PCGH-Plus Label [PLUS] Geforce GTX 1660 im Test

PCGH Plus: Nvidias Turing-Neuheiten nähern sich der 200-Euro-Marke. Für wen sich die Geforce GTX 1660 lohnt und ob AMDs Radeon RX 590 ausgedient hat, klären wir im Test. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 05/2019.

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 Geforce GTX 1660 im Test
Quelle: PC Games Hardware

Ti war gestern: GTX 1660

Nvidia feuert weiter aus allen Rohren. Erst in der vergangenen Ausgabe testeten wir die Geforce GTX 1660 Ti, nun ist - wie die Gerüchteküche es prophezeite - das Modell ohne Ti-Suffix gestartet. Die Adressaten sind Besitzer älterer Mittelklasse-Grafikkarten, welche noch nicht aufgerüstet haben. Ob sich das Warten auf Nvidia gelohnt hat oder die preislich vergleichbare Radeon RX 590 das bessere Angebot darstellt, klären wir im Test der Geforce GTX 1660.

Turing double-light

Mit der GTX 1660 Ti erblickte der TU116-Chip das Licht der Welt. Wie in der PCGH 04/2019 ausgeführt, steckt dahinter eine Neuentwicklung auf Basis von Turing, welche an die Erfordernisse der Mittelklasse angepasst wurde. Weil Nvidia den frühen Schritt auf 7-Nanometer-Strukturen scheute, fallen alle bisherigen Turing-Chips relativ groß aus. Da zwischen Größe und Fertigungskosten ein Kausalzusammenhang besteht und Mittelklasse-Grafikkarten preislich attraktiv sein müssen, war Nvidia zu Einschnitten gewungen. Infolgedessen muss der TU116 auf die Raytracing- und Tensor-Kerne verzichten, welche das Hauptmerkmal der RTX-Grafikkarten darstellen; außerdem verfügt der Chip nur über die Hälfte des Level-2-Zwischenspeichers. Die übrige Mikroarchitektur bringt alle Turing-Errungenschaften mit, allen voran der flexiblere, größere L1-Cache sowie die Fähigkeit zur parallelen Abarbeitung von FP32- und INT32-Code. Bisherige Grafikchips wie Pascal und Vega verwenden für beide Formate ihre FP32-ALUs, welche dafür umschalten müssen. Auf Turing, der pro FP32- über eine INT32-ALU zusätzlich verfügt, geht die Arbeit parallel vonstatten. Laut Nvidia weisen moderne Spiele verstärkt einen derartigen Instruktionsmix auf, bei dem Turing auftrumpft. Je älter hingegen der Code, desto weniger bringen die Integer-Schaltungen.

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