Ungewöhnlicher Rettungsversuch: Geforce GTX Titan im Ofen gebacken, hat 17 Monate durchgehalten
Der PCGHX-Nutzer CypherWTF berichtet im Forum über eine außergewöhnliche Rettungsaktion: Durch Backen lief seine GTX Titan nach ihrem Tod noch weitere 17 Monate. Jetzt hat das Modell zwar wieder den Dienst quittiert, doch der Backofen wartet schon - möglicherweise gelingt noch eine zweite Reparatur.
Schnelle Grafikkarten sind teuer und sollten dem Käufer natürlich möglichst lange Freude bereiten. Irgendwann kann es aber doch dazu kommen, dass der eigene Pixelbeschleuniger den Dienst verweigert, und die Garantie schon lange abgelaufen ist. Viele Defekte sind dabei leider kaum zu reparieren, in einigen Fällen gelingt es aber doch. Das zeigt beispielsweise ein Fall des PCGHX-Nutzers CypherWTF, der dankenswerterweise im Forum darüber berichtet.
Backofen als Rettung
Im April 2022 quittierte seine GTX Titan ihren Dienst - sie gab kein Bild mehr aus. Bei einer sechs Jahre alten Grafikkarte war die Garantie natürlich kein Thema mehr, und so startete die ungewöhnliche Rettungsaktion. Ein BIOS-Update als Ersthilfe war dabei nicht möglich: Die Grafikkarte lief zwar, sie konnte aber nicht angesprochen werden. Als Nächstes folgte deshalb ein drastischerer Schritt: das Backen. Dazu hat CypherWTF den Kühler und sämtliche Wärmeleitpaste vom PCB entfernt und die Grafikkarte in einem normalen Ofen gebacken - bei 120° und Ober-/Unterhitze für eine halbe Stunde.
Nachdem anschließend alle Bauteile wieder montiert waren, lief die GTX Titan tatsächlich wieder an. Vermutlich gab es unter einem der Chips eine fehlerhafte Lötstelle, die durch die erhöhte Temperatur wieder lauffähig gemacht werden konnte. Und das sogar recht lange: Ende Mai 2022 wurde das Modell im Backofen behandelt, und erst jetzt, am 10. November, hat die Grafikkarte wieder ihren Dienst quittiert. Durch das Backen konnte die alte High-End-Grafikkarte also stolze 17 Monate weiterarbeiten.
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Ganz geschlagen gibt sich CypherWTF übrigens auch jetzt nicht: Er hat sich inzwischen zwar eine neue Grafikkarte bestellt, er will die Titan aber trotzdem noch ein weiteres Mal backen. Möglicherweise gelingt also sogar ein zweiter Rettungsversuch, damit das Modell ein noch längeres Leben nach dem Tod hat. Und auch falls die Reparatur nicht gelingt, gibt es schon einen Plan - in diesem Fall soll die Grafikkarte als Andenken an die Wand gehängt werden.
Quelle: PCGHX-Forum

Aus der 02/16:
In einer damaligen Umfrage gaben übrigens von 300 Leuten je rund 100 an, dass es gar nichts gebracht hat, 100 das danach ein Jahr oder länger fehlerfreier Betrieb möglich war und weitere 100, dass der Ärger nach kurzer Zeit wieder losging.
Was da bereits "gebacken" wurde, sind nicht selten der Klassifizierung "Biowaffe" zuzuordnen und weil die lieben Kollegen vom Putzen nix halten (allesamt Akademiker btw), bildet sich da drin seit wir den Ofen haben ein netter flaum an allem möglichen...
Zum Thema: wie bereits hier beschrieben:
Ich hab sie (1060 6GB), 2016 um 220 Euro gekauft. Jetzt, 7 Jahre später hätte ich geschaut ob etwas mit ähnlichem Verbrauch (120 W) und halt etwas mehr Leistung günstig (bis 150 Euro) verfügbar ist, qber nix gefunden. Der Markt ist schon gestört. Wenn ich eine Karte ab der 1660 such, bin ich trotz dem das Ding 5 Jahre alt ist bei über 200 Euro...
Mich triggert das nämlich echt, dass ich 7 Jahre später keine ordentliche gleichwertige (120W Verbrauch, 6+GB RAM, Treibersupport für die nächsten Jahre gesichert) Karte bekomme um deutlich weniger Geld. Alles was ich finde frisst entweder mehr strom, hat nicht wirklich mehr Leistung oder teils sogar weniger Speicher UND Kostet gleich viel. Ein Sidegrade 7 Jahre später zum gleichen Preis, da werf ich doch lieber den Ofen an, der aktuelle Zustand war nicht mehr tragbar: die Abstürze kamen mehrfach täglich, sei es beim Browsen, Video schauen oder Spielen.
