Geforce RTX 3090: der8auer testet Kondensator-Problem
Bei der neuen Geforce RTX 3090 gibt es verschiedene Arten von Kondensatoren, die von den Partnern verbaut werden. Die günstigeren Versionen stehen im Verdacht, für Abstürze aus Spielen oder Benchmarks auf den Desktop verantwortlich zu sein.
Auch wenn Nvidia inzwischen einen neuen Treiber veröffentlicht hat, der viele Abstürze bei der Geforce RTX 3080 und Geforce RTX 3090 behebt, gibt anscheinend auch Probleme mit den verwendeten Komponenten auf verschiedenen Modellen der Nvidia-Partner. Manche Grafikkarten verwenden die kleineren und etwas teureren MLCC, während andere auf POSCAP bzw. Polymer-Kondensatoren setzen.
Grundsätzlich sollte das keinen großen Unterschied machen, auch wenn fraglich ist, ob das Einsparen von einigen Cent bei Grafikkarten auf dem Preisniveau einer Geforce RTX 3090 unbedingt sein muss. Nun hat sich der8auer in einem Video dem Absturzproblem angenommen und eine Geforce RTX 3090 mit POSCAP in 3DMark Time Spy laufen lassen. Ab einem bestimmten erhöhten Boost-Takt stürzte die Grafikkarte ab, während sie mit minimal weniger Takt vorher sehr lange stabil lief.
Wie so oft schnappte sich der8auer also seinen Lötkolben und entfernte zunächst einmal die beiden mittleren POSCAP und testete die Grafikkarte erneut. Hier war kein stabiler Betrieb mehr möglich, die Geforce RTX 3090 stürzte nach 1 Minute und dann sogar nach 30 Sekunden ab. Danach wurden die entfernten POSCAP durch von Hand aufgelötete MLCC ersetzt. Nach diesem riskanten Umbau lief die Grafikkarte dann wieder stabil und sogar mit einem um 100 MHz höheren Boost-Takt als im Originalzustand.
Die MLCC scheinen also tatsächlich die bessere Wahl zu sein. Allerdings sind auch POSCAP für sich alleine gesehen kein Problem, sofern sichergestellt ist, dass die Boost-Rate nicht zu hoch eingestellt ist. Leider hat Nvidia laut der8auer die neuen Ampere-Grafikkarten sehr schnell auf den Markt geworfen und damit den Partnern nicht ausreichend Zeit für Optimierungen gegeben. Dafür werde Nvidia zu Recht kritisiert. Allerdings hält der8auer den Shitstorm wegen des Problems ebenfalls für stark übertrieben, da vermutlich nur sehr wenige, aber im Web lautstarke Nutzer betroffen sind.

Griaßle
phila
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Topic: wenns der Bauer nachgelötet bereits bewiesen hat und die Treiber durch eine Boostsenkung um Wert X (50MHz?) die Karten stabilisieren ist doch alles geklärt; auch wenns für mich n kleines bisl Flau-Gefühl in der Magengegend hinterlässt.
Der Boost wird doch gar nicht durch den neuen Treiber gesenkt?
Soweit ich das jetzt nachlesen konnte, takten die Karten nach dem Treiberupdate genauso wie vorher.
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Dagegen meldet PC World, dass der neue Treiber zwar die Stabilität verbessert, das aber wohl auch darauf zurückzuführen ist, dass beispielsweise in Horizon Zero Dawn der Boost-Takt etwas niedriger ist als mit dem Original-Treiber.
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Aktualisierung: Bei Golem hat man den neuen Treiber direkt auf einer RTX 3080 Founders Edition ausprobiert und festgestellt, dass der maximale Boost um rund 50 MHz verringert wurde. Die Maßnahme dürfte laut Golem der Stabilität zugutekommen - die Performance werde dadurch nicht verändert. Allerdings konnte man auch schon vor dem Treiber-Update beim FE-Muster keine Abstürze verzeichnen.
Der Boost wird doch gar nicht durch den neuen Treiber gesenkt?
Soweit ich das jetzt nachlesen konnte, takten die Karten nach dem Treiberupdate genauso wie vorher.