[PLUS] PC-Pflege statt Neukauf: So holen alte Systeme auf - Aufrüstfallen vermeiden (Teil 3)
Im Finale von "Aufrüstfallen vermeiden" zeigen wir versteckte Stellschrauben, mit denen ältere Systeme "im Leistungswaschgang" wieder Tempo gewinnen - und welche Grafikkarten dazu passen.
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Nachdem wir in den ersten beiden Teilen von "Aufrüstfallen vermeiden" die Themen GPU-Overhead und Speichersubsystem intensiv beleuchtet haben, geht es im vorliegenden letzten Teil um verborgene Stellschrauben, um die Leistung unserer betagteren Testsysteme etwas auf Vordermann zu bringen. Mit einer breiten Auswahl an GPUs prüfen wir zudem, welche Grafikkarte am besten zu den jeweiligen Systemkonfigurationen passt und ab welchem Punkt man teuer bezahlte Leistung verschenkt. Passende GPU-Empfehlungen inklusive.
Teil 1: Diese Grafikkarten harmonieren mit älteren CPUs
Im ersten Teil schauen wir nach unscheinbaren Leistungsbremsen wie Treiber-Overheads und geben Empfehlungen, um das eigene System durch die Speicherkrise zu bringen.
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Teil 2: RAM, PCI-Express und Grafikspeicher richtig abstimmen
Im zweiten Teil schauen wir genauer auf das Speichersubsystem, genauer gesagt Arbeitsspeicher, PCI Express und SSD- sowie Videospeicher.
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Testaufbau
Für den letzten Teil der Reihe nehmen wir einige Veränderungen an den Testsystemen vor. Das AMD-System wandert aus dem geschlossenen Gehäuse auf ein BC1-V2-Benchtable von Streacom und wird von dem brummigen Boxed-Kühler erlöst. Wir spendieren der Plattform nun eine adäquate Kühlung in Form einer 280 mm Arctic Liquid Freezer 3, um sowohl den Ryzen 7 5700X3D als auch den 3700X auf einem stabilen Temperaturniveau zu halten und den bisher vorhandenen Nachteil gegenüber der Intel-Plattform zu beseitigen. Wir bringen die Systeme zudem auf den neuesten Stand, was Windows-Updates und Treiber betrifft, und installieren Discord als beliebte Sprachsoftware. Razer Synapse findet ebenfalls den Weg in den Autostart, um die Peripherie anzusteuern. Die Software ist berüchtigt für ihren hohen Ressourcenbedarf, Razer bewirbt jedoch eine deutlich verbesserte Leistung in seiner neuesten Version - was wir bei der Gelegenheit direkt einmal prüfen können. Die Anwendungen laufen nun permanent im Hintergrund, um den Alltag der Nutzer besser abzubilden. Frisch installierte Systeme ohne störende Hintergrundanwendungen sind sicher ideal zum Testen, haben aber mit dem Nutzeralltag wenig zu tun.
Zum Alteisen muss sich die exemplarische Intel-Plattform mit Core i7-10700K noch nicht gesellen. Das System ist auch heute noch mit ein paar Handgriffen eine leistungsfähige Plattform.
Anhand der beiden Testsysteme zeigen wir zum Abschluss zwei unterschiedliche Ansätze zur Optimierung auf, die sich so auch auf vergleichbare Systeme übertragen lassen. Um ein möglichst breites Spektrum an Grafikkarten abzubilden, verwenden wir unterschiedliche GPUs auf den beiden Testplattformen. So lässt sich granular aufzeigen, bis zu welcher Leistungsklasse die Plattformen in der Lage sind, die GPUs auszulasten. Der Ryzen 7 5700X3D dient uns dabei als Messlatte und zeigt die maximal mögliche Leistung auf, die erzielbar ist. Die Karten sind sinnvoll aufgeteilt und berücksichtigen die Erkenntnisse aus den ersten beiden Teilen. So kommen die PCIe-x8-Modelle nur auf der AMD-Plattform mit PCIe 4.0 zum Einsatz, während wir auf der Intel-Plattform mit PCIe 3.0 nur x16-Karten verwenden.
Die Basics
Ehe wir auf die individuellen Optimierungen der Systeme eingehen, zunächst einige grundlegende Empfehlungen. Gerade über die Zeit lange genutzte Systeme lassen Datenleichen in Windows unvermeidbar werden. Häufig entfernt auch das Deinstallieren von Anwendungen diese nicht restlos, und so sammelt sich über die Zeit einiges an Datenleichen, die im Hintergrund noch aktiv sind. Ehe man also an die Hardware-Stellschrauben rangeht, sollte man prüfen, ob das Betriebssystem als Basis nicht zunächst eine Frischzellenkur vertragen könnte. Windows 11 ist heute über einen USB-Datenträger schnell installiert und auch gewachsene Spielesammlungen auf Steam und Co. lassen sich häufig schnell wieder integrieren - sofern diese nicht auf der Systemplatte liegen.
Gerade ältere Systeme profitieren von dieser Frischzellenkur ungemein und bieten mit entsprechender SSD auch wieder eine zeitgemäße Nutzererfahrung. Auch ein prüfender Blick in GPU-Z, ob die maximal mögliche PCIe-Anbindung vorliegt und rBAR aktiv ist, kann nicht schaden. Ein ungeplanter BIOS-Reset kann hier schnell mal vormals getätigte Einstellungen zurücksetzen, ohne dass man davon Notiz genommen hat. Ein kurzer Blick ins BIOS allgemein schadet auch weniger versierten Anwendern nicht. Hier sollte vor allem geprüft werden, ob das XMP/EXPO-Profil des verbauten RAM auch wirklich aktiv ist. Andernfalls lässt man kostbare Leistung brachliegen.
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Im finalen Teil der Reihe geht es an die Stellschrauben, die in vielen „Alltagssystemen“ ungenutzt bleiben: BIOS-Checks (XMP/EXPO, Resizable BAR, PCIe-Anbindung), sinnvolle Hintergrundlast durch typische Tools und vor allem das, was bei älteren Plattformen am meisten bringt.
An der AM4-Plattform zeigen wir messbar, wie viel Kühlung, Vollbestückung (4× DDR4) und einfaches Speichertuning tatsächlich liefern – bis hin zu rund 30 Prozent mehr Fps im reproduzierbaren Praxis-Benchmark. Dazu ordnen wir ein, welche GPU-Klassen ein Ryzen 7 3700X/5700X3D noch sauber auslasten und wo Sie teuer bezahlte Leistung verschenken.
Auf Intels Z490 demonstrieren wir praxisnahes OC plus RAM-Tuning und leiten daraus klare GPU-Empfehlungen ab – inklusive Einordnung der aktuellen Marktlage und Preisfallen. Lesen Sie jetzt den ganzen Artikel exklusiv mit PCGH-Plus!
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