Einer für alles: Warum All-in-One-PCs eine große Zukunft haben

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Special Roland Austinat (US-Korrespondent) Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Rund 280 Millionen PC-Besitzer brauchen demnächst einen neuen PC - und die wenigsten wollen noch einen klobigen Tower. Die Lösung: All-in-One-PCs - Rechner, die alle Komponenten eines modernen Rechners zusammen mit einem Monitor in sich vereinen und mit derzeit zweistelligen Wachstumsraten punkten.

Mögen wir als PC-Spieler etwas skeptisch auf All-in-One-PCs oder auch iMacs schauen, in denen alle Komponenten fest verdrahtet und nur selten erweiterbar sind: Der Markt für diese Allzweckwaffen wächst gewaltig. "Über 38 Prozent in den letzten drei Jahren", sagt uns Bill Davidson, Product Marketing Engineer bei Intel, zu Beginn des Vortrags "All-in-One PCs: Put a Spark Back into Desktop PCs". Und Davidson legt nach: "Bei Geräten mit Bildschirmgrößen zwischen vier und 17 Zoll gibt es jede Menge Auswahlmöglichkeiten. Bei Rechnern jenseits der 17 Zoll führt kein Weg am Desktop vorbei." Der Rechenleistung, der Zuverlässigkeit, den zahlreichen Eingabemöglichkeiten, großen Festplatten und einem nicht minder großen Monitor sei's gedankt.

Noch ein paar Zahlen gefällig? Über 280 Millionen PC-Besitzer planen nach internen Intel-Schätzungen den Kauf eines neuen Systems. In dieser Drittelmilliarde fehlen dabei Firmen, die ihre Mitarbeiter alle drei Jahre mit neuen Rechnern ausrüsten. Knapp 100 Millionen Privat-PCs sind älter als sechs Jahre, rund 80 Millionen fünf und über 100 Millionen vier Jahre alt. "Und auf vielen dieser Geräte läuft noch Windows XP, dessen Unterstützung durch Microsoft dem Ende entgegengeht", ergänzt Bill Davidson. Dass ein wuchtiges Tower-Gehäuse, das nur die wenigsten PC-Besitzer jemals öffnen, um eine neue Festplatte oder Grafikkarte einzubauen, im Jahr 2013 nicht mehr besonders sexy ist, zeigt ein Blick auf Apples iMac. Das All-in-One-Gerät sieht nicht nur extrem schick aus, sondern ist mit integrierter Ivy-Bridge-Architektur, einem farbstarken IPS-Monitor und einer 680-MX-Grafikkarte von Nvidia durchaus auch für "normale" Spiele geeignet. Allerdings lässt sich Apple das edle Design fürstlich bezahlen - für preiswertere All-in-One-PCs gibt es also durchaus einen Markt.

Einer für alles: Ein All-in-One-PC soll nicht nur gut aussehen

Ein All-in-One-PC soll nicht nur gut aussehen, sondern auch die bessere Benutzererfahrung mit sich bringen. "Jeden Tag landen über 300 Millionen Fotos auf Facebook", sagt Bill Davidson. "Mit dem großen Bildschirm eines All-in-One-PCs und Programmen wie Media Story von Cyberlink verlieren vermeintliche Profi-Aktionen wie Bildbearbeitung ihren Schrecken für den Durchschnittsanwender." Sprach- und Gesichtserkennung sowie Gestensteuerung senken die Einstiegshürde für Menschen, die sich bislang noch nicht an einen PC getraut haben.

Auftritt Steve Porter, Senior Application Engineer bei Intel, der ein paar Takte zum Design und den Fähigkeiten eines All-in-One-PCs loswerden möchte. Ihm sind besonders wichtig: mehrere Eingabemöglichkeiten (neben Tastatur auch ein Touchscreen), keine lange Wartezeiten beim Systemstart und Inhalte wie E-Mail, Nachrichten und Co., die eigenständig und ohne Zutun des Anwenders immer auf dem aktuellen Stand sind. "Dabei wollen wir so energiesparend wie möglich sein", sagt Porter. "Unser Ziel: Ein All-in-One-PC soll im Leerlauf weniger als zehn Watt verbrauchen." Das will Intel mit Standard-Komponenten erreichen, die mit einem Mini-ITX-Mainboard verbunden sind - und die im Gegensatz etwa zum iMac auch aufgerüstet werden können. Doch Intel arbeitet darüber hinaus auch an Komponenten und Standards, die es heute noch nicht gibt - etwa in den Bereichen Gesichts- und Gestenerkennung und Touchscreen-Technik. Schon 2014 sollen etwa Monitore auf den Markt kommen, die kabellos mit All-in-One-PCs Kontakt aufnehmen.

Moses Morales, Technical Marketing Engineer, konzentriert sich auf einen neuen Audio-Standard beziehungsweise Lautsprecher-Designs, die im flachen Gehäuse eines All-in-One-PCs Platz finden und dennoch gut klingen sollen. Wir kommen in den Genuss der Demonstration eines Lautsprecherprototypen, der aus zwei nach vorne und hinten abstrahlenden Tieftönern und vier Mittel- beziehungsweise Hochtönern besteht. Die zwei Tieftöner übernehmen Frequenzen bis 80 Hz, das innenliegende Lautsprecherpaar kommt dann mit bis zu 8 kHz an die Reihe, während das äußere Lautsprecherduo die darüber liegenden Frequenzen wiedergibt. So entsteht ein transparentes Stereobild - und durch die entgegengesetzte Schallrichtung der Tieftöner vermeiden die Intel-Ingenieure Vibrationen oder gar Bewegungen des PC-Gehäuses.

Einer für alles: Mit insgesamt zehn Watt Musikleistung geht was

In der Tat können die Lautsprecher sich hören lassen: Mit insgesamt zehn Watt Leistung klingt Michael Jacksons Billie Jean selbst in der fünften Sitzreihe kernig, in der wir uns befinden. Präzise und druckvoll auch der Kontrabass in Norah Jones' Coverversion von Cold Cold Heart. "Unser Ziel sind 85 Dezibel Lautstärke in einem Abstand von einem Meter", erklärt Moses Morales. "Das schaffen derzeit etwa nur zwei Prozent aller Geräte." Intel will die Spezifikationen der Lautsprecher an PC-Hersteller weiterreichen, die keine eigenen Entwicklungslabore für die so wichtige Komponente besitzen. Reine Musikwiedergabe ist nur ein Anwendungsbereich der Lautsprecher - denkbar wäre etwa auch ein Skype-Gespräch aus dem Nebenraum, für das man nicht extra am PC Platz nehmen muss. Denn das ist Intels Endziel: Ein All-in-One-PC, der dank eines flachen Formfaktors an der Wand hängt und auch als Fernseher genutzt werden kann. Solange uns die Firma nicht Tastatur und Maus wegnimmt, muss das keine allzu schlechte Idee sein.

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Niza
        AW: Einer für alles: Warum All-in-One-PCs eine große Zukunft haben

        Zitat von XXTREME
        Blödsinn....die Leute kaufen nach wie vor Laptops .

        Ein Laptop ist doch ein All in One PC.

        Oder verstehe ich da was falsch.

        Mfg:
        Niza
      • Von Niza
        AW: Einer für alles: Warum All-in-One-PCs eine große Zukunft haben

        Zitat von XXTREME
        Blödsinn....die Leute kaufen nach wie vor Laptops .

        Ein Laptop ist doch ein All in One PC.

        Oder verstehe ich da was falsch.

        Mfg:
        Niza
      • Von grenn-CB Lötkolbengott/-göttin
        AW: Einer für alles: Warum All-in-One-PCs eine große Zukunft haben

        Zitat von matty2580
        Man sehnt sich nach einfach zu bedienenden Geräten ohne Kampf mit Treibern oder Patch/Updates.
        Stimmt da wartet man lieber Wochen oder Monate auf Updates oder liefert sie für das Gerät gar nicht aus und das ist auch nicht gut.
      • Von XXTREME Lötkolbengott/-göttin
        AW: Einer für alles: Warum All-in-One-PCs eine große Zukunft haben

        Zitat von Niza
        Für Leute, die Mobil sein müssen , ist ein AiO-PC doch spitzte.
        Mfg:
        Niza


        Blödsinn....die Leute kaufen nach wie vor Laptops .
      • Von bootzeit Volt-Modder(in)
        AW: Einer für alles: Warum All-in-One-PCs eine große Zukunft haben

        Zitat von Teutonnen
        Ich hatte einmal einen AIO, nach 2 Monaten ist wohl die Grafikkarte ausgestiegen und ich durfte den ganzen Kram einschicken.. Nie wieder ^^

        Das ist nämlich der springende Punkt .
      • Von Niza
        AW: Einer für alles: Warum All-in-One-PCs eine große Zukunft haben

        Für mich ist momentan der Desktop PC noch lukrativer.
        Das hat auch seine Gründe:

        Ein AiO-PC ist...

        1. ...Schlecht bis garnicht aufrüstbar.
        2. ...Zu teuer
        3. Die Auswahl der Komponenten kann ich mir bei einem Desktop PC selber aussuchen , was ich bei einem AiO-PC meistens nicht kann.

        Es gibt sicherlich auch Punkte, die für einen AiO(All-in-One)-PC sprechen :
        1. Für Leute, die Mobil sein müssen , ist ein AiO-PC doch spitzte.
        2. Oft ist der Energieverbrauch geringer als bei einem Desktop-PC
        3. Ist auch für einen Anfänger im PC bereich gut.

        Jede Seite hat seine Vor- und Nachteile.

        Mfg:
        Niza
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