SG10 ganz ohne Lüfter: Passiv gekühltes Gehäuse von Streacom bald für 1.200 Euro erhältlich

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Das Streacom SG10
Quelle: Streacom

Ein PC-Gehäuse für Gamer komplett ohne Lüfter? Das gibt es nun vom Hardware-Unternehmen Streacom, welches das Gehäuse gemeinsam mit Calyos umgesetzt hat. Und hierfür hat man sich einige Innovationen einfallen lassen.

Ein komplett passiv gekühltes Gehäuse für Gamer? Was zunächst ungewöhnlich erscheint, verwirklichen mit Streacom und Calyos zwei Unternehmen, Ersteres hat darin sogar schon Erfahrungen. Vor Jahren von Calyos als Kickstarter-Projekt unter dem Namen NSG S0 gestartet, haben die beiden Firmen das Konzept nun weiterentwickelt. Aufgrund einiger Schwierigkeiten bei der Umsetzung, hat man sich dazu entschieden, das Gehäuse noch einmal von Grund auf neu zu planen. Herausgekommen ist ein imposant wirkendes Produkt mit einzigartiger Optik. Doch wie konnte man eine leistungsstarke Kühlung komplett ohne Lüfter realisieren?

Innovative Lösungen

Um dem Leistungsanspruch des Gehäuses gerecht zu werden, verwenden Streacom und Calyos einige innovative Lösungen. Eine Besonderheit stellen die Heat Pipes im Inneren des Gehäuses dar. Bei marktüblichen Produkten funktioniert der Phasenwechsel innerhalb der Rohre in entgegengesetzte Richtungen.

Im SG10 hingegen erfolgt der LHP-Zyklus innerhalb eines kompletten Kreislaufes. Hier arbeitet ein Verdampfer, welcher unter Zuhilfenahme einer Kapillarpumpe ohne bewegliche Teile einen Dampfstrom im Kondensator erzeugt. In diesem wird der Dampf wieder zu einer Flüssigkeit abgekühlt und fließt dann zurück zum Verdampfer. Hier wiederholt sich der Kreislauf dann. Durch diese Möglichkeit entsteht ein größerer Arbeitszyklus der Kühlung, was diese wiederum effektiver mache. Weiterhin können die Leitungen im Gehäuse flexibler verlegt werden als bei kleineren Passivkühlungen. Dies komme der Anpassungsfähigkeit an die eigene Hardware zugute.

Eine weitere Innovation bietet der Kondensator. Dessen Kühlrippen sind direkt mit den Kupferrohren verbunden. Laut techpowerup.com bestand hier die Herausforderung, eine gute Balance aus Effizienz, Größe und Design zu finden. Statt eines vertikalen Designs hat Streacom sich bei dem SG10 für horizontale Kühlkörper entschieden. Somit erhalten große Teile der Kühlflächen mehr Frischluft im Gegensatz zu warmer Abluft, die bei einem vertikalen Design von unten heraufströmt.

Modulares Konzept des SG10

Ein wichtiger Punkt für das Gehäuse-Design stellt die Kompatibilität zu vorhandener Hardware dar. Da es unpraktikabel ist, eine Kühlplatte für jede vorhandene Karte zu entwerfen, haben die Hersteller das Gehäuse modular konzipiert und in die Bereiche GPU-Kern, VRM und DRAM unterteilt. Der Kern wird direkt über den Verdampfer gekühlt, der DRAM mit einer passgenau angefertigten Kühlplatte und der VRM über unabhängig einstellbare Kühlkörper. Diese Herangehensweise bedeutet, dass lediglich die DRAM-Platte für diverse Karten angepasst werden muss. Ein Vorteil soll hier sein, dass eine erstellte Kühlplatte oft für verschiedene Karten passt, auch über diverse Hersteller hinweg.

Dennoch sehen die Hersteller die Kompatibilität des SG10 noch als Herausforderung. Daher bittet man Käufer auch, zusammen mit dem Kaufwunsch zwei GPU-Modelle zu benennen: die favorisierte Grafikkarte sowie eine Backup-Lösung. Erreichen die Kundenanfragen für eine bestimmte, noch nicht unterstützte Karte, ein gewisses Nachfrage-Level, wird eine Kühlplatte für diese GPU erstellt. Zumindest, sofern dies umsetzbar ist.

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Flexible Platzierung der Komponenten

Für Käufer bieten Streacom und Calyos noch ein weiteres Feature: Die Mainboard- sowie GPU-Position sind völlig frei anpassbar. In Verbindung mit den individuell platzierbaren Heatpipes der Kühllösung, bietet dies den Kunden eine umfassende Flexibilität. So wären auch mehrere Mainboards in einem Gehäuse denkbar, was dann einen Dual-PC darstellen würde.

Das SG10 soll auch Aufnahmemöglichkeiten für Lüfter anbieten. So kann etwa ein 120-mm-Modell direkt unter den Schienen eines jeden Kondensators befestigt werden, was die Kühlleistung laut Hersteller um 15 bis 20 Prozent steigern würde. Aber auch größere Lüfter sind denkbar. Die Einführungsvariante, Copper-Edition genannt, ist auf 500 Stück limitiert und soll in Kürze vorbestellbar sein. Einen Versand plant man ab Mai, der Preis für diese Edition liegt bei 1.200 Euro.

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Benni-88 Schraubenverwechsler(in)
        Gar nicht mal so übertrieben der Preis.
      • Von Benni-88 Schraubenverwechsler(in)
        Gar nicht mal so übertrieben der Preis.
      • Von Belter PC-Selbstbauer(in)
        Bin froh, dass das Ding nicht potthässlich ist. /s
      • Von Pilochun Komplett-PC-Aufrüster(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Im Video sind es 600 Watt und einer 4080.............
      • Von Gast1754557804
        Und wv. Watt soll das Teil dann abführen? Ich würde mal vermuten, dass sich High-End Hardware damit nicht kühlen lässt.
      • Von efes Software-Overclocker(in)
        ich wusste doch. ich kann mein PC an die Heizung schweissen und mir menge lüfter ansparen. dazu noch mein Haus heizen
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