Raijintek Ophion (Evo): Mini-ITX-Gehäuse mit Riser-Kabeln und Hartglas
Raijintek hat zwei Mini-ITX-Gehäuse vorgestellt, die vom Aufbau her mit den PCI-Express-Riser-Kabeln für Grafikkarten an das DAN Cases A4-SFX erinnern, aber ein gutes Stück größer ausfallen und daher zusätzliche Einbauoptionen offerieren. Darüber hinaus kommen hier Hartglasseitenteile zum Einsatz. Fällig werden 125 Euro.
Mit dem Ophion und Ophion Evo traut sich Raijintek wieder an Gehäuse, die explizit für Mini-ITX-Mainboards gedacht sind und viel Leistung auf kleinen Raum ermöglichen sollen. Den Aufbau machte einst DAN Cases mit dem A4-SFX populär: Der Innenraum wird durch eine Mittelwand zweigeteilt. In der rechten "Kammer" sitzt hinten die Mini-ITX-Platine, auf der anderen Seite hochkant die Grafikkarte, die per PCI-Express-Riser-Kabel mit dem Mainboard verbunden wird. Dadurch passen trotz der recht klein gehaltenen Abmessungen bis zu 330 mm lange Dual-Slot-Grafikkarten in das Gehäuse. Das Netzteil sitzt neben dem Mainboard, wobei die größeren Ausmaße den Einbau von ATX-Stromwandlern erlauben.
Mini-ITX-Gehäuse mit Hartglasseitenteilen von Raijintek
Grundsätzlich haben das Ophion und Ophion Evo den gleichen Aufbau, der 375 mm tief und 174 mm breit ist. Die Evo-Version ist lediglich 290 statt 245 mm hoch, womit oben nicht nur zwei 120-mm-Lüfter, sondern zusätzlich auch noch ein 240-mm-Radiator hineinpasst - bei dem kleineren Gehäuse beginnt nach den Lüftern die Trennwand. Da der Platz für CPU-Luftkühler mit einer Höhe von 90 mm begrenzt ist, bietet sich der Einbau einer All-in-One-Wasserkühlung im Evo-Modell an. In beiden Gehäusen wird im Boden ein 15 mm schmaler 120er-Lüfter unterstützt. Beim Ophion Evo passen zwischen die Frontverblendung aus Aluminium und den Stahlkorpus zwei 2,5-Zoll-Datenträger, beim Ophion einer. Der 120-mm-Lüfter am Boden lässt sich bei beiden Gehäusen durch eine 3,5-Zoll-Festplatte ersetzen, der vordere am Deckel beim kleinen Ophion zusätzlich durch zwei 2,5-Zoll-Modelle.
Zur restlichen Ausstattung gehören magnetische Staubfilter, Seitenwände aus Hartglas und zwei USB-3.0-Anschlüsse (je 1 × Typ C + A) an der Front. Sowohl das Ophion Evo als auch das Ophion kostet 125 Euro und soll ab der kommenden Woche ausgeliefert werden.

PS: Ich denke wer ein kleines Gehäuse sucht strebt nicht unbedingt hartes OC an
Der Preis unterbietet das Kolink Rocket (Metalbody, relativ schlecht verarbeitet) und das DAN A4 deutlich. Dafür ist es deutlich größer. USB-C Front war für das DAN A4 eben so wie eine größere AiO Version geplant. Zieht man den Preis des Risers ab und setzt das kleinere Ophion Gehäuse ins Verhältnis mit anderen Gehäusen wie dem Metis, dann dürfte für Caseking immer noch ein Spielraum von 10-15 Euro im Raume stehen. Ein anderer Händler könnte den Preis also noch unterbieten. Und dann haben wir den den Normalpreis um die 100 Euro für so ein Gehäuse in den nächsten Jahren.
Die Qualität des Risers würde mich interessieren, denn die guten Riser kosten bei der Länge 50-70 Euro. Alternative Hersteller drängen wohl derzeit mit günstigeren Preisen auf den Markt, also 25-50 Euro wird vermutlich bald Realität.
Das Ophion gefällt, aber die Seitenwände haben einen Spalt und an Staubschutz ist nicht zu denken. Die Ausgänge für meine externe Wakü fehlen. Ob ein 240mm Radiator meine Grafikkarte leise schafft, wage ich zu bezweifeln. Eventuell läßt sich mit den neuen XSPC Ultrathin Radiatoren noch ein 120mm Radiator einbauen. Im Prinzip geht es darum, dass die bekannten Gehäuse für ITX Gaming zu klein sind für eine gute Kühlung. Also einen ATX PC bekommt man auf 5,4Ghz mit dem Mainboard und einer Wasserkühlung, aber natürlich nicht einen <10 Liter PC.