Lian Li PC-O11: "König des Hartglases" für 230 Euro
Lian Li hat das PC-O11 veröffentlicht, welches das Design des PC-O10 mit größeren Ausmaßen vereint und als "König des Hartglases" betitelt wird. Die Hauptkammer hat Bohrungen für drei 360-mm-Radiatoren und kann E-ATX-Mainboards beherbergen. Die Preisempfehlung beläuft sich auf 230 Euro.
Rund drei Monate nach der Veröffentlichung des PC-O10 folgt die Markteinführung des großen Bruders PC-O11. Das Design behält Lian Li weitestgehend bei, vergrößert jedoch die Ausmaße von 242 × 493 × 376 mm auf 277 × 506 × 457 mm (B×H×T). Vor allem die hintere, versteckte Kammer fällt jetzt breiter aus, sodass statt eines SFX- jetzt auch ein ausgewachsenes ATX-Netzteil passt. Ansonsten finden hinten je vier 3,5 und 2,5 Zoll große Datenträger ihren Platz. Erstmals gibt Lian Li an, den Innenkörper aus Stahl zu fertigen. Die Seitenteile bestehen weiterhin aus gebürstetem Aluminium, lediglich das linke Seitenteil und die linke Front werden aus Hartglas geschnitten. Lian Li nennt das PC-011 den "König des Hartglases". Das Gewicht beläuft sich auf 10,6 kg.
Die Hauptkammer kann Mainboards in den Formfaktoren Micro-ATX, ATX und E-ATX beherbergen. Vorne in der Zwischenwand befinden sich Löcher, über die die Frontlüfter Luft von der Hinterkammer ansaugen. Obwohl der Platz in der Breite vorhanden ist, verzichtet Lian Li auf die Unterstützung von 140-mm-Lüftern. Vorne befindet sich ein abschraubbarer Rahmen für drei 120-mm-Lüfter, der sich von Bastlern austauschen ließe, um 140-mm-Lüfter nutzen zu können. Je drei weitere 120er lassen sich am Boden und im Deckel unterbringen. Nutzer können an allen drei Stellen 360-mm-Radiatoren befestigen, an Front und Boden allerdings nur einen 360er und 240er gleichzeitig. Für den Boden liegt eine Universalhalterung für Pumpen bei.
CPU-Kühler dürfen indes 150 mm hoch sein, Grafikkarten 430 mm lang (ohne Lüfter oder Radiator in der Front). Das I/O-Panel bietet 2 × USB 3.0 und Audioanschlüsse. Eine Aussparung für einen Typ-C-Anschluss ist vorhanden, die Büchse und ein Kabel müssen Nutzer allerdings separat kaufen. Preislich liegt das PC-O11 bei 230 Euro und ist bei Caseking bereits erhältlich. Damit ist das Gehäuse günstiger als sein kleiner Bruder PC-O10 für 300 Euro.
Um Grafikkarten wie im Bild zum Seitenteil zeigend verbauen zu können, braucht es zusätzlich das Erweiterungs-Kit O11-1 bestehend aus einer alternativen Blende für die Erweiterungs-Slots und einem PCI-Express-Riser-Kabel - einen Händler, der das in Deutschland anbietet, haben wir noch nicht gefunden.

Welch Schönheit! Mit dem Riser-Set wird mein noch frisches S340 wohl schon wieder weichen müssen.
So weit ich weiß haben sie im Januar auf der CES neben mehrere Glasvitrinen auch das PC-V3000 vorgestellt.
Das dürfte wohl etwa in die Richtung gehen, die du dir vorstellst.
ich steh auf Glasvitrinen und habs mir dementsprechend auch gleich bestellt
Update, falls es wen interessiert:
Laut Lian-Li Support ist das Riser Set inkl. der entsprechenden Slotblende ab Mitte April erhältlich.
Sie selbst sprechen zwar nur von Caseking aber ich geh mal davon aus, dass es auch anderswo angeboten werden wird.
Lian Li sollen wiedermal ein normales PC Gehäuse vorstellen, die sind dem "tempad gless"/Vitrinen-Look Trend total verfallen, während die Standardgehäuse auch mal eine Weiterentwicklung nötig hätten.
Ich finde den Vitrinen Trend vor allem deshalb schade, weil die Gehäuse immer spartanischer ausgestattet werden. Mich würden technische Accessoires interessieren, wie Hot Swap Bays oder Lüftersteuerungen, aber nein, "die Leute" wollen eine Scheibe und jaaa keine sichtbaren Kabel (Oh mein Gott)
Jo, macht so wahrscheinlich mehr Sinn.
Ich möchte aber unbedingt mal GPUs hochkant einbauen.. und die sind dann so weit unten, dass unten kein Radi mehr reinpasst :/
Also entweder probier ich einfach mal beide Radi Varianten aus (unten + oben vs. vorne + oben) und mach von dem Ergebnis abhängig, ob ich den PCI Riser noch nachbestelle..
Oder ich warte halt doch noch ein paar Monate oder Jahre in der Hoffnung, dass irgendwann mal ein Case erscheint, dass meinen Vorstellungen besser entspricht
Ist sicherlich nicht optimal.
Aber auf der anderen Seite können die Lüfter vor dem Radi halt kein Vakuum erzeugen.. irgendwo wird die Luft schon herkommen, sind ja genug Öffnungen vorhanden.
Man sollte nur vermeiden, über andere Radis schon warme Luft ins Gehäuse zu pumpen, die dann von dem vorderen nur "recycled" wird.
Sinnvollste Lösung wäre wohl eine versetzbare Scheibe in der Front, also ein paar Abstandhalter dazwischen. Aber dann gibts wieder Probleme mit dem lieben Staub.