Kühl-Experiment scheitert: RTX 5070 Ti irreparabel beschädigt wegen Flüssigmetall
Ein fehlgeschlagenes Kühl-Experiment mit Flüssigmetall soll eine RTX 5070 Ti irreparabel beschädigt haben. Der Fall zeigt, wie schnell aus einer vermeintlichen Optimierung ein Totalschaden werden kann.
Flüssigmetall wird im GPU-Bereich nur selten eingesetzt und dann in der Regel ausschließlich ab Werk. Der Grund liegt in den Materialeigenschaften. Die Substanz leitet nicht nur Wärme, sondern auch Strom und kann dadurch bei unsachgemäßer Anwendung Schäden verursachen. Ein aktueller Reparaturfall zeigt, wie weitreichend diese ausfallen können.
Ausgangspunkt ist nach Aussage des Youtubers NorthridgeFix eine RTX 5070 Ti, konkret ein Modell der Asus-TUF-Serie, die nachträglich mit Flüssigmetall versehen worden sein soll. Laut dem Reparaturdienst NorthridgeFix habe sich das Material dabei nicht auf den eigentlichen Kontaktbereich beschränkt. Stattdessen sei es über den GPU-Die hinaus auf das PCB gelangt und habe sich dort großflächig verteilt.
Der Techniker beschreibt den Zustand als außergewöhnlich. Flüssigmetall habe sich in zahlreiche Bereiche der Platine ausgebreitet, darunter zwischen Pins, unter Bauteilen und entlang von Speicherchips. In dieser Form sei ein derartiger Schaden bislang nicht beobachtet worden. Bereits bei der Reinigung habe sich gezeigt, dass Rückstände nahezu überall vorhanden waren.
Das Problem: Flüssigmetall ist elektrisch leitfähig, und gelangt es zwischen eng platzierte Kontakte, entsteht eine leitende Verbindung, die so nie vorgesehen war. Diese Mikrobrücken führen zu Kurzschlüssen und können mehrere Bereiche gleichzeitig betreffen. Im vorliegenden Fall wurde unter anderem ein Kurzschluss auf der 1,8-Volt-Schiene festgestellt, was einen Defekt in zentralen Versorgungspfaden vermuten lässt.
Hinzu kommt die Verteilung des Materials. Selbst nach einer ersten Reinigung sollen noch zahlreiche Rückstände vorhanden gewesen sein, die teils nur unter Vergrößerung sichtbar waren. Das erschwert eine vollständige Entfernung erheblich. In der Praxis reicht bereits eine geringe Restmenge aus, um weiterhin Kurzschlüsse zu verursachen. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Flüssigmetall unter den GPU-Chip gelangt ist.
Ein weiterer Faktor betrifft die Materialverträglichkeit. Flüssigmetall kann mit bestimmten Metallen reagieren und diese angreifen. Im Reparaturverlauf wird beschrieben, dass Bauteile teilweise gelockert gewesen seien oder sich leichter von der Platine gelöst hätten. Die Diagnose fällt entsprechend aus. Die Grafikkarte gilt als nicht mehr reparabel. Neben dem GPU-Chip sollen auch Speicher und weitere Komponenten betroffen sein. Selbst bei umfangreichen Maßnahmen wäre eine vollständige Wiederherstellung nicht zu erwarten.
Wenig überraschend kann in diesem schwerwiegenden Fall auch nicht auf die Garantie zurückgegriffen werden. Der Hersteller soll eine Annahme bereits abgelehnt haben, da der Eingriff als physische Veränderung zu werten sei. Das sorgte wohl für den Verlust der Garantieansprüche.
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Quelle: NorthridgeFix (Youtube)

Wichtig ist immer das abisolieren von leitenden Teilen, meist mit Fingernagellack. Hier hab ichs auf ner alten Karte gemacht - man sicht um den Chip herum, wie der Klarlack drauf ist.
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Davon ab, dürfte nicht die einzige Gpu auf der Welt sein, die durch mangelnde Vorsicht übern Jordan gegangen ist.
Da lässt sich zu allem, was nicht von Haus aus LM ist, sicher noch was rausholen oder zumindest angemessen ersetzen.
Mit Pads halte ich mich jedoch nichtmehr wirklich auf, die TP-3 von Arctic sind ja ganz anständig
(für VRAM in etwa auf CSGR UX Pro Ultra level, das einzige CSGR Putty das tatsächlich was taugt, der Rest wie K5 Pro oder U6 Pro sind überteuerter Abfall und NICHT zu empfehlen),
die meisten Pads können aber mit gutem Putty nicht mithalten.
Das gute alte UPT-8 von "Upsiren" oder jetzt bekannt als Jarapad "Extreme" bzw. das nochmal bessere "Unlimited" oder alternativ Fehonda LPT-81 regeln.
LM würde ich mir jedenfalls nie auf ne GPU pappen, zumindest nicht ohne ausufernde Schutzmaßnahmen und Custom WaKü.