Geforce RTX 3080 / 3090 kaum verfügbar: Nvidia-Chef sieht ein "Phänomen"
Dass die Grafikkarten mit Geforce RTX 3080 / 3090 kaum zu kaufen sind, ist ein Fakt. Der Nvidia-Chef sieht allerdings darin kein lösbares Problem, sondern ein Phänomen. Selbst wenn man den enormen Bedarf korrekt vorhergesagt hätte, wäre es nicht möglich gewesen, so viele Karten zu produzieren.
Gestern startete die GTC 2020 in der Herbstausgabe und natürlich blickte alle Welt auf Nvidia-Chef Huang und seine Aussage zu Geforce RTX 3080 / 3090. Und der bekennende Lederjackenträger erfüllte die Erwartungen mit einigen bemerkenswerten Aussagen.
Nvidia-Chef: 3080 und 3090 haben Nachfrage- und kein Angebotsproblem
Im Nachgang zur GTC-Keynote von Huang gab es ein Q&A mit der Presse, das unter anderem Tomshardware zusammenfasst. Huang glaubt, dass für 2020 keine grundsätzliche Besserung bei der Verfügbarkeit zu erwarten ist. Das scheint nicht nur die RTX 3080 und RTX 3090 zu betreffen, sondern auch alle anderen Ampere-GPUs - Huang spricht von "unserem gesamten Angebot". Dass die Nachfrage dieses Jahr höher als das Angebot sein wird, liegt natürlich auch an der anstehenden Weihnachtssaison, die generell eine höhere Nachfrage mit sich bringt. Dazu kommt dann noch der "Ampere-Faktor", so Huang.
Allerdings sieht der Nvidia-Chef kein Problem, das wirklich lösbar ist. Das liegt nach seiner Ansicht daran, dass die RTX 3080 und 3090 kein Angebotsproblem haben, sondern ein Nachfrageproblem. Der Bedarf an neuen RTX-Grafikkarten wäre "viel größer als erwartet" - und man habe schon "wirklich sehr viel erwartet". Und selbst wenn die Erwartungen noch optimistischer gewesen wäre, glaubt Huang nicht, dass man die Produktion hätte entsprechend hochfahren können. Die Yields seien zwar großartig und man erhöhe die Produktion "sehr stark". Aber die Grafikkarten wären einfach sofort ausverkauft.
Huang spricht daher mehrfach von einem "Phänomen". Er wisse die aktuelle Situation mit der hohen Nachfrage sehr zu schätzen, glaube aber nicht, dass man hier ein wirkliches Problem lösen kann. Nach seiner Darstellung würden Einzelhändler berichten, dass es so ein Phänomen seit über einem Jahrzehnt nicht mehr in der Computerbranche gegeben habe. Huang geht sogar bis in die 90er-Jahre zurück, denn die Situation erinnere an die "alten Zeiten von Windows 95 und Intel Pentium", als die Endkunden schlicht nicht in der Lage waren, die Produkte zu kaufen. Es sei "einfach ein Phänomen".
Caseking hatte zuletzt per Twitter verkündet, dass sich das Angebot an Karten mit RTX 3080/2090 in den kommenden Wochen nicht nennenswert verbessern werde. Seit dem Release der RTX 3080 haben entsprechende Custom-Designs bei Alternate einen "unbekannten Liefertermin". Immerhin will Alternate bis Mitte November die Bestellungen zum Launch-Tag ausliefern.

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"Paper Edition ist das Bild von dem Produkt das sie bekommen werden "
und 106mal rtx 3080
auf Ebay kleinanzeigen...weiter steigend.
Und jeder zweite * Scalper * rechtfertigt sich im Subtext, dass er eben kein Scalper ist^^
Einfach unglaublich...
Einer verkauft seine 3090 weil er nun doch eine 3080 noch dazubekommen hat^^
Ein anderer verkauft seine TUF 3090 weil er nun ne 3090ftw3 hat.^^
Und mir schreibt Caseking seit 3 Wochen ...keine Ahnung ob Oktober, Nov, Dez^^ geliefert werden kann.
Die machen wahrscheinlich das gleiche wie MSI...
Haben die alle ihre Homies beim Großhändler.
So ne Geschäftemacherrei gabs jedenfalls bisher noch nie.
Da war ja selbst ein Apple Iphone Launch n Witz dagegen.
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"Paper Edition ist das Bild von dem Produkt das sie bekommen werden "
MfG
Richtig, billige Karten bei hohen Produktionskosten machen wirtschaftlich keinen Sinn, daher werden von der FE ja auch kaum welche produziert. Aber in Tests wird das gute P/L-Verhältniss gelobt und die Kunden sind scharf auf das Produkt. So schafft man Nachfrage. Das hält zum einen davon ab, auf AMD zu warten. Zum anderen ermöglichst es einen großen Preisspielraum, sobald AMD nachzieht. Je nach Preis und Leistung von AMD kann man die hohen aktuellen Preise halten oder ohne Gesichtsverlust wieder auf den günstigeren FE-Preis zurückgehen.
Auf gut Deutsch: Entweder will nach BigNavi keiner mehr eine Ampere Karte (schlecht für nVidia, sie verkaufen nix auch wenn die Preise wieder schön niedrig sind) oder nur noch zum Ursprungspreis (schlecht für nVidia, sie können nicht genug liefern um die Straßenpreise zu drücken) oder AMD bleibt hinter den Erwartungen zurück (schlecht für nVidia, sie produzieren zu wenig um die Nachfrage zu bedienen).
Noch eine mögliche Erklärung: Für Aktionäre und Finanzmenschen sieht die Marktposition mit mehr Nachfrage und ausverkauften Lagern natürlich sehr wertvoll aus. Dadurch macht nVidia dann indirekten Gewinn, der steigende Aktienkurs bei hohem Potential bringt schließlich genauso viel Gewinn wie wenn das Potential ausgeschöpft werden würde (die gute alte Miniblase, Vielversprechendes wird in Kursgewinn umgesetzt obwohl die realen Werte des Unternehmens gar nicht steigen).
Das hieße aber, dass nVidia die Endkunden eigentlich egal sind. Zumindest die Gamingsparte, die ja nur einen Bruchteil des Umsatzes ausmacht.
Wäre AMD so stark – Customkarten nicht vor Januar 2021, wie wollen die dann Millionen Referenzkarten bauen?! – und nVidia möchte alles vor Erscheinen abgrasen, dann hätten sie viel mehr Karten verkaufen müssen. Das ist doch jetzt ein Tropfen auf den heißen Stein bei nVidias Umsatzzahlen! Die 3090-Käufer interessiert AMD wohl herzlich wenig. Da hätte schon eher die 3070 als erstes kommen müssen.
Als ich Moore's Law is dead zuerst gesehen habe (und auch dieses Video) dachte ich, dass das ja ganz schön genial Sinn ergibt. Aber je mehr ich darüber nachdenke und die realen Ereignisse voranschreiten, desto mehr denke ich, dass er einfach etwas zu viel auf AMD hält und genauso im Dunkeln stochert wie alle anderen.
Richtig, billige Karten bei hohen Produktionskosten machen wirtschaftlich keinen Sinn, daher werden von der FE ja auch kaum welche produziert. Aber in Tests wird das gute P/L-Verhältniss gelobt und die Kunden sind scharf auf das Produkt. So schafft man Nachfrage. Das hält zum einen davon ab, auf AMD zu warten. Zum anderen ermöglichst es einen großen Preisspielraum, sobald AMD nachzieht. Je nach Preis und Leistung von AMD kann man die hohen aktuellen Preise halten oder ohne Gesichtsverlust wieder auf den günstigeren FE-Preis zurückgehen.