Streitfall Luxus-Chassis: HTPC-Gehäuse bis 850 Euro
Gehäuse der Luxusklasse erregen ohne Zweifel die Aufmerksamkeit der Nutzer. Gerade im HTPC-Bereich gibt es einige Produkte, die durch hohe Preise und interessante Funktionen aus der Masse herausstechen. PC Games Hardware stellt Modelle über 500 Euro vor.
Es ist allgemein bekannt, dass man im HiFi-Bereich viel Geld ausgeben kann, wenn Klangqualität und Top-Verarbeitung ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Aber auch beim Kauf eines PC-Gehäuses wird das Portemonnaie nicht geschont. Nachdem wir uns kürzlich mit dem Thema Streitfall Luxus-Chassis: Warum Gehäuse über 500 Euro kosten auseinandergesetzt haben, wenden wir uns nun einer anderen Klasse zu: den HTPC-Gehäusen. In diesem Marktsegment sind hochpreisige Produkte dank Ausstattungsmerkmalen wie Fernbedienung, hochwertige Materialien und integrierten Bildschirmen oder sogar Touchscreens keine Seltenheit.
Luxus-HTPC-Gehäuse: Hohe Preise für High-End-Ausstattung
Ähnlich wie bei den normalen Gehäusen resultiert der hohe Preis dieser Produkte aus der Kombination verschiedener Faktoren. Zum einen sind die Absatzzahlen im HTPC-Bereich nicht so hoch wie bei konventionellen Towern, weshalb auch die Entwicklungskosten pro Einheit, die auf das einzelne Gehäuse umgeschlagen werden, höher ausfallen. Zum anderen müssen sich die Gehäuse meist an den hohen Qualitätsstandards von HiFi-Komponenten messen lassen, denn nicht selten soll sich ein HTPC optisch in ein bestehendes Home-Entertainment-System einfügen. Hochwertige Verarbeitung und Materialien sind also Pflicht.
Auch die Maxime, ein Gehäuse so kompakt wie möglich zu gestalten, bedeutet für den Hersteller einen größeren finanziellen Aufwand, da platzsparende Detaillösungen entwickelt und umgesetzt werden müssen. Außerdem spielen auch die integrierten Extras eine große Rolle bei der Preisgestaltung: Ein Touchscreen stellt natürlich eine größere Investition und auch einen größeren Aufwand bei der Produktion dar, als zum Beispiel ein Seitenteil mit Sichtfenster.
Luxus-HTPC-Gehäuse: Breites Angebot mehrerer Hersteller
Während bei den Top 10 der teuersten Gehäuse der taiwanische Hersteller Lian-Li mit sieben Produkten unangefochten die meisten Kandidaten stellte, ist das Feld bei den HTPCs etwas breiter gefächert. Neben Silverstone, Thermaltake und Zalman sind mit Originae und Moneual auch zwei Hersteller vertreten, die man im Markt für Tower eher seltener bis gar nicht findet. Grundlage für unsere Hitliste sind die Gehäuse, die im PCGH-Preisvergleich zum Zeitpunkt des Artikels aufgeführt sind. Es gibt natürlich noch andere Produkte, die sich durch ihren hohen Preis einen Platz in diesem Ranking verdient hätten, doch werden viele davon offiziell nicht in Deutschland verkauft und nur von einzelnen Händlern in geringer Stückzahl importiert. Wenn Sie also noch ein spezielles Gehäuse vermissen, das wir Ihrer Meinung nach trotzdem in unsere Liste aufnehmen sollten, dann nutzen Sie die Kommentarfunktion.
Quelle: OriginAE
OriginAE S21T: Ca. 840,- Euro, Voll-Alu-Gehäuse mit motorisiertem 12,1-Zoll-Touchscreen, Fernbedienung, Mainboard-Schlitten und Platz für bis zu 10 Festplatten.
Luxus-HTPC-Gehäuse: Extrem-Beispiel OriginAE S21T
Auch wenn Originae vielleicht nicht jedem Gehäuse-Interessenten sofort ein Begriff ist, hat sich der Hersteller mit dem S21T den ersten Platz in unserem Ranking gesichert. Das Gehäuse kostet derzeit in der schwarzen Ausführung rund 850,- Euro (OriginAE S21T im PCGH-Preisvergleich) - die silberne Variante ist rund 10 Euro günstiger.
Besondere Merkmale des S21T sind ein vollständig aus 5 Millimeter dickem Aluminium gefertigtes Chassis sowie ein 12,1-Zoll-Touchscreen an der Vorderseite. Letzterer hat eine native Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln (unterstützt aber bis zu 1.920 x 1.080), ist motorisiert und fährt auf Knopfdruck nach unten, um so den Zugang zu dem dahinter verborgenen Card-Reader, dem optischen Laufwerk und den Front-Anschlüssen firezulegen. Im Inneren des 43 x 22 x 39 Zentimeter (Breite x Höhe x Tiefe) messenden Quaders finden nicht nur ein 5,25-Zoll-Laufwerk, sondern auch bis zu zehn 3,5-Zoll-Festplatten ihren Platz. Außerdem steht ausreichend Raum für ein normal großes ATX-Netzteil sowie eine Hauptplatine im ATX-Format, die auf einem herausziehbaren Mainboard-Schlitten montiert wird, zur Verfügung. Im Lieferumfang sind unter anderem auch eine Fernbedienung und ein Stift zum Bedienen des Touchscreens sowie eine Multimedia-Fernbedienung enthalten.
Im Folgenden finden Sie aktuell zehn teuersten HTPC-Gehäuse, die im PCGH-Preisvergleich gelistet und auf dem freien Markt verfügbar sind. Würden Sie fast 1.000 Euro für ein Chassis ausgeben? Nutzen Sie die Kommentarfunktion.
Bildergalerie
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absolut nicht sinnlos, ich habe z.B. meine komplette Musiksammlung auf dem Rechner um nun meine Wishlist auszuwählen brauche ich nicht st
ändig den Fernseher anzustellen, auf Eingang gehen , PC auswählen, OK drücken .Wenn ich einfach über das 7 Zoll Touch alles regeln kann. Klar ist es ne Menge Kohle aber es rentiert sich.
Ich hab im PC-Bereich noch nie Bleche gesehen, die n halben Zentimeter stark waren... Aluminium hin oder her, das dürfte ein bisschen was wiegen.
Die Wände so stabil zu machen, dass sie selbsttragend sind, kostet nur ein paar € mehr Material. Die nötigen Formen/Maschienen für einen Gehäuserahmen wären auf die zu erwartenden Stückzahlen umgelegt vermutlich höher.
500-800€ sind einfach viel zu viel. Für einen kleinen HTPC würde ich eher zu einem Cube-Gehäuse oder einem Mini-Tower für 100€ tendieren.
Wer braucht schon nen Touch-Screen?
preise sind schon recht heftig. nen kleiner touchscreen einzeln kostet vielleicht um die 150,-
was rechtfertigt den den hohen aufpreis für das aluzeug?
Schön anzuschauen sind die Dinger bestimmt, aber ich brauche mein Gehäuse nur damit ich die Hardware nicht auf dem Schreibtisch stabeln muß.
Deshalb ist es mir auch egal wie es aussieht und ins Wohnzimmer würde ich mir so ein Teil eh nie stellen, viel zu protzig.