PCGH-Plus Label [PLUS] Vorschau: Geforce RTX 2080 (Ti) und Raytracing in Spielen

PCGH Plus: Am 20. September starten die Geforce RTX 2080 und RTX 2080 Ti. Nvidia verspricht nicht weniger, als die "Grafik neu erfunden" zu haben. PCGH fasst die bekannten Informationen zusammen und berichtet über exklusive Erfahrungen mit Raytracing in Spielen. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 10/2018.

0
Special Raffael Vötter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
 Vorschau: Geforce RTX 2080 (Ti) und Raytracing in Spielen
Quelle: PC Games Hardware

Wichtiger Hinweis: Die Vorschau zu den Turing-Grafikkarten in der Printausgabe entstand mit dem Wissensstand von Ende August. Mittlerweile gibt es auch ein ausführliches Technik-Dossier zu allen Turing-Techniken, das wir Ihnen nahelegen. Nichtsdestotrotz wollen wir den Artikel allen Plus-Fans und -Abonnenten nicht vorenthalten, denn unsere praktischen Eindrücke zu Raytracing-Spielen auf der Gamescom finden Sie ebenfalls in diesem Artikel.

Nvidia kommt auf Turing - Geforce RTX 2080 (Ti) und RTX 2070

So kennen wir Nvidia: Ein selbstbewusster Jen-Hsun Huang, mittlerweile allseits als "Jensen" bekannt, betritt die Bühne und versetzt Technik-Enthusiasten genauso zuverlässig in nervöse Erwartung wie einst Apple-Gründer Steve Jobs. So war es jedenfalls am 20. August, als Huang auf einem speziellen Event die neue Nvidia-Prozessorgeneration aus dem Ärmel seiner weltbekannten Lederjacke schüttelte.

G80 war gestern

Ampere, GTX 1180 und wie die Gerüchte alle hießen waren falsch - Nvidias Produktreihe des Jahres 2018 hört auf den Codenamen "Turing", benannt nach dem britischen Mathematiker Alan Turing. Nvidia spricht bei der neuen Architektur vom größten Meilenstein seit dem G80-Chip, besser bekannt als Geforce 8800 GTX, welcher 2006 vereinheitlichte Shader und Direct X 10 einführte. Um das angemessen zu erklären, präsentierte der Nvidia-CEO kurzerhand auch der versammelten Spielerschaft eine relativ technische Präsentation. Diese gab er bereits einige Tage zuvor beim Launch der Turing-Profi-Varianten zum Besten. Nvidias Botschaft ist klar: Grafik soll sich für immer verändern. Das haben bereits andere Firmen behauptet.

Pfeiler I: Raytracing

Seit 2008 forscht Nvidia verstärkt nach Möglichkeiten, um klassische Rasterisierung zu verbessern. Jenes Standardverfahren, um Echtzeitgrafik mit hohen Bildraten zu erzeugen, setzt, vereinfacht formuliert, auf Dreiecke, welche tapeziert, mit großem Aufwand nachbearbeitet und anschließend auf den Bildschirm projiziert werden. Damit lassen sich sehenswerte Ergebnisse erzielen, allerdings sind der damit erreichbaren Präzision Grenzen gesetzt. Das liegt primär an der Tatsache, dass traditionelle Beleuchtungsverfahren nichts mit dem realen Verhalten von Licht zu tun haben, sodass man es nachahmen muss. Entwickler und Content-Ersteller tricksen mithilfe von künstlichen Lichtquellen, vorberechneten Schatten, Fake-Reflexionen und vielen weiteren, mit den Jahren stetig verbesserten Kniffen, um den Anschein realistischer Grafik "aus einem Guss" zu erwecken. Das geht einfacher: mit Raytracing. Dahinter steckt eine Technik, mit der Lichtstrahlen virtuell nachgebildet werden - mit allen Vorteilen. Tatsächlich gilt Raytracing seit Jahren als der "Heilige Gral" des Renderings. Wie das Trinkgefäß aus der Artus-Sage soll Raytracing die Gemeinschaft von Problemen befreien und stattdessen Glückseligkeit bringen. Da die Erzeugung und die Nachverfolgung (Tracing) virtueller Strahlen (Rays), welche mehrfach an Objekten abprallen (Bounces), extrem rechenaufwendig sind, scheiterte bisher jeder Versuch der Echtzeitanwendung.

Nvidias Forschungsteams wollen mit Turing einen Durchbruch erzielt haben. Eine ausgeklügelte Mischung aus Hard- und Software ermöglicht Raytracing mit echtzeittauglichen Bildraten. Der Haupttrick dabei ist, dass nicht die komplette Bildberechnung mittels Raytracing erfolgt: Hybrides Rendering mit Rasterisierung und anschließender Raytracing-Aufwertung ist das Stichwort - "Augmented Rasterization" kombiniert die Raster-Effizienz moderner GPUs mit der Qualität von Raytracing.

PC Games Hardware PLUS
Jetzt für 0,69 € kaufen
oder Werbefreiheit und Zugriff auf alle PLUS-Artikel (Monatsabo)
Für 4,80 EUR PLUS-Abo abschließen Bitte loggen Sie sich in Ihren PCGH-Community-Account ein, um diesen Artikel kaufen zu können. Alle Angebote für PLUS (Monatsabo, Jahresabo, Upgrades für Werbefrei) finden Sie auf unserer Supporter-Seite
Das finden Sie im Artikel:
  • Zusammenfassung Technik-Features von Turing
  • Tech Specs Turing, Volta und Pascal (Geforce + Quadro)
  • Vergleich: Nvidia-Referenzdesign 2.0
  • Raytracing angespielt in Battlefield 5, Shadow of the Tomb Raider und Metro Exodus
  • Raytracing via DXR auch auf Konsole und AMD-GPUs?
INFO: Sie können PCGH-PLUS-Artikel einzeln kaufen oder ein PLUS-Abo erwerben.
Als PCGH-Digital-Abonnent erhalten Sie kostenfrei Zugriff auf alle PLUS-Artikel.

0
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk