PCGH-Plus Label [PLUS] Der optimale Audio-PC für Musik und Home-Recording

PCGH Plus: Neben Office-Tätigkeiten und Spielen werden PCs auch für die Musikproduktion verwendet. Damit können selbst von Zuhause teils professionelle Audioaufnahmen gelingen. Über Recording, Schnitt, Mix und Mastering kann der gesamte Prozess am heimischen PC stattfinden. Mit diesem Guide erfahren Sie, wie ein Musikstudio aufgebaut ist, worauf bei der Wahl von Recording-Equipment zu achten ist und wie Sie Ihren eigenen Musik-Rechner zusammenstellen. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 05/2024.

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 Der optimale Audio-PC für Musik und Home-Recording
Quelle: MEV, neumann.com, AMD, Intel

Abbey Road für Zuhause

Dass auch in den eigenen vier Wänden professionelle Ergebnisse erzielt werden können, zeigte spätestens Billie Eilish's Debütalbum "When We All Fall Asleep, Where Do We Go?". Dieses wurde vollständig im Schlafzimmer ihres Bruders aufgenommen und gewann im Jahre 2020 gleich 3 Grammys, darunter für die beste Abmischung eines Albums. Der Weg ins professionelle Tonstudio ist also nicht mehr zwingend notwendig. Mit einer Musiksoftware, dem passenden Rechner und etwas Equipment können Sie bereits einige Ideen umsetzen und dabei durchaus professionelle Ergebnisse erzielen.

Welche Hardware ist nötig?

Wer lediglich ab und zu gerne Beats erstellt, für den reicht eventuell ein aktueller Laptop oder Office-PC bereits aus. Sind die Ansprüche höher, etwa wenn mit vielen Spuren und virtuellen Instrumenten gleichzeitig gearbeitet wird, kann sich ein stärkeres System lohnen. Besonders wichtig ist dabei der Prozessor, welcher die Hauptlast der Anwendungsleistung trägt. Bei einer zu hohen Auslastung kann es zu Latenzen im Monitoring und im schlimmsten Fall sogar zu Fehlern im Audiosignal kommen. Letztere äußern sich durch verzerrte Töne und kurze Aussetzer im Live-Playback. Für die Leistungserfassung von Hardware in der Audioverarbeitung gibt es relativ wenige standardisierte Verfahren.

Wir haben uns für den 3XS Benchmark des britischen Musik- und PC-Versandhandels Scan Computer entschieden. Dieser operiert in Cubase und funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Für das Testverfahren wurde ein relativ ausgewogenes Projekt aus verschiedenen Tracks mit VST-Instrumenten und Plug-ins und aufgezeichneten Audiospuren erstellt. Im Projekt befindet sich außerdem eine MIDI-Spur mit aufwendigen Effekten, darunter der VST-Synth Retrologue 2, Steinberg Multiband Compressor und Steinberg Revelation. Die Effekte werden auf 10 durchgängige polyphone MIDI-Noten angewendet. Die Spur wird schlicht so oft dupliziert, bis es beim Abspielen im Live-Playback zu Audio-Fehlern kommt. Damit lässt sich die Leistungsfähigkeit eines Systems relativ gut abbilden. Zu beachten ist allerdings, dass das Interface, die Buffersize sowie die ASIO-Guard-Settings ebenfalls einen Einfluss auf die Performance haben können. Für unseren CPU-Test haben wir jeweils fünf Intel- und AMD-Modelle von der Einsteiger- bis zur Oberklasse ins Rennen geschickt. Für die Leistungsmessung der CPUs verwenden wir jeweils 32 GiB DDR5 Arbeitsspeicher mit einem Takt von 6.000 MHz und einer CL34-Latenz. Die Prozessoren waren dabei in ihrer Leistungsaufnahme unbeschränkt (PL1 und PL2 offen).

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Folgende Themen finden Sie im Artikel: 

  • Welche Hardware für Musik-PC?
  • Der RAM als Flaschenhals?
  • Der eigene Musikrechner
  • RTX 4090 im Musik-PC?
  • Digitale Audio-Workstations
  • Für die Pfennigfuchser: Fünf kostenlose Profi-DAWs
  • Schnittstelle zwischen Audioquelle und PC: das Interface
  • Latenzen reduzieren
  • Monitore für die Ohren
  • Hi-Fi-Kopfhörer sind tabu
  • Mikrofone: XLR, Phantomspeisung und alles Weitere
  • Peripherie für die DAW
  • Was ist eigentlich "MIDI"?
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