RTX 3080 Ti und Co.: Nvidia soll bei Samsungs 8-nm-Prozess bleiben

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RTX 3080 Ti und Co.: Nvidia soll bei Samsungs 8-nm-Prozess bleiben
Quelle: Nvidia

Wenn diese Woche AMDs RX-6000-Grafikkarten auf den Markt kommen, dürfte Nvidia bereits an einem Konter arbeiten. Bei der Vorstellung der Ampere-Grafikkarten hat das Unternehmen Modelle wie die RTX 3080 Ti ausgelassen, und so Platz für Nachkorrekturen geschaffen. Angeblich sollen die neuen Grafikkarten aber noch aus derselben Fertigung stammen, wie die bisherigen Ampere-Modelle.

Angesichts potentiell starker Konkurrenz durch AMDs kommende RX-6000-Generation, gibt es Gerüchte über einen möglichen Refresh von Nvidias RTX-3000-Grafikkarten. Bislang hat das Unternehmen sämtliche Ti-Varianten ausgelassen und somit Platz für einen späteren Konter gelassen. Dieser könnte beispielsweise auf Chips mit mehr aktivierten Shadereinheiten oder eine bessere Selektierung und damit einen höheren Takt setzen, doch auch ein Fertigungswechsel hin zu TSMCs 7-nm-Prozess wäre prinzipiell denkbar.

Ampere-Grafikkarten bleiben bei 8 nm

Laut dem Twitter-Nutzer kopite7kimi, der schon in der Vergangenheit mit manchen Aussagen richtig lag, soll Nvidia derzeit aber keinen Fertigungswechsel planen. Demnach will das Unternehmen für die RTX-3000-Grafikkarten, also auch für noch kommende Lückenfüller wie beispielsweise die RTX 3080 Ti, dem 8-nm-Prozess von Samsung treu bleiben. Lediglich neue Steppings auf Basis neuer Prozessiterationen sollen umgesetzt werden. Diese sollen dabei in erster Linie die Ausbeute verbessern, die momentan auch als möglicher Grund für die anhaltenden Lieferprobleme der Ampere-Grafikkarten kursiert.

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Wenn das Gerücht wahr ist, kann Nvidia also frühestens mit der nächsten Generation einen Leistungs- oder Effizienzvorteil aus einer neueren Fertigung ziehen. Für Ampere würde das bedeuten, dass bis zur Vorstellung der Nachfolgegeneration keine wirklich großen Sprünge mehr zu erwarten sind - abgesehen von Takt- und Speicherupdates.

Auch interessant: RTX 3080 Ti: Release im Januar 2021 für 999 USD?

Wenn die von AMD im Vorfeld veröffentlichten Benchmarks zu den RX-6000-Grafikkarten korrekt sind, wird es dieses Jahr also endlich wieder ein Kopf-an-Kopf rennen im High-End-Segment geben, ohne das ein stärkerer Nachfolger direkt vor der Tür steht. Weiteres wird man hier wohl im Laufe der Woche erfahren, denn am Mittwoch will AMD die RX 6800 und die RX 6800 XT auf den Markt bringen. Dann dürften auch die ersten Tests erscheinen.

Quelle: via 3DCenter

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    • Kommentare (61)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Als kleine Anmerkung: Der GA100 ist implizit ebenso ein Vollausbau wie der GA102, GA104 oder der möglicherweise noch kommende GA103.
        Erst bei etwas konkretem wie dem GA102-300 der RTX 3090 lohnt es explizit vom Nicht-Vollausbau zu sprechen. Das was nVidia bspw. zurzeit als A100 verkauft, ist auch nicht mal ansatzweise der Vollausbau. Hier sind zwei HBM-Controller deaktiviert so wie 20 SMs. Hinzu kommt auch hier, dass die Möglichkeit besteht, dass im Zuge der Teildeaktivierung möglicherweise auch noch eine Cache-Slice deaktiviert wurde, d. h. der große L2 könnte auf dem GA100 auch noch ein klein wenig größer sein, bzw. 48 MiB, denn nVidia hat in seinem bisherigen Ausführung weitestgehend über den A100 gesprochen und Details zum GA100 als dem eigentlich zugrundeliegenden Chip eher am Rande erwähnt.

        Insgesamt dient der L3/InfinityCache AMD im Wesentlichen dazu beim Speichersubsystem sparen zu können, sodass man hier mit nur 256 Bit auskommt. *) Vielleicht wird er noch hier und da ein paar kleinere Vorzüge beiten, diese können jedoch nicht übermäßig ausfallen, wenn man sich die Leistungswerte ansieht, den RDNA2 benötigt ebenso viele CUs um mit einer vergleichbaren Zahl an nVidia's SMs mitzuhalten und benötigt gar noch den deutlich höheren Takt, d. h. man kann hier schon absehen, dass seine wesetnliche Aufgabe die Kompensation der geringen Speicherbandbreite darstellt.

        *) Effektiv tauscht man hier höhere Kosten bezogen auf die Wafer-Fläche pro Chip (der Cache dürfte über 100 mm2 hinzuaddieren) gegen weniger Kontaktierungen nach Außen auf dem Package, weniger Lanes auf dem PCB und weniger GDDR-BGAs.
        Geht man davon aus, dass die bei Ampere beobachteten Speicherbandbreiten für einen Chip dieser Leistungsklasse tatsächlich benötigt werden, um ihn nicht auszubremsen, dann hätte AMD min. 320 Bit á la 16 Gbps implementieren müssen, was jedoch immer noch nur 640 GiB/s gewesen wären und zudem wäre es beim doppelten Speicherausbau noch einmal deutlich teuerer für sie geworden, weil der sich nun zwangsweise auf 20 GiB belaufen würde.
        18 Gbps-BGAs sind anscheinend weiterhin kaum zu bekommen, d. h. möglicherweise hätte man gar 384 Bit mit 16 Gbps (768 GiB/s) implementieren müsse, aber das hätte die Speicherproblematik für AMD noch einmal verschärft, weil man da gleich 24 GiB hätte anbieten müssen, was bei den von AMD zwangsweise niedriger anzusetzenden Endverkaufspreisen ein beträchtliches Problem darstellt. 8 Controller mit 256 Bit scheinen hier durchaus für sie der SweetSpot gewesen zu sein und entsprechend groß musste der L3 ausgelegt werden, um diese deutlich geringere Bandbreite kompensieren zu können.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Als kleine Anmerkung: Der GA100 ist implizit ebenso ein Vollausbau wie der GA102, GA104 oder der möglicherweise noch kommende GA103.
        Erst bei etwas konkretem wie dem GA102-300 der RTX 3090 lohnt es explizit vom Nicht-Vollausbau zu sprechen. Das was nVidia bspw. zurzeit als A100 verkauft, ist auch nicht mal ansatzweise der Vollausbau. Hier sind zwei HBM-Controller deaktiviert so wie 20 SMs. Hinzu kommt auch hier, dass die Möglichkeit besteht, dass im Zuge der Teildeaktivierung möglicherweise auch noch eine Cache-Slice deaktiviert wurde, d. h. der große L2 könnte auf dem GA100 auch noch ein klein wenig größer sein, bzw. 48 MiB, denn nVidia hat in seinem bisherigen Ausführung weitestgehend über den A100 gesprochen und Details zum GA100 als dem eigentlich zugrundeliegenden Chip eher am Rande erwähnt.

        Insgesamt dient der L3/InfinityCache AMD im Wesentlichen dazu beim Speichersubsystem sparen zu können, sodass man hier mit nur 256 Bit auskommt. *) Vielleicht wird er noch hier und da ein paar kleinere Vorzüge beiten, diese können jedoch nicht übermäßig ausfallen, wenn man sich die Leistungswerte ansieht, den RDNA2 benötigt ebenso viele CUs um mit einer vergleichbaren Zahl an nVidia's SMs mitzuhalten und benötigt gar noch den deutlich höheren Takt, d. h. man kann hier schon absehen, dass seine wesetnliche Aufgabe die Kompensation der geringen Speicherbandbreite darstellt.

