[08/04/2022] Würdet ihr aktuell noch eine Grafikkarte oder Plattform aufrüsten? Ein Upgrade meines Gaming-PCs steht für mich vorerst nicht zur Debatte – nicht aus Desinteresse an neuer Hardware, sondern weil der Markt aktuell kaum Argumente dafür liefert. Ich habe hier schon öfter geschrieben, dass meine Bereitschaft, an meinem Gaming-Rechner noch irgendetwas zu tauschen, sehr gering ist. Daran wird sich wohl auch so schnell nichts ändern, denn bisher sehe ich keinen echten Hoffnungsschimmer, dass Speicher, Laufwerke, CPUs oder Grafikkarten noch in diesem Jahr oder Anfang 2027 wieder in angenehmere Preisregionen rutschen.
Ein Plattformwechsel ist für mich deshalb momentan gar kein Thema. Am ehesten würde mich noch der Sprung von der Radeon RX 6800 XT auf eine RX 9070 XT reizen. Aber auch nur dann, wenn ich für die alte Karte auf dem Gebrauchtmarkt noch ein ordentliches Sümmchen bekomme. Spätestens der Blick auf den Kontostand macht aus dem Gedanken aber wieder das, was er aktuell ist: ein Wunschtraum mit PCI-Express-Anschluss.
Also konzentriere ich mich lieber auf mein analoges Hobby Audio. Da fühlt sich Kaufen noch nach Stöbern, Finden und Belohnung an. Für einen Hunni habe ich mir einen Harman Kardon PM645 VXi gegönnt, einen hervorragenden Verstärker aus dem Jahr 1987, der für mich damals unbezahlbar war. Jetzt kann ich damit MM- und MC-Tonabnehmersysteme parallel nutzen und endlich ein solches System an meinem Denon DP-37F ausprobieren.
Ja, auch das schlägt am Ende mit 500 bis 600 Euro zu Buche, wenn ein guter Tonabnehmer dazukommt. Der Unterschied ist nur: Dort fühlt sich die Ausgabe für mich nach echtem Fortschritt und Hobbyspaß an. Beim PC wäre dieselbe Summe aktuell schnell weg, ohne dass sich das Aufrüsten zwingend so anfühlt, als hätte man wirklich den Gegenwert bekommen. (Frank Stöwer)