[26/11/2021] Nvidias Geforce RTX 3050 ... ist die dritte „Thema der Woche“-GPU in Folge und verdeutlicht somit, welcher Fachredakteur den Inhalt „seiner“ News schlauerweise von Kollegen schreiben lässt! Aber auch Nvidia stellt sich überdurchschnittlich raffiniert an, denn die RTX 3050 ist die erste dieser Neuvorstellungen, die man nicht schon auf dem Papier zerpflücken möchte. So wird erstmals bei Ampere keine (viel) zu kleine respektive zu teure Speichermenge verbaut, der Leistungsabstand sowohl zu benachbarten Modellen als auch den nominellen Vorgängern passt und die Einschnitte innerhalb der Architektur sind ausgewogen, was Totalausfälle im Benchmark-Parcours verhindert (Hallo, AMD). Nur die Effizienz ist, verglichen mit den aktuellen Radeons, mal wieder peinlich – was im Einsteigersegment niemanden interessiert, solange die absolute Wärmemenge beherrschbar bleibt. Für Besitzer ausreichend lahmer Grafikkarten (RX 570, GTX 1060, GTX 980, IGPs, „defekt“ oder RX 6500 XT) bietet sich also rein technisch betrachtet ein nettes Upgrade zum Zocken in FHD. Der Haken kommt, wie mittlerweile üblich, beim Preis. Die UVP liegt in Euro pro Fps „nur“ auf Niveau anderer Angebote für GTX-1060-Überdrüssige à la RTX 2060, RX 5600 XT und GTX 1660S. Aber wer diese Summe dafür ausgeben wollte, der würde eben schon gut zwei Jahre lang auf diesem Performance-Niveau spielen. Wem das dagegen früher zu teuer war, der empfindet die RTX-3050-UVP erst recht als Frechheit. Auch unter Berücksichtigung der verlangsamten Entwicklung wären maximal 150 bis 200 Euro angemessen gewesen. Und über die realen Preise spricht man lieber gar nicht erst. Scheinbar konnte man am 27.1. von Viertel nach Drei bis Viertel Vier für 460 bis 510 Euro ab Lager bestellen. Wer so viel Geld übrig hat(te) erfreut sich aber hoffentlich schon seit 40 Monaten an einer, trotz ihres Alters, etwas besseren GTX 1080. (Torsten Vogel)