Sechs neue Midi-Tower im Vergleichstest: Gehäuse-Frühjahrskollektion
PCGH Plus: Das Frühjahr ist ein guter Zeitpunkt, Ihrem PC einen Großputz oder Ihrer Hardware ein neues Heim zu spendieren. Wenn Sie einen Gehäuse-Neukauf planen, wie wäre es mit einem mittelgroßen Mittelklassemodell? Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 05/2018.
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Obwohl der Frühling zumindest in der Natur alles neu entstehen lässt, dürfen Sie von der Gehäuse-Frühjahrskollektion seitens der Hersteller keine Innovationsflut erwarten. Seitenteile aus (getöntem) Hartglas und eine gläserne Front, die Einblicke ins Innere geben, aber gleichzeitig auch die Dämmung ersetzen sollen, gehören schon länger zu den wichtigen Ausstattungsmerkmalen der Hardwareheime. Um die Midi/Big-Tower mit Panoramablick in den Innenraum auch von außen auffällig zu präsentieren, hat sich mittlerweile die RGB-Beleuchtung in der Gehäusesparte etabliert. Mit Ausnahme des Corsair Carbide 275R sind zum Beispiel auch alle Testkandidaten hier Lichtspieler, die entweder mit dezenten Lichtelementen an der Front (Enermax Equilence) respektive einer RGB-LED-Leiste (Cooler-master MC600P) oder gleich mit drei oder vier bunt beleuchteten Lüftern (Sharkoon TG5 RGB, LC-Power Gaming 993B, Inter-Tech W-III RGB) optisch auf sich aufmerksam machen. Während uns die Steuerung der RGB-Lüfter per Modul, das mit der Hauptplatine verbunden wird (Asus Aura Sync, MSI Mystic Light Sync und Gigabyte RGB Fusion Ready), schon bei mehreren Gehäusetests begegnet ist, war das Regeln der bunten Lüfter per Fernbedienung (LC-Power Gaming 993B, Inter-Tech W-III RGB) auch für uns eine Premiere.
Bei der Innenraumgestaltung hat sich das Zweikammersystem durchgesetzt. Das hält die vom Stromgeber abgestrahlte Wärme vom Innenraum fern und es stehen alternative Befestigungsmöglichkeiten für 2,5-Zoll-SSDs/-HDDs auf der Rückseite des Mainboard-Trays und teils auf der Netzteilkammer bereit. Das Zweikammerdesign eignet sich auch für Wakü-Fans. Die bevorzugen einen laufwerksfreien Innenraum, um im Frontbereich oder Deckel große und hohe Radiatoren anbringen zu können.
Coolermaster Mastercase MC600P
CM Mastercase MC600P
Die Modularität genießt bei der Ausstattung des MC600P einen genauso hohen Stellenwert wie Coolermasters Air-Vent-Technik (leicht anhebbare magnetischen Abdeckungen von Deckel und Front). Letztgenannte resultiert in der niedrigsten GPU-Temperatur im Test (70 °C). Die CPU wird dagegen mit 64 °C wärmer als beispielsweise im Corsair Carbide 275R.
Flexibilität beim Einbau, gute Ausstattung und Kühlung - das garantiert den Testsieg. Mit einer LED-Leuchtleiste am unteren Ende der magnetisch befestigten, nicht gedämmten Frontabdeckung hat Coolermasters MC600P zwar ein RGB-Lichtelement auf Lager, der Ausstattungsfokus liegt bei dem Hybrid aus Midi- und Big-Tower mit 70 Liter Innenraumvolumen jedoch auf der höchstmöglichen Modularität beim Hardwareeinbau.
Wie bei allen Mastercase-Modellen haben Sie auch hier bei der Innenraumgestaltung die freie Wahl, selbst das Trennblech für das Netzteil und den 3,5-/2,5-Zoll-Laufwerkskäfig lässt sich teilweise demontieren. Für 2,5-Zoll-HDDs/-SSDs gibt es optionale Halterungen auf der Netzteilabdeckung oder an der Rückseite der Platinenbefestigung. Die extern erreichbaren 5,25-Zoll-Einbauplätze für optische Laufwerke können Sie ebenfalls ausbauen, um das MC600P beispielsweise mit Radiatoren zu bestücken (Front: bis 360 mm, Heck bis 140 mm und Deckel bis 280 mm). Für die Luftkühlung stehen auch ausreichend Lüfterplätze bereit (siehe Testtabelle). Zu den weiteren Extras, welche für die beste Ausstattungsnote im Test sorgen, gehören ein magnetischer Staubschutz an Front und Deckel, ein verschiebbarer Hecklüfter, ein Kabelführungssystem mit Klettverschluss, die Panelabdeckung, sowie das sogenannte Air-Vent-System für einen optimal geregelten Luftfluss.
Diese Technik besteht aus vier schmalen Luftein- (Front) respektive Luftauslässen (Deckel/Heck) an den Kanten des MC600P, die für einen kontinuierlichen Luftstrom im Innenraum sorgen. Dieser Luftstrom kann verstärkt werden, indem die per Magnet befestigten Abdeckungen von Front und Deckel leicht angehoben werden. Wie unsere Temperaturmessungen zeigen, reicht der reguläre Luftstrom aber schon aus, um unsere Testhardware (i7-6700K, GTX 1070) mit den drei mitgelieferten 140-mm-Lüftern etwas bessser als gut zu kühlen (CPU: 64,0 °C, GPU: 70,0 °C, Innenraum: 34,1 °C). Zusammen mit einer Lüfterlautheit von 1,2/1,4 Sone garantiert das knapp den ersten Platz.
(1) Bei der Gestaltung des Innenraums und Deckels hat man beim MC600P viele Freiheiten. Coolermaster bietet sogar einige optionale Bauteile an.
(2) Passend platzierte Durchlässe und ein Führungssystem mit Klettverschluss und Abdeckung erleichtern die Kabelverlegung aller Strips im MC600P. Die 3,5-/2,5-Zoll-Laufwerkshalterungen können einzeln demontiert werden.
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Folgende Produkte finden Sie im Test:
- Coolermaster Mastercase MC600P
- Enermax Equilence
- Sharkoon TG5 RGB
- Corsair Carbide 275R
- LC-Power Gaming 993B Covertaker
- Inter-Tech Gaming W-III RGB
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