Knappe RTX-30-Grafikkarten: US-Elektronikhändler mit Anti-Scalper-Aktion
In den USA hat Best Buy versucht, das massenhafte (Wiederver-)Kaufen von Next-Gen-Grafikkarten mit einer ungewöhnlichen Aktion zu unterbinden. Nur wer sich morgens in eine Schlange stellte, konnte die Option auf den Kauf einer Grafikkarte ergattern.
Die hohen Preise und die schlechte Verfügbarkeit von Next-Gen-Grafikkarten sorgte in den USA für einen neuen Anlauf gegen Scalper. Wie US-Medien berichteten, hat der US-Elektronikhändler Best Buy am gestrigen Dienstag eine ungewöhnliche Aktion gestartet.
RTX 30: Bezugsschein für Grafikkarten?
Der Plan war, in über 100 Filialen im Land einen "kleinen" Vorrat an RTX-30-Karten der Marken RTX 3060, RTX 3070 und RTX 3080 unters Volk zu bringen. Um das massenhafte Aufkaufen und Wiederverkaufen durch Scalper einzuschränken, mussten sich Interessenten am Dienstagmorgen vor dem lokalen Geschäft anstellen und dann darauf hoffen, dass die Best-Buy-Mitarbeiter ein Ticket herausgeben, das zum Kauf einer entsprechenden Grafikkarte berechtigt. Jeder Interessent bekam nur ein Ticket und es war wohl im Vorfeld nicht klar, welcher Laden welche Grafikkarte anbietet.
Leider ist die Aktionsseite von Best Buy nicht mehr aufrufbar, aber die US-Medien berichten, dass die Karten zur UVP angeboten werden sollten. Das wäre natürlich eine kleine Sensation, denn bisher wurden bestenfalls die Founders Editions von Nvidia (theoretisch) zur UVP verkauft - einige wenige "einfache" Custom-Designs der Nvidia-Partner gingen auch für die unverbindliche Preisempfehlung über den virtuellen Ladentisch. Offenbar ist auch geplant, dass bestimmte Best-Buy-Läden weiteren Nachschub erhalten, aber bisher liegen dazu keine Informationen vor.
Wie finden Sie die Idee einer Rationierung, wie sie in den USA ausprobiert wurde? Braucht es Bezugsscheine für Next-Gen-Grafikkarten? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit.
Zuletzt gab es bei den interessanten RTX-30- und RX-6000-Grafikkarten eine Seitwärtsbewegung beim Preis mit leichter Tendenz nach oben. In den aktuellen Top 10 der Grafikkarten im PCGH-Preisvergleich tummeln sich wie schon in der Vorwoche fast nur RTX-30-Grafikkarten - die einzige Ausnahme bildet eine RX 6700 XT von AMD selbst, die auf Ebay weiter für 699 Euro angeboten wird. Das sind immer noch rund 45 Prozent über UVP (479 Euro). Im Gegensatz zur Vorwoche sind aber andere RTX-30-Grafikkarten gefragt, auch wenn die Gigabyte Gaming OC immer noch auf Platz 1 steht: Seit Anfang Juni sank der Preis von 1.800 Euro auf zwischenzeitlich 1.200 Euro herunter, momentan sind aber wieder 1.349 Euro fällig. Das sind 87 Prozent oberhalb der UVP eines Referenzdesigns (719 Euro).

Die Scalper können nur dann profitieren, wenn sie es auch schaffen alle Lager der Shops leer zu kaufen.
Auch darf man nicht vergessen das es genug Helden gibt die gerne 300%+ mehr für Grafikkarten! zahlen.
Einfach nur krank.
Auch darf man nicht vergessen das es genug Helden gibt die gerne 300%+ mehr für Grafikkarten! zahlen.
Einfach nur krank.