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Hardwarefehler sagt Code 141, Produkt 256_1. Schaut man genau auf die Uhrzeit (etwa 23:45) sagt der Event-Handler:
"Die Beschreibung für die Ereignis-ID "0" aus der Quelle "nvlddmkm" wurde nicht gefunden. Entweder ist die Komponente, die dieses Ereignis auslöst, nicht auf dem lokalen Computer installiert, oder die Installation ist beschädigt. Sie können die Komponente auf dem lokalen Computer installieren oder reparieren."...
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Beim zerlegen der Grafikkarte ist mir in der Nähe des RAMs eine schwarzes Bauteil aufgefallen, das anscheinend auch das RAM etwas ange "kokelt" hat.
Vorhin 10 min @ 200 Grad im Rohr gehabt, mal schauen wie lange es hält, das letzte Mal war es 2019 und dann warens immerhin 4 Jahre.
2 Würde ich gerne nochmal rausholen.
Wenn es nicht klappt, wird das Ding halt doch durch eine Geforce 4050 AKA bzw. Verkaufsname 4060 (auch ca 120W, 8GB) ersetzt.
Falls wer fragt: Intel wäre im Bereich um 200€ tatsächlich die günstigste Wahl, aber das betreffende MoBo untersützt kein SAM/reBar) und AMD arbeitet weiter brav in den anderen PCs, 1 NV Karte im Haus habe ich deshalb, weil es manchmal bei meinen Oldie-Spielen so ist, dass ich die zwar auf meinen PCs zuerst teste/starte, aber wenn es mal nicht läuft, auf der NV laufen sie komischerweise leider immer
Des funzt natürlich nicht denn wie oben bereits erwähnt ist die temp dafür zu niedrig
jetzt Beruflich damit, 180 °C bei 15-20 Minuten sind Ideal
Oh und die ICS gehen nicht in flamen auf
Aber das wiederspricht auch der These das eine CPU 105°C wie wir sie in Notebooks teils haben der CPU schadet,
tut es auch aber nur Indirekt, aber die Leckströme sind zur Nutzungszeit harmlos.
Aus der 02/16:
raten von Nachahmung ab.
Das Erhitzen von Hardware gefährdet nicht nur die Komponente, durch
die Wärme werden auch chemische Prozesse ausgelöst, die sich auf die
Gesundheit des Hardware-Bäckers auswirken. Wir haben die für die
Sicherheit von Lötarbeitsplätzen zuständige Berufsgenossenschaft um
eine gesundheitliche Einschätzung der Toxizität des Vorgehens gebeten.
Durch das Erhitzen im Backofen
wird die gesamte Platine inklusive
der Bestückung erwärmt, wodurch
Pyrolyseprodukte aus organischem
Material entstehen können. Diese
werden z. B. aus den Grundmaterialien
der Leiterplatte (Harze,
Kleber usw.) sowie aufgebrachten Schichten (z. B. Lötstopplacken) freigesetzt. Üblicherweise,
wenn solche Stoffe am Arbeitsplatz entstehen, werden sie abgesaugt,
gefiltert und fortgeleitet. Solche Möglichkeiten für Schutzmaßnahmen bietet ein
Backofen nicht.
Eine Gefährdung durch z. B. sensibilisierende, gesundheitsschädigende oder
gar krebserzeugende, erbgutverändernde und fruchtbarkeitsgefährdende Stoffe
ist möglich. Gesundheitlich schädigende Auswirkungen können deshalb nicht
ausgeschlossen werden. Diese beginnen in der Regel mit Atemwegsreizungen,
Kopfschmerzen und Schwindelgefühl, können sich aber bei häufigen Wiederholungen
der Tätigkeiten bis hin zu nicht reversiblen Erkrankungen ausweiten.
Aus unserer Sicht ist deshalb der Einsatz eines Backofens für den genannten
Verwendungszweck strikt abzulehnen, da das erforderliche Schutzniveau nicht
gewährleistet werden kann.
Wird der Backofen anschließend für die Zubereitung von Lebensmitteln verwendet,
muss die/der Nutzerin/Nutzer damit rechnen, dass im Innenraum ausgedünstete
und abgelagerte Stoffe in die Lebensmittel übertreten und damit zusätzlich zu
einer nicht kontrollierten oralen Aufnahme führen können. Deswegen wird von
einer Verwendung für die genannten Reparaturzwecke dringend abgeraten.