PCGH-Exklusiv: Commodore-PC im Test (Update: Benchmark hinzugefügt)
Eins der wählbaren C-Kin"-Designs.
Schon die schlichte aber edle Verpackung des Spiele-PCs macht Lust auf mehr - auf dem schwarzen Karton prangt dezent das wohlbekannte Commodore-Logo. Auch beim Auspacken wird der gute Ersteindruck nicht gemindert, da der Hersteller eine Vielzahl an frei Wählbaren Motiven für das kompakte Gehäuse anbietet. Unser Modell ist im Elveon-Stil gehalten und begeistert mit kräftigen Farben. Weitere, sogenannte "C-Kin"-Motive, können Sie beim Bestellen eines Systems auf der Homepage von Commodore Gaming auswählen. Der Design-Clou: Selbst das Blowhole auf der linken Seite und die Standfüße unter dem PC sind im Logo-Stil gefertigt.
Unter der Haube erfreut das System mit einem Core-2-Extreme-Prozessor QX6800 (2,93 GHz) von Intel, zwei Nvidia-Grafikkarten (2x Geforce 8800 GTX im SLI-Betrieb) und 2 GByte DDR2-1066-Arbeitsspeicher (CL 5) von Corsair. Die ersten Benchmarks zeigen die enorme Leistung des Systems, selbst in Hohen Auflösungen ist die Spieleleistung noch sehr gut. Als Festplatten kommen zwei Raptoren (jeweils mit 150 GByte) von Western Digital mit 10.000 Umdrehungen pro Minute im RAID-0-Betrieb zum Einsatz. Diese haben eine sehr gute Zugriffszeit von 8,5 Millisekunden und eine durchschnittliche Datenübertragung von 137 MByte pro Sekunde - ebenfalls sehr gut. Als Ergänzung steht den beiden Festplatten noch ein Modell von Samsung mit 500 Gigabyte zur Seite. Eine Gamersoundkarte von Creative (X-Fi Xtremegamer) und ein DVD-Brenner runden das Ausstattungsbild ab. Besondere Beachtung verdient das 850-Watt-Netzteil, da dies über eine Heatpipe-Konstruktion (siehe Bild) verfügt, die bis vor den kompakten CPU-Kühler/Lüfter reicht. Die Erweiterbarkeit des PCs ist allerdings begrenzt, da die beiden Grafikkarten enorm viel Platz benötigen und Kabel und Festplatten den begrenzt verfügbaren Platz nahezu ausfüllen. Der Abstand der unteren Karte zum Gehäuseboden ist überdies mit ca. drei Zentimetern sehr gering.
Wo gehobelt wird, fallen bekanntlich Späne. So ist das größte Manko des Commodore-PCs die Lautstärke. Im Windows-Betrieb ist der PC mit 4,1 Sone schon deutlich hörbar und im 3D-Betrieb steigt die Lautstärke ebenfalls auf nervige 4,4 Sone an. Hauptübeltäter ist hier das Netzteil. Neben dem großen Seitenlüfter hinter dem Netzteil sorgen zwei 120-mm-Lüfter sorgen im PC für genug Frischluft im Gehäuse. Ein nettes Gimmick: Dem PC liegt neben einigen Vollversionen auch eine CD mit über 50 C64-Klassikern wie Summer- und Wintergames samt Emulator bei.
Fazit: Commodore bietet Spieleleistung pur und das System ist für sämtliche aktuelle Anwendungs-Szenarien ausreichend dimensioniert. Für den stolzen Preis von ca. 3.790 Euro sollte allerdings mehr drin sein, vor allem die Standard-Gehäuse-Innereien des kompakten Towers und die hohe Betriebslautstärke sind hier der größte Hemmschuh. Zocker mit gutem Geschmack und noch besseren Kopfhörern können allerdings zugreifen.
Update: In unserer Bildergalerie finden Sie nun auch erste Praxisbenchmarks.