[26/11/2021] Nvidias Geforce RTX 3050 ... ist prinzipiell eine ganz ordentliche Einsteiger-GPU. Bis Full HD laufen die meisten auch aktuellen Spiele mit hohen bis Ultra-Settings gut. So ähnlich war es vor ein paar Jahren bei GTX 1050 (UVP: 125 Euro, Ti-Variante mit 4 GiByte 155 Euro) oder später die GTX 1650 (UVP: 160 Euro). Die nochmals deutlich potentere GTX 1660 mit ordentlichen 6 GiByte gab’s damals™ mal für 220 Euro UVP, aber das ist ja schon wieder Mittelklasse.
Die neue Einstiegsklasse – jetzt immerhin mit ein Quäntchen Raytracing dank dem KI-Beschleuniger DLSS, denn ohne reicht die Leistung selbstredend nicht mal ansatzweise für die edle Strahlverfolgung – von Nvidia soll jetzt ab (!) 280 Euro erhältlich sein, was sie aber natürlich (zumindest beim Schreiben dieser Zeilen) nicht ist. Klar, das liegt an der generell total bescheuerten Marktlage, die deutlich langsamere und bei der Speicherausstattung massiv gehandicapte RX 6500 XT ist ebenfalls vollkommen überteuert, selbst die UVP der Minimalismus-Radeon von 209 Euro liegt meines Ermessens knapp 100 Euro zu hoch – wie auch bei der RTX 3050. Für knapp unter 200 Euro wäre ich mit der RTX 3050 d’accord. Aber natürlich bekommen Sie die Karten nicht zu solchen Preisen, und die meisten Interessenten werden die Karten erst gar nicht zur der teuer anmutenden UVP gelistet sehen.
Wenn Sie aktuell dringend eine Karte brauchen, in Full HD, aber mit halbwegs vollen Details spielen und nicht mehr als 500 Euro ausgeben wollen – von mir aus, greifen Sie zu einer RTX 3050. Wobei sich bei 500 Euro schon beinahe wieder die Suche nach einem (vielleicht minimal weniger brutal überteuerten) Mittelklasse-Pixelschubser wie beispielsweise RX 6600 lohnt. Allen anderen rate ich zu Verzicht, insbesondere jetzt, da der ganze Crypto-Spuk momentan zumindest ein wenig danach aussieht, als bekäme er zur Abwechslung mal selbst das Zittern. (Philipp "heute kurz angebunden" Reuther)