Geforce RTX 5080: UVP soll wegen hoher Kosten "sehr schwierig" sein
Nvidias neue RTX-50-Grafikkarten sind kaum zur eigentlichen Preisempfehlung zu haben, was angeblich auch an einer sehr engen Kostenkalkulation liegt.
Neben schlechter Versorgungslage und hoher Nachfrage sollen die meist hohen Preise deutlich oberhalb der UVP (unverbindliche Preisempfehlung) von Geforce RTX 5080 und Co. auch an den hohen Herstellungskosten für die Boardpartner liegen. Das soll zumindest ein nicht näher genannter Grafikkartenhersteller gegenüber dem chinesischen Bilibili-Kanal "51972" verlautet haben, wo kürzlich 28 unterschiedliche Custom-Designs der RTX 5080 getestet wurden, wie Videocardz berichtet.
Ein Boardpartner, der für den Test kein Grafikkartenexemplar bereitstellen konnte, soll mitgeteilt haben, dass 80 Prozent der Kosten einer Grafikkarte mit Hinblick auf die UVP des Herstellers allein auf die GPU und den Grafikspeicher entfallen. Laut Videocardz sei hier erwähnenswert, dass Nvidia diese Komponenten oft in Paketen verkauft.
Geforce RTX 50: Teurere OC-Modelle bevorzugt
"Um ehrlich zu sein, ist es für die Hersteller heutzutage sehr schwierig, die UVP zu implementieren", wurde demnach vom nicht näher genannten Hersteller zu verstehen gegeben. "Die Stücklistenkosten eines Chips und des Grafikspeichers machen 80 Prozent der Kosten aus. Die Kosten für einen Satz Kühler und Verpackungsmaterial belaufen sich auf Dutzende von Dollar und fast hundert Dollar. Daher besteht die derzeitige Marktpolitik darin, die UVP ein wenig zu erhöhen, um darauf zu reagieren, und der Rest wird mit OC verkauft." Dem O-Ton nach erwartet der Hersteller, dass die Versorgung noch im März stabil sein wird, doch habe man noch nicht einmal viele Testmusterkarten, die an Medien geschickt wurden.
Wie Videocardz weiter ausführt, werden die zusätzlichen Kosten, einschließlich des GPU-Kühlers, aller anderen Komponenten, der Herstellung und dem Support von den Boardpartner getragen. Dementsprechend seien die Budgets knapp bemessen, weshalb die Hersteller den OC-Modellen nun den Vorzug geben, da sie diese teurer verkaufen können sowie selbst die häufig getesteten und sogenannten "UVP-Modelle" nicht lange auf diesem Preisniveau bleiben. Aus Sicht der Grafikkartenhersteller gebe es kaum noch einen Grund, diese Karten zum Grundpreis anzubieten, da fast alle RTX 50-Karten übertaktet werden können. "Mit anderen Worten, die Gewinnspanne kann einfach durch das Hinzufügen eines OC-Aufklebers erhöht werden", so Videocardz.
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Keine 50% - aber doch unter der UVP.
Teuer wurden sie erst, als die Produktion eingestellt wurde.
Wird wahrscheinlich relativ zeitnah vor EoL gewesen sein...
Da hätte AMD ruhig etwas bringen können. Mit der 9070XT und der "Annäherung" an die 5080 gab es immerhin eine Alternative.
Da die 4000 Eingestellt wurde und die 4090 auch zu absurd hohen Preisen gehandelt werden. Was bleibt über, nichts mehr.
Ich ärgere mich auch das ich nun rund 400€ zu viel bezahlt habe.
Wir brauchen eben einen starken Konkurrenten der die Nvidia xx90 Serie herausfordern kann!
Es wäre so schön gewesen wenn AMD eine 4090 Alternative geliefert hätte. Zwar hinter dem Flaggschiff der 5090 aber auf den Fersen.
Die Berichterstattung und die Community hat bisher sehr viel auf den Drittanbietern und deren Scalperpreise durch stark überteuerte Customs herumgehackt.
Aber anscheinend ist wohl doch hauptsächlich Nvidia durch stark überzogene Komponentenpreise der größte Nutznießer bei der "Friss-oder-stirb"-Misere.