Das Franken-Case: Erstaunlicher 0-dB-Wakü-PC mit Passivkühlung im Eigenbau

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Der PC-Games-Hardware-Extreme-Moderator ruyven_macaran führt seit drei Jahren ein Langzeittagebuch im Forum, in dem er die Änderungen an seinem außergewöhnlichen System dokumentiert. Obwohl der überzeugte Wasserkühlungs-Nutzer mitunter starke Änderungen am Gehäuse und Komponenten vornimmt, handelt es sich dabei um keine üblichen Casemodding-Arbeiten.

Das Ziel des Tagebuch-Erstellers ist ein möglichst leiser Rechner ohne unnötigerweise große Geldbeträge zu investieren. Das Aussehen des Rechners ist für ruyven_macaran zweitrangig, wichtig ist die Funktionalität: Ein stabiler Betrieb ohne Lüfterlärm oder hörbare Vibrationen ist das Ziel. Der PC von ruyven_macaran basiert auf einem älteren Big Tower, der mit einer verhältnismäßig geringen Tiefe und stabilen Stahlblechbauweise alle Ansprüche des Schraubers erfüllt. Der chaotisch anmutende Rechner beinhaltet einige interessante Detaillösungen und ist keineswegs nur verbastelt, wie man auf den ersten Blick fälschlicherweise vermuten könnte.

So hat der Thread-Ersteller beispielsweise das passiv gekühlte Netzteil mithilfe einer selbst konstruierten Halterung auf die Rückseite des Gehäuses verfrachtet, damit die Abwärme den Innenraum nicht aufheizt. Für die Festplatten hat ruyven_macaran einen sehr schmalen Wasserkühler gebaut, der die Wärme auf beiden Seiten der Festplatten abführt. Auch die Haltekonstruktionen für HDDs und die Pumpe sehen abenteuerlich aus. Der Lautlos-Fan plant übrigens, alles zusammen in einer Dämmbox unterzubringen.

Der unverwechselbare PC erstaunt viele Community-Mitglieder und ruft unterschiedliche Reaktionen hervor: Von "einfach Kult" über "echt heftig" ist im Thread die Rede, ein User hat das Gehäuse sogar als "Franken-Case" bezeichnet und damit sicher nicht einen Teil der bayerischen Bevölkerung, sondern die fiktive Person Dr. Frankenstein samt seiner Schöpfung gemeint. Falls Sie die unkonventionelle Vorgehensweise bei dem Projekt ebenso fasziniert wie die bisherigen Leser des Tagebuchs, lohnt sich das Nachlesen im PC-Games-Hardware-Extreme-Forum: [Langzeittagebuch]Vom Flugzeug zum 0db(A)-Wakü-PC

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    • Kommentare (41)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Das Franken-Case: Erstaunlicher 0-dB-Wakü-PC mit Passivkühlung im Eigenbau

        Solche Aufnahmen sind mir nicht bekannt. Wäre für viele Leute auch schwer zu erstellen, denn gute Pumpen sind eben sehr leise. Videos, in denen die Geräuschcharacteristik wiedergegeben werden soll, gehen oftmals auf wenige cm ran, um überhaupt eine saubere Aufnahme zu bekommen, bei der die Hintergrundgeräusche nicht zu sehr stören.
        Es gibt natürlich andere Pumpen (gerade im amerikanischen Raum sind weiterhin hoffnungslos übermotorisierte Kreisläufe beliebt), die auch aus mehreren Metern Entfernung gut zu hören sind. Aber derartige (durchaus zahlreiche) Videos haben dann eben nichts mit dem Silentpotential einer Wakü zu tun. (Bei einigen Aufnahmen auch ein Problem ist natürlich die fehlende Entkopplung. Einige Pumpen sind zwar sehr leise, was Luftschall angeht - aber virbrieren tun sie alle stark und wenn man sie dann direkt ans Gehäuse schraubt, wirds ebenfalls laut)

        Bezüglich "von Anfang an":
        Heute würde ich ggf. ähnlich denken. Abgesehen von der Grafikkarte bekommt man heute ja alle Komponenten lautlos ab Werk. Die Pläne für mein System reichen aber rund 10 Jahre zurück, als mir mein Athlon zu laut wurde und die ersten Komponenten (wovon nur noch die Pumpe und Anschlüsse im Einsatz sind) wurden 2004 angeschafft. Damals waren passive Grafikkarten noch relativ leicht möglich und auch den Pentium 4 hätte man in den Griff kriegen können, aber es gab keine (bezahlbaren) SSDs und 5400er Festplatten waren noch lahmer, als heute. Ironischerweise war somit ausgerechnet der Teil des Systems, der als letzter umgesetzt wird (gekapselte Festplatten, die trotzdem nicht überhitzen), die eigentliche Motiviation für die Richtung Wakü. Hat man damit erstmal angefangen, ist es halt einfacher, auf dem Weg zu bleiben - denn eine moderne Oberklasse-/High-End-Grafikkarte nur mit Heatpipes lüfterlos zu kühlen ist ein enormer Aufwand und wäre zumindest für mich (ohne Zugang zu einer guten Fräse) auch mit einigen Kosten verbunden.
        Wahrscheinlich würde ich heutzutage meine Ansprüche einfach zurückschrauben und nur ein semi-passives System bauen. Dank moderner Stromsparmechanismen (eine weitere Sache, von der man nur träumen konnte, als die Arbeiten begannen) ist es ja wirklich leicht, ein System im non-gaming-Betrieb passiv laufen zu lassen.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Das Franken-Case: Erstaunlicher 0-dB-Wakü-PC mit Passivkühlung im Eigenbau

