Geforce GTX 760 im Test-Vergleich: Wie urteilen die Kollegen?

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Die Geforce GTX 760 ist da und will vor allem preisbewusste Kunden locken, die sonst auch gerne einmal bei AMD zuhause sind. Aber hat Nvidia das Zeug dazu? Wir würden der Grafikkarte eine Kaufempfehlung aussprechen, aber was sagen die Kollegen der anderen Magazine, die den Test ebenfalls durchgeführt haben? Die Meinung decken sich nicht immer, aber die Testergebnisse in Zahlen sind stimmig.

Heute hat Nvidia die Geforce GTX 760 vom Stapel gelassen, die mit rund 235 Euro geplantem Ausgabepreis eine recht attraktive Figur für preisbewusste Spieler macht. Umso mehr sind die Testergebnisse der Grafikkarte auf Basis des GK104-225 interessant. Nvidia will Aufrüster älterer Karten der GTX-275-Klasse (4-Jahres-Zyklus) beziehungsweise der GTX-560-Klasse (2-Jahres-Zyklus) locken. Interessant ist die Karte aber auch für all jene, deren Schmerzgrenze bei den Kosten unter 300 Euro liegt. Wer mehr Leistung will, muss nämlich gleich 340 Euro und mehr bei der 700er-Serie investieren oder auf das ältere Modell Geforce GTX 670 für rund 300 Euro zurückgreifen.

Geforce GTX 760: Und die Testwerte?

Die Testwerte haben wir anhand des Referenzmodells ermittelt, weshalb diese auch nur entsprechend vergleichbar sind. Die Leistungsaufnahme ist weitestgehend deckungsgleich. Wir messen 10/163 Watt "nur für die Grafikkarte" und auf diese Werte kommt auch Toms Hardware mit 11/153 Watt. Nicht alle Ergebnisse sind hier vergleichbar, da teilweise die nicht die einzelne Karte, sondern das gesamte System gemessen wird. Alles in allem passen die Werte aber testübergreifend. Im Leerlauf geht das Ergebnis in Ordnung, unter Last ist die Karte da wo man sie erwartet hatte, aber das geht eigentlich auch besser. Gleiches Spiel bei den Temperaturmessungen: Im Idle sind die Werte mit knapp 40 Grad bei allen Tests deckungsgleich und auch unter Last ergeben sich kaum Unterschiede mit Werten um knapp 50 Grad Celsius.

Ein ähnliches Bild gibt es bei der Lautheit: Wir messen 1,0 Sone im Leerlauf auf dem Windows-7-Desktop, die sich aber mit den Ergebnissen der Kollegen nicht vergleichen lassen. Hier wird noch in dB(A) gemessen und die beiden Systeme sind schlecht bis gar nicht vergleichbar. Grundsätzlich decken sich die Messungen mit um 40 dB(A), was ganz grob auch 1,0 Sone entspricht und das ist im Idle schon als laut zu bezeichnen. Da wird es auch unter Last nicht mehr groß besser. 3,2 Sone sind sportlich und das sehen auch alle anderen tester so, die bei um 50 dB(A) liegen. Da es kaum Referenzkarten im Handel geben wird, spielt das kaum eine Rolle. Das deckt sich auch mit der oben getätigten Aussage, dass es sehr auf das von ihnen gewünschte Partnermodell ankommt, ob sich der Kauf lohnt,

Geforce GTX 760: Kaufen oder nicht?

In unserem Test der Geforce GTX 760 berichten wir, dass die Karte erstmals seit Längerem bei Nvidia wieder eine ansprechende Spieleleistung mit einem Preis, welcher auch größere Käuferschichten anspricht, vereint. Die Kollegen von Tom's Hardware sehen es ähnlich wie wir: "In Sachen Performance ist sie zwar alles andere als revolutionär, selbst die GTX 670 ist noch ein gutes Stückchen schneller. Aber sie kann es sich anrechnen, diese Performance mit einem 240-Euro-Preispunkt zu kombinieren […]." Unsere wertenden Kollegen sind aber nicht alle dieser Ansicht. Auf Hardwareluxx kommentiert man "Ohnehin fällt es mir schwer, eine echte Daseinsberechtigung für die Karte zu erkennen. […]Die GeForce GTX 760 allerdings ließe sich problemlos mit der GeForce GTX 670 ersetzen, die sogar eine höhere Performance vorweisen kann." Auch die Kollegen von Computerbase stellen fest das fest: "Partnerkarten, die mit Standard-Taktraten, aber besseren Kühlsystemen daher kommen, sollten deutlich über der Referenz und damit durchaus auf dem Niveau der GeForce GTX 670 liegen." Eine Kaufentscheidung sollte also anhand der für Sie in Frage kommenden Partnerkarte getroffen werden. Das ist dann nämlich auch der Punkt: Vom Referenzdesign lässt man besser die Finger, sollte es ein Partner doch wagen, dieses erst anzubieten. Es dürfte hauptsächlich Custom-Designs geben.

Geforce GTX 760: Und die Benchmarks?

