GTX Titan X: Externe Stromquelle für Overclocking
Nvidias GTX Titan X bietet sehr viel Leistung zu einem sehr hohen Preis. Allerdings ist die Grafikkarte nicht geeignet für extreme Übertaktung, da der Spannungsregler selbst bei wenig erhöhter Volt-Zahl zu Schaden kommen kann. Overclocking.Guide hat nun eine Anleitung erstellt, mit der es möglich sein soll, eine externe Stromquelle an die GTX Titan X anzuschließen.
Viel Leistung für viel Geld: Nvidias Flaggschiff, die GTX Titan X, ist zwar ein Traum für jeden PC-Enthusiasten, aber derzeit nicht unter 1.100 Euro zu haben. Käufer erfreuen sich an der hohen Performance, ärgern sich jedoch gleichzeitig über stark begrenze Übertaktungsmöglichkeiten. Grund dafür: Die Stromzufuhr und inbesondere der Spannungsregler sind nicht für höhere Spannungen ausgelegt und können schon bei leicht angehobenen Volt-Zahlen beschädigt werden. Overclocking.Guide (Grüße an Roman 'der8auer' Hartung) will hier Abhilfe schaffen und hat eine Anleitung entwickelt, die beweist, dass eine externe Stromquelle dieses Problem lösen kann. Aber Achtung: Anwendung auf eigene Gefahr!
Die Voraussetzungen lesen sich wie folgt: Lötkolben, Kupferblätter mit einer Dicke von 0,5 bis 1 Millimeter, Kupferdrähte, Lötzinn hoher Qualität, Heißklebepistole, Schleifmaschine, Multimeter und sehr viel Geduld. Zunächst wird der Kühler der GTX Titan X demontiert. Dann werden die Spulen abgenommen, um den Spannungsregler zu deaktivieren und anschließend die Netzteilkarte angeschlossen. Als nächstes wird am Onsemi NCP81174 des GPU-Controllers Pin 3 mit einem scharfen Messer abgeschnitten, damit der Halbleiter nicht den Zustand des Spannungsreglers prüft. Um die Vorgabeleistung freizugeben, wird über drei Widerstände oberhalb des GPU-Controllers gelötet.
Anschließend werden die mit R22 markierten Feldmagneten entfernt und der Widerstand von vGPU zu Masse geprüft. Werte zwischen 1,5 und 3 Ohm sind hier die Regel, können aber aufgrund des Multimeters oder des Standard-Niveaus variieren. Um die Lötfläche zu verbessern, empfiehlt es sich, die Fläche unter den Spulen abzuschleifen. Anschließend wird der Widerstand an einen Trimmer angeschlossen, welcher auf circa 3,09 Kiloohm eingestellt werden sollte. Mit den Kupferblättern wird nun das Power-Board an das PCB der Titan X angeschlossen. Als nächstes sollte ein weiteres Mal der Widerstand geprüft werden; dieser sollte nach Möglichkeit einen ähnlichen Wert wie zuvor erreichen. Die Kabel des Power-Boards werden nun mit dem Volt-Punkt der GPU sowie des Speichers angebunden. Die Stromquelle sollte nun noch isoliert werden und die Titan X ist bereit, stark übertaktet zu werden.
Quelle: overclocking.guide


Die Wandler reichen für den normalen Betrieb problemlos aus. Es werden die gleichen Teile wie schon bei der GTX 780 Ti referenz / GTX Titan (GK 110) verwendet. Moderates Overclocking machen die ICs schon mit wenn entsprechend gekühlt wird. Gerade wer eine WaKü verwendet kann die Spannung per Software problemlos bis ans Limit verwenden. Mehr als 1,27 Volt sind meines Wissens nach per Software nicht möglich. Mehr als 1,35 Volt würde ich den normalen ICs auch nicht zumuten.
würden mich mal die vor und nachteile der EVGA E-Power, ASUS Power Card ,GIGABYTE G-Power mehr interessieren
Bei jeder Form von Stromfluss wird der gesamte Querschnitt durchflossen - Kupfer bietet sich an weil es einen geringen Widerstand hat (Silber wäre noch besser, wird aber aus naheliegenden Gründen nicht benutzt...). Die Bänder haben einfach nen großen Querschnitt für die hohen Ströme.