        *) Effektiv tauscht man hier höhere Kosten bezogen auf die Wafer-Fläche pro Chip (der Cache dürfte über 100 mm2 hinzuaddieren) gegen weniger Kontaktierungen nach Außen auf dem Package, weniger Lanes auf dem PCB und weniger GDDR-BGAs.
        Geht man davon aus, dass die bei Ampere beobachteten Speicherbandbreiten für einen Chip dieser Leistungsklasse tatsächlich benötigt werden, um ihn nicht auszubremsen, dann hätte AMD min. 320 Bit á la 16 Gbps implementieren müssen, was jedoch immer noch nur 640 GiB/s gewesen wären und zudem wäre es beim doppelten Speicherausbau noch einmal deutlich teuerer für sie geworden, weil der sich nun zwangsweise auf 20 GiB belaufen würde.
        18 Gbps-BGAs sind anscheinend weiterhin kaum zu bekommen, d. h. möglicherweise hätte man gar 384 Bit mit 16 Gbps (768 GiB/s) implementieren müsse, aber das hätte die Speicherproblematik für AMD noch einmal verschärft, weil man da gleich 24 GiB hätte anbieten müssen, was bei den von AMD zwangsweise niedriger anzusetzenden Endverkaufspreisen ein beträchtliches Problem darstellt. 8 Controller mit 256 Bit scheinen hier durchaus für sie der SweetSpot gewesen zu sein und entsprechend groß musste der L3 ausgelegt werden, um diese deutlich geringere Bandbreite kompensieren zu können.
      • Von chill_eule Kokü-Junkie (m/w)
        AMD baut halt quasi das (erste?) mal einen L3 cache in eine GPU, und zwar einen ziemlich Großen.

        Beim GA102 ist z.B. bei 6MB L2 cache schluss, danach kommt dann schon der VRAM.

        Was nun geiler ist, sehen wir dann Mittwoch ^^

        PS: GA100, der Vollausbau hat 40MB L2 cache zum Vergleich.
      • Von Gast1748380205
        Zitat von chill_eule
        Ich glaube das ist einem Spiel relativ egal, was Treiber und GPU so mit dem Speicher und den caches veranstalten.

        Oder hat AMD irgendwo gesagt, dass ein Entwickler speziell für den "infinity cache" programmieren/optimieren muss?

        Das wäre dann an mir vorbei gegangen
        Der Trick ist ja, dass die richtigen Daten im Cache liegen müssen damit er funktioniert. Sind die benötigten Daten nicht im Cache muss man konservativ direkt auf den VRAM und würde damit auch direkt die vergleichsweise niedrigere Bandbreite merken. Ich gehe auch davon aus, dass das primär über den Treiber geht nur wird AMD da wahrscheinlich schon für arbeiten müssen, damit es möglichst effektiv funktioniert.

        Wenn man will ist das ähnlich zur einer SSHD. Wenn die Platte richtig rät welche Daten als nächstes benötigt werden, merkt man kaum einen Unterschied zur SSD. Liegt die Platte daneben schafft sie nur die Performance einer HDD.
      • Von Birdy84 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von chill_eule
        Ich glaube das ist einem Spiel relativ egal, was Treiber und GPU so mit dem Speicher und den caches veranstalten.

        Oder hat AMD irgendwo gesagt, dass ein Entwickler speziell für den "infinity cache" programmieren/optimieren muss?

        Das wäre dann an mir vorbei gegangen
        Nein, dass wurde nicht gesagt, nicht mal Smart Access Memory benötigt SW seitige Unterstützung.

        Zitat von Grestorn
        Ich frage mich, was an diesem Cache so revolutionär sein soll. Einen Cache für die Daten im VRAM ist ja nichts neues und schon seit Ewigkeiten verbaut.
        Kannst du dich an eine Karte erinnern, die jemals einen vergleichsweise so großen Cache hatte?
      • Von Grestorn
        Ich frage mich, was an diesem Cache so revolutionär sein soll. Einen Cache für die Daten im VRAM ist ja nichts neues und schon seit Ewigkeiten verbaut.
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