Die Benchmarks lassen sich in der Regel nicht 1:1 vergleichen, da jedes Magazin hier seine eigenen Testszenen wählt und seinen Erfahrungsschatz einfließen lässt. Man muss sich hier auf die zusammenfassenden Aussagen fokussieren. Die lautet bei uns etwa: "Meist sortiert sich die GTX 760 in unseren Benchmarks zwischen die beiden Radeon-HD-7950-Modellen mit wenigen Ausreißern auf beiden Seiten. Im PCGH-Leistungsindex 2012/2013 liegt die Geforce GTX 760 auf Platz 9 und 1,4 Prozentpunkte hinter der HD 7950 Boost, aber 2,7 Prozentpunkte vor der nicht geboosteten HD 7950. Die GTX 670 liegt mit 68,6 Punkten vor diesem Trio." In der Summe wäre das ein "passt schon für das Geld". Angesichts des UVP von 200 Euro plus Steuer und der abgelieferten Leistung kommt die Geforce GTX 760 testübergreifend auf ein ausgewogen gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – vor allem in diesem Preissegment und damit den direkten Konkurrenten knapp schlagend. Zumal der Straßenpreis sicher etwas niedriger ausfällt.

Zusammenfassend lässt sich wohl übereinstimmend sagen, dass Nvidia mit der Geforce GTX 760 eine spieletaugliche Karte für aufrüstwillige und preisbewusste Spieler ins Angebot genommen hat, die sonst eher bei AMD zu zuhause sind. Ganz treffend für die Situation ist auch ein Teil des HT4U-Fazits: "Den Gegner im eigenen Hause hat man erkoren und geschlagen. Der Blick auf die Konkurrenz sieht die AMD Radeon HD 7950 und HD 7950 Boost-Edition vor. Laut NVIDIA eigenen Präsentationsfolien schlägt man diese Gegner mühelos. Im Mittel über unsere recht aktuellen 18 Spiele-Titel (GPGPU-Benchmarks nicht inbegriffen), gelingt das nicht." Bei dem Preis lässt sich auch damit leben, dass der Karte oberhalb des üblichen Full-HD-Gamings etwas die Puste ausgeht. Mit den Partnerkarten, die eine Werksübertaktung mitbringen, verbessert sich dieses Verhältnis gewiss noch etwas.

Geforce GTX 760: Doch besser AMD?

Der direkte Konkurrent der Geforce GTX 760 ist die Radeon HD 7950 Boost, je nach Benchmark auch die HD 7970. Wir stellen fest: "Negativ betrachtet lässt sich zwar sagen, dass man die in etwa gleiche Spieleleistung mit der knapp 1,5 Jahre alten HD 7950 bekommt, doch muss man berücksichtigen, dass jene Karten bei knapp 400 Euro gestartet sind. Das Never-Settle-Reloaded-Bundle könnte dennoch den Ausschlag geben, zur Radeon anstatt zur Geforce zu greifen." Auch Computerbase stellt fest, dass GTX 760 und 7950 Boost gleich schnell sind. Es ist also vor allem eine Frage des Geschmacks und der Ausstattung, ob man lieber zum AMD- oder Nvidia-Produkt greift. Für die rund 30-40 Euro mehr der AMD-Karte gibt es auch etwas mehr Speicher.

Unser Test der Geforce GTX 780 - vielen Dank an die vielen testenden Kollegen von Computerbase, Hardwareluxx, HT4U, Tom's Hardware und TweakPC.

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    • Kommentare (23)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Zeus18
        Ja genau, stimme ich zu!
      • Von Zeus18
        Ja genau, stimme ich zu!
      • Von XD-User Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Thilo
        Wie findet ihr eigentlich den Artikelansatz, die Tests der Kollegen zusammenzufassen?

        Schöne Sache, kann es ruhig immer wieder mal geben
      • Von Markzzman BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Thilo
        Wie findet ihr eigentlich den Artikelansatz, die Tests der Kollegen zusammenzufassen?
        Kann doch für eure Leserschaft nur gut sein.

        Jeder der sich für den - von euch - vorgestellten Artikel interessiert, hat so mehrere Seiten die den Artikel ausführlich getestet haben. Und hat so einen Vergleich.
        Wenn sich die Ergebnisse mit den der anderen auch noch deckt, so hat der Leser/ Käufer / Interessent eine guten Eindruck bekommen, ob der vorgestellte Artikel was für einen ist bzw. im Falle von mehreren Partner Karten, welche am ehesten in Frage kommt.

        Weiter so !

        MFG
      • Von darthnerd Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von PCGH_Thilo
        Wie findet ihr eigentlich den Artikelansatz, die Tests der Kollegen zusammenzufassen?

        Bin ich sehr dafür, dass ihr das weiterführt
        Auch schön, dass ihr die Test auch noch mit verlinkt habt.
      • Von Deimos BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Thilo
        Wie findet ihr eigentlich den Artikelansatz, die Tests der Kollegen zusammenzufassen?
        Wollte ich eben schreiben - eine sehr gute Idee und eine gute Reflektion auch für eure Artikel!
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