Dranfassen wäre auch im Betrieb absolut kein Problem da hier nur sehr kleine Spannungen verwendet werden die in deinem Körper (der einen hohen elektrischen Widerstand hat) keinen nennenswerten Stromfluss auslösen können - du bekommst ja auch keinen Schlag wenn du ne 9V-Batterie oder ne Autobatterie anfasst und die Spannungen sind schon viel höher als die einer GPU. Außer evtl ne Brandblase wenns zu heiß wird ists aufgrund der Niederspannung ungefährlich an Grafikkarten zu fassen. http://extreme.pcgameshar...
Es gibt aber tatsächlich einen "Skin-Effekt":
Skin-Effekt / Skineffekt
Richtig, da liegen ja nur ein paar Volt an.. ungefährlich, und das bei dem hohen Strom der da fliest.
..ich halt mich weiterhin fern davon
Ein Eindrucksvolles Beispiel für den Skineffekt ist ein sogenannter Tesla-Transformator – Wikipedia bei dem man (sofern man keinen Herzschrittmacher oder ähnliches trägt) zumindest bei den kleineren gefahrlos den Funken auf sich selbst überspringen lassen kann. (Das habe ich selbst schon gemacht
Im konkreten Fall handelt es sich um einen Mischstrom, da die GPU mit Gleichsspannung versorgt wird, diese aber mit einer Brummspannung überlagert ist. Außerdem verursacht die Arbeitsweise der GPU ebenfalls extrem hochfrequente Wechselströme, die aber bereits im GPU Pacage (z.B.: durch integrierte Kondensatoren, SMD Kondnesatoren, in der Leiterplatte aufgebaute Kondensatoren (z.B.: Masse und VCC-Fläche bilden einen Kondensator) in Kombination mit den Induktivitäten der Leiterbahnen soweit geglättet werden, das nur noch deutlich niederfrequentere Wechselstromanteile vorliegen. Ein Wechselstromanteil kann auch eine Transiente sein, wie sie z.B.: bei schnellen Lastwechseln oder bei der Bildausgabe der GPU entsteht.
Die Strombelastbarkeit von Aderleitungen ist gar nicht mal so das Problem, sondern deren Kühlung. Z.B.: kann bereits eine 0,02mm^2 Aderleitung bei 40°C Erwärmung 2A (=100 A/mm^2) führen. Da aber die Querschnittsfläche quadratisch zum Durchmesser, die Oberfläche aber nur linear zum Durchmesser ansteigt, verringert sich die mögliche Stromdichte mit zunehmenden Durchmesser deutlich. Eine 1mm^2 Aderleitung kann nur noch 19 A führen, also 19% der Stromdichte der 0,02 mm^2 Aderleitung. Die Kupferbänder haben nun aber eine deutlich größere Oberfläche im Vergleich zur Querschnittsfläche, wodurch bei diesen die mögliche Stromdichte weniger stark abfällt. Vereinfacht steigt diese linear mit der Breite des Bandes an, da ja (vereinfacht) immer die selbe Oberfläche zur Kühlung für die selbe Querschnittsfläche vorliegt. Ein 4 - mal so breites Band kann also auch etwa 4 - mal so viel Strom bei gleicher Erwärmung leiten, wohingen eine 4-fache kreisförmige Querschnittsfläche abhängig vom absoluten Durchmesser weniger leiten kann. (z.B.:0,25mm^2 auf 1 mm^2 --> 6A auf 19 A; 1mm^2 auf 4mm^2 --> 19 A auf 42 A) (Die Werte gelten führ isolierte Aderleitungen in Einzellverlegung und auschließlich freier konvektion). Außerdem können die Kupferbänder durch die fehlende Isolation auch leichter aktiv gekühlt werden, wodurch sich die Strombelastbarkeit weiter erhöht (je nach Luftgeschwindigkeit).
Ich mache das immer aus einem gewissen Grund unentgeltlich. Das Löten ist mit einem Risiko verbunden. Auch wenn ich stets sorgfältig vorgehe besteht immer ein Restrisiko, dass die Karte nicht mehr funktioniert. Das passiert bei mir etwa bei 1 von 20 Karten. Ich kann also nie komplett garantieren dass die Karte danach noch funktioniert. Das muss einem bei solchen Modifikationen immer bewusst sein.
Gruss
wolflux
Gruss wolflux
Ich mache das immer aus einem gewissen Grund unentgeltlich. Das Löten ist mit einem Risiko verbunden. Auch wenn ich stets sorgfältig vorgehe besteht immer ein Restrisiko, dass die Karte nicht mehr funktioniert. Das passiert bei mir etwa bei 1 von 20 Karten. Ich kann also nie komplett garantieren dass die Karte danach noch funktioniert. Das muss einem bei solchen Modifikationen immer bewusst sein.