Asus TUF GT301: Midi-Gehäuse mit Armor-Look im Test

Das Asus-Gehäuse TUF Gaming GT301 - als der deutlich kleinere Bruder des TUF GT501 - fällt durch ein relativ dichtes und dunkles Militär-ähnliches Design mit Wabenstruktur an der Front auf. Aber was bietet das griffig markante Gehäuse davon abgesehen? Wir dröseln auf.

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Asus TUF GT301: Midi-Gehäuse mit Armor-Look im Test
Quelle: PC Games Hardware

Das kompaktere Midi-Gehäuse in Schwarz stellt bei Asus mit einem Volumen von knapp 44 Liter die kleinere Variante für nicht gerade günstige 90 Euro im TUF-Armor-Look dar. Bei den Kernkomponenten wie der Grafikkarte (bis zu 32-cm-Länge), dem CPU-Kühler (bis zu 16-cm-Höhe) oder dem Netzteil (bis zu 16-cm-Länge) sollten Sie daher einen verschärften Blick auf die Maße werfen, insbesondere, wenn es um wuchtigere Teile wie einem Noctua NH-D15 geht.

Die durchweg aus Kunststoff bestehende Front ist Airflow-technisch nicht großartig sinnvoll, sondern setzt in erster Linie auf Design. Der kleine TUF-gebrandetete Gurt ist vorne zwar an sich zum Greifen geeignet, aber mit dem Gewicht eines kompletten Systems würden wir nicht empfehlen, diesen zum Tragen einzusetzen. Zum einen leiert der Stoff flott aus und zum anderen machen die Plastikaussparungen zur Gurt-Fixierung nicht den stabilsten Eindruck.

Ausstattung

Vorne sind drei ARGB-120-mm-Lüfter und hinten ein einfacher 120-mm-Lüfter verbaut. Schön wäre ein vierter ARGB-120er-Fan am Heck gewesen, der noch zum Teil den Innenraum von außen durch das Glasseitenteil sichtbar illuminiert. 360er-Radiatoren sind nur an der Front möglich, an der Innenseite der Decke gibt es keinen Platz für Wasserkühlungen, auch wenn sehr wohl zwei 120-mm-Lüfterplätze angedacht sind. Die Netzteilkammer ist bis auf kleinere Kabeldurchführungen und der Radiatoraussparung an der Front geschlossen. Der RGB-Controller an der Rückseite, über der Netzteilkammer, bietet sechs 3-Pin-ARGB-Ports und ist mit einer LED-Taste an der Front-I/O oder alternativ über das Mainboard für RGB-Sync-Programme verbunden. Die zwei USB-Ports mit 3.1 Gen 1 (Typ A) eignen sich für schnelle Datenübertragungen, auf zusätzliche USB-2.0-Ports, beispielsweise für Peripherie wie Controller, wird verzichtet. Beim Audio-Anschluss gibt es keine getrennten, sondern einen Kopfhörer-/Mikrofon-Kombi-Klinkenstecker. Nettes Extra direkt neben den Front-Anschlüssen ist eine optionale Headset-Halterung, die an eine der beiden Seiten mit einer Schraube angebracht werden kann.

Bildergalerie

Ein 5,25-Zoll-Laufwerksschaft fehlt. Ein ausbaubarer, nicht entkoppelter Festplattenkäfig bietet in der Netzteilkammer mit zwei Slots Platz für entweder einen 3,5- oder 2,5-Zoll-Datenträger. Für 2,5-Zoll-SATA-SSDs stehen des Weiteren zwei gesonderte Rahmen zur Verfügung, einer im Gehäuseinnenraum über der Netzteilkammer und einer auf der Rückseite des Mainboard-Trays.

Verarbeitung und Leistung

Der relativ lose zwischen geklemmte Staubfilter am Boden ist nur nach dem Umkippen des Gehäuses zu erreichen, für den Frontfilter muss die Blende umständlich mit etwas Kraft gelöst werden - anschließend muss ein Rahmen abgeschraubt werden, um den Staubfilter auch von der Außenseite (von der Staubquelle her) reinigen zu können. Der obere Staubfilter hält auf beim leichten Gegendrücken seine Position durch die Einlassung und den magnetischen Untersätzen am Rand. Unser Testmuster wies am Frontfilter einen kleineren Einriss auf, der von außen nicht zu erkennen ist.

Die Materialverarbeitung ist ansonsten gut und bewegt sich im durchschnittlichen Rahmen kompakterer Midi-Gehäuse. Bei den Schnittkanten und der Verwindungssteifheit gibt es erfreulicherweise keinen Grund zur Beanstandung, alles sitzt, wie es soll.

Die Perforation der Front im Wabenmuster ist vor allem in der Mitte am luftdurchlässigsten, oben und unten ist die Front praktisch dicht. Ansonsten würde wohl auch die Lautheit über den von uns gemessenen 2,4/2,2 Sone liegen. Eine manuelle Lüfterkurvenanpassung über das UEFI-BIOS oder die Mainboard-Hersteller eigene Software ist daher wie immer sinnvoll. Mit seinen Temperaturwerten von 63 °C für den Prozessor und 71 °C für die Grafikkarte liegt das GT301-Gehäuse im Mittelfeld.

Auszug aus der Testtabelle

Gehäuse TUF Gaming GT301l
Hersteller (Webseite) Asus (www.asus.com)
Link zum PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/2275826
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis € 90,-/Note: 3
Version ohne Fenster/ohne Dammung/Lüfter Nicht vorhanden
Ausstattung (20 %) 3,03
Plätze für Laufwerke 2× 2,5 Zoll, 2× 2,5/3,5-Kombi Zoll
Erweiterungs-Slots (Blende) Sieben
Handbuch Ausführliches Handbuch
Lüfterplätze Decke: 2× 120 mm, Front: 2× 140 mm oder 3× 120 mm, Heck: 1× 120 mm
Vorhandene Lüfter 3× 120 mm (Front, ARGB), 1× 120 mm (Heck), 3-Pin-Lüfter
Frontanschlüsse 2 × USB 3.1 Gen 1 (Typ A), Audio (Headset-Jack)
Besonderheiten Ein Seitenteil aus Glas, beleuchtete Lüfter, RGB-Steuerung, magnetischer Staubschutz an der Decke (Boden und Front eingeclippt), Hecklüfter für Radiator verschiebbar, SSD-Montage auf der Rückseite des Mainboard-Tray, Halterung für Headset, Kabeführungssystem mit Klettverschlüssen und Kabelbindern, Netzteilkammer (zweigeteilter Inneraum)
Eigenschaften (20 %) 2,10
Material (nicht gewertet) Stahl, Glas und Kunststoff
Gewicht (Nicht gwertet) 7,2 kg
Abmessungen (H × B × T)/Volumen 42,6 × 21,4 × 48,2 cm/43,94 Liter
Platz für Grafikkarte/CPU-Kühler/Netzteil 32,0/16,0/16,0 cm cm
Verarbeitung allgemein/Schnittkanten/Verwindungssteifigkeit Gut/sehr gut/sehr gut
Zusammenbau*/Besonderheiten beim Zusammerbau Festplattenkäfig herausnehmbar, SSD-Halterungen auf der Rückseite des MB-Tray demontierbar, Aussparung hinter dem Sockel, Aussparung für Kabeldurchführungen und Kabelmanagement auf der Rückseite
Praxisprobleme Leicht (Staubfilter eher knifflig erreichbar)
Kompatibilitätstest E-ATX und XL-ATX passen nicht
Leistung (60%) 2,89 (Kühlung: 2,03/Lautheit: 3,75)
Temperatur CPU 63 °C
Temperatur GPU (Lüfterumdrehzahl/Takt) 71 °C (2.075 U/Min/1.835 MHz)
Temperatur Innenraum Gehäuse/M.2-SSD  41/49 °C
Lautheit der Lüfter, 50 cm Abstand frontal/schräg vorne (45-Grad-Winkel) 2,4/2,2 Sone
FAZIT 2,76
   
Pro und Contra: Ausgefallenes, kompaktes Design
  + RGB-Steuerung
  + 3× ARGB Lüfter an der Front
  +/- Temperaturen und Lautstärke durchschnittlich
  - Verarbeitung könnte hochwertiger sein
  - Staubfilter an der Front und am Boden nicht schnell und komfortabel zu reinigen
System: Intel Core i7-6700K, Intel Z170, Gigabyte Geforce GTX 1070 OC Edition (83 Grad Temp-Target), 2 x 8 GiByte DDR4-2133-RAM, Themalright AXP-100 (Q-Fan-Profil: Standard), Corsair RM 550X/550 Watt (ATX) Umgebungstemperatur: 24 °C, 45 Minuten Dauerlast-Test in The Witcher 3, Komponenten-Temperaturen mit HWinfo ausgelesen, Innen- und Außentemperatur über eigene Sensoren.

PCGH-Wertung

2,76

Summa summarum zum Asus TUF GT301

Das GT301 könnte an mancher Stelle mit mehr Funktion und Komfort, wie beispielsweise einer Festplattenentkopplung oder dem leichteren Zugang zur Staubseite des Frontfilters verbessert werden. Die kompaktere und dichte Bauweise führt in der Konsequenz zu manchem leichteren Kompromiss, wie man es bei einem recht durchschnittlichen Gehäuse in puncto Leistung und Verarbeitung auch erwarten darf. Mit einem niedrigeren Preis im 70-Euro-Bereich würde das GT301 perfekt zu schmaleren Mittelklasse-Rechnern passen. Mit dem aktuellen Preisschild von 90 Euro ist das kleinere Asus-Gehäuse eher für Fans der durchaus ansehnlichen Armor-Waben-Optik eine klare Empfehlung.

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Kaimanic Software-Overclocker(in)
        Sorry, aber die Front geht mal gar nicht.
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