        Solche Aufnahmen sind mir nicht bekannt. Wäre für viele Leute auch schwer zu erstellen, denn gute Pumpen sind eben sehr leise. Videos, in denen die Geräuschcharacteristik wiedergegeben werden soll, gehen oftmals auf wenige cm ran, um überhaupt eine saubere Aufnahme zu bekommen, bei der die Hintergrundgeräusche nicht zu sehr stören.
        Es gibt natürlich andere Pumpen (gerade im amerikanischen Raum sind weiterhin hoffnungslos übermotorisierte Kreisläufe beliebt), die auch aus mehreren Metern Entfernung gut zu hören sind. Aber derartige (durchaus zahlreiche) Videos haben dann eben nichts mit dem Silentpotential einer Wakü zu tun. (Bei einigen Aufnahmen auch ein Problem ist natürlich die fehlende Entkopplung. Einige Pumpen sind zwar sehr leise, was Luftschall angeht - aber virbrieren tun sie alle stark und wenn man sie dann direkt ans Gehäuse schraubt, wirds ebenfalls laut)

        Bezüglich "von Anfang an":
        Heute würde ich ggf. ähnlich denken. Abgesehen von der Grafikkarte bekommt man heute ja alle Komponenten lautlos ab Werk. Die Pläne für mein System reichen aber rund 10 Jahre zurück, als mir mein Athlon zu laut wurde und die ersten Komponenten (wovon nur noch die Pumpe und Anschlüsse im Einsatz sind) wurden 2004 angeschafft. Damals waren passive Grafikkarten noch relativ leicht möglich und auch den Pentium 4 hätte man in den Griff kriegen können, aber es gab keine (bezahlbaren) SSDs und 5400er Festplatten waren noch lahmer, als heute. Ironischerweise war somit ausgerechnet der Teil des Systems, der als letzter umgesetzt wird (gekapselte Festplatten, die trotzdem nicht überhitzen), die eigentliche Motiviation für die Richtung Wakü. Hat man damit erstmal angefangen, ist es halt einfacher, auf dem Weg zu bleiben - denn eine moderne Oberklasse-/High-End-Grafikkarte nur mit Heatpipes lüfterlos zu kühlen ist ein enormer Aufwand und wäre zumindest für mich (ohne Zugang zu einer guten Fräse) auch mit einigen Kosten verbunden.
        Wahrscheinlich würde ich heutzutage meine Ansprüche einfach zurückschrauben und nur ein semi-passives System bauen. Dank moderner Stromsparmechanismen (eine weitere Sache, von der man nur träumen konnte, als die Arbeiten begannen) ist es ja wirklich leicht, ein System im non-gaming-Betrieb passiv laufen zu lassen.
      • Von Furion PC-Selbstbauer(in)
        AW: Das Franken-Case: Erstaunlicher 0-dB-Wakü-PC mit Passivkühlung im Eigenbau

        Haha ruyven Klar würde sowas n tiefes Loch ins Konto reißen... ich meinte jetzt aber eher, wenn du von Anfang an einen luftgekühlten PC angestrebt hättest, dann wärst du >meiner Meinung nach< günstiger, leiser und mit besserer Optik rausgekommen.
        Ich hab Pumpen für Wasserkühlungen bis jetzt noch nie außerhalb von Online-Videos hören können, also kann ich mir da nicht zu 100% sicher sein, allerdings hab ich schon öfters Videos gesehen, in denen mehrere Gehäuselüfter (teilweise sogar mit 12V) liefen und man trotzdem noch die Pumpe ausmachen konnte.

        Kennt hier vielleicht jemand Videos oder Audiodateien, in denen verschiedene Pumpenmodelle nach Laustärke verglichen werden?
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Das Franken-Case: Erstaunlicher 0-dB-Wakü-PC mit Passivkühlung im Eigenbau

        Die Pumpe ist mehrfach im Tagebuch abgelichtet, mehr kann ich nicht anbieten

        Und ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass neues Board + neue CPU + neue Grafikkarte + neuen CPU-Küher + neuen Grafikkarten-Kühler + 600 GB SSD + einen Stapel neuer Lüfter + ggf. ein neues Gehäuse Auswirkungen auf meinen Kontostand hätte. (falls mir eine "helft ruyven"-Spendenaktion entgangen sein sollte, bitte ich um Aufklärung )

        P.S.:
        Spulen höre ich keine Fiepen - aber wenn die Festplatten aus sind, liegt mein Monitor bei bestimmten Helligkeitseinstellungen knapp über der Wahrnehmbarkeitsgrenze.
      • Von Furion PC-Selbstbauer(in)
        AW: Das Franken-Case: Erstaunlicher 0-dB-Wakü-PC mit Passivkühlung im Eigenbau

        Spulen hört man fiepen
        @ruyven_macaran: also diese Pumpe zeigst du mir aber mal, die so leise sein soll

        Und das mit dem Konto... bist dir da wirklich sicher?
      • Von knaecketoast Schraubenverwechsler(in)
        AW: Das Franken-Case: Erstaunlicher 0-dB-Wakü-PC mit Passivkühlung im Eigenbau

        Mimimimi der hat keine 0db ... mein Gott wenn gleich noch einer meint er hört die Spulen fiepen dann langts aber echt

        is en cooles teil deswegen respekt
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