese Designs mit Lüfter an der Seite taugen wirklich nichts, egal von welchem Hersteller.
Klassische Vorne rein hinten/oben raus sind immer effizienter als irgendwelche Seitenlüfter die den Luftstrom verkomplizieren und es mit unnötig vielen Extra Lüftern ausgleichen müssen.
Für reine Luftkühlung oder AiO sind diese Cases definitiv suboptimal und gewinnen allenfalls Style-Punkte oder verliert sie je nachdem welcher Meinung man folgen will.
Aber ist halt alles Geschmackssache.
Ich mag diese optisch "geduckte" Bauweise einfach nicht und unpraktisch finde ich sie ebenso.
Gruß T.
Und gleichzeitig auch noch weniger Kühl.
Diese Designs mit Lüfter an der Seite taugen wirklich nichts, egal von welchem Hersteller.
Klassische Vorne rein hinten/oben raus sind immer effizienter als irgendwelche Seitenlüfter die den Luftstrom verkomplizieren und es mit unnötig vielen Extra Lüftern ausgleichen müssen.