Mini-Barebone Asrock M8 im Hands-On-Test: Überzeugt das Konzept?
Kompakte Multimedia-PCs fürs Wohnzimmer liegen im Trend. Asrock hat mit dem M8 einen ungewöhnlich designten Barebone im Programm, der optisch leicht an die ersten Xbox-Prototypen erinnert. Trotz der kleinen Abmessungen bietet das Gerät ausreichend Platz, selbst für High-End-Hardware. PC Games Hardware macht den Test.
Nicht nur Konsolenfans, sondern auch PC-Spieler zieht es immer mehr auf die Couch. Besonders bei langen Spielesitzungen ist es auf dem dem heimischen Sofa eben doch bequemer als auf dem Schreibtischstuhl. Immer mehr bekannte Gehäusehersteller wie etwa Bitfenix, Antec oder Coolermaster bringen schicke Mini-Gehäuse auf den Markt die auch im Wohnzimmer eine gute Figur machen. Auch Asrock, eine Firma die eigentlich eher für ihre Mainboards bekannt sind möchte in diesem Segment Fuß fassen. Anstatt nur ein einfaches Gehäuse anzubieten, setzt die Firma mit dem M8 allerdings auf ein Barebone-System.
Asrock M8: Rasantes Design
Der erste Eindruck den der Asrock M8 vermittelt ist hochwertig: Viel Aluminium, wenig Plastik und das Gewicht vermittelt einen guten Stabilitätseindruck ohne schwer oder klobig rüberzukommen. Die Farbgebung in dunklem Rot und Anthrazit unterstreicht den gehobenen Anspruch den Asrock mit dem M8 vermitteln möchte. Das Design ist übrigens in Zusammenarbeit mit der Firma BMW Designworks aus Kalifornien entstanden. Diese arbeiten nicht nur für den Automobilhersteller aus München, sondern haben auch das bekannte Level 10 von Thermaltake entworfen.
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Eine Besonderheit des Asrock M8 ist sicherlich das OLED-Display an der Gehäusefront. Dort können Sie sich nützliche Informationen wie etwa die Zeit, CPU- oder auch die Netzwerkauslastung anzeigen lassen. Die Beleuchtung ist in dem selben Orange gehalten, wie auch die Tachobeleuchtung bei den aktuellen BMW-Fahrzeugen, ein nettes Detail ohne wirklichen Mehrwert. Im typischen Anwendungsszenario im Wohnzimmer sitzt man nämlich zu weit weg, als dass die Anzeige gut lesbar wäre. Das Drehrad rund um die Anzeige dient zudem als Lautstärkeregler.
Da es sich beim Asrock M8 um einen Barebone handelt, werden nicht alle wichtigen Hardwarekomponenten mitgeliefert. Bereits vorab verbaut sind: Ein äußerst kompaktes Netzteil, ein Slim-Line-Slot-In-DVD-Brenner von Lite On, das Mainboard, eine PCI-Express-Riser-Karte sowie vier Gehäuselüfter. Prozessor, Grafikkarte, Arbeitsspeicher und eine Festplatte beziehungsweise eine SSD müssen Sie selbst nachrüsten. Viel zu beachten gibt es bei der Komponentenwahl nicht.
Asrock M8: Schnelle Hardware
Das verwendete Mainboard ist nicht separat erhältlich, sondern wird in dieser Form nur im Asrock M8 verbaut. Es handelt sich um eine Sockel-1150-Hauptplatine mit Z87-Chipsatz, Übertaktungsversuche stellen also kein Problem dar. Allerdings gilt es zu bedenken, dass in dem engen Gehäuse kein Platz für ausladende CPU-Kühler ist: Am besten verwenden Sie den Boxed-Lüfter der den Intel-Prozessoren beiliegt. Die Kühlleistung ist selbst für Spieler absolut ausreichend. Bei der Grafikkarte gibt es kaum Probleme. Selbst sehr große Grafikkarten mit 2,5-Slot-Kühler, beispielsweise unsere getestete Palit Geforce GTX 780 Super Jetstream finden Platz im Asrock M8. Sorgen um Überhitzungen müssen Sie sich nicht machen: Die warme Abluft wird von zwei Lüftern oberhalb der Grafikkarte aus dem Gehäuse befördert.
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Hier liegt die größte Schwäche des Asrock M8: Bei den verwendeten Gehäuselüftern handelt es sich um Ventilatoren mit 70 Millimetern Durchmesser. Unter Vollast sind die Ventilatoren mit 4,2 Sone mehr als deutlich hörbar, in ruhigen Umgebungen ist das Geräusch definitiv störend. Aufgrund der seltenen Lüftergröße stellt sich auch ein Austausch schwierig dar: Bekannte Marken wie Bequiet & Co. bieten keine passenden Modelle an. Als Alternative bleibt nur die Lüfter zu entfernen, in unserem Testsystem war das problemlos möglich, die Temperaturen blieben stets im grünen Bereich.
Die Festplatten werden hinter der Grafikkarte in einer speziellen Halterung montiert. Obwohl die Laufwerke geschickt versteckt können und auch die Kabel sehr sauber verlegt können besteht hier in unseren Augen noch Optimierungsbedarf. Die Laufwerke müssen nämlich festgeschraubt werden, was sich aufgrund der beengten Platzverhältnisse als Geduldsprobe herausstellt. Eine Werkzeugfreie Lösung wäre hier wünschenswert. Beim Arbeitsspeicher müssen Sie zudem bedenken, dass nur Notebook-Speicher in das verwendete Mainboard passt.
| Asrock M8; | |
|---|---|
| Prozessor;Unterstützung für Intel Haswell LGA 1150 | |
| Grafikkarte;Unterstützung für PCI-X 16x, bis zu 30,0 cm Länge | |
| Motherboard;Asrock Z87-M8 | |
| Arbeitsspeicher;2 x S0-DIMM mit bis zu 16 GiByte | |
| Optisches Laufwerk;Lite-On Slim Slot DVD-R | |
| Festplatten;1 x 3,5" + 1 x 2,5" oder 5 x 2,5" | |
| Netzwerk | 1 x Intel Gbit LAN, 1x 2T2R 802.11ac WiFi + Bluetooth 4.0 |
| Soundkarte | Creative Sound Core 3D 7.1 HD Audio |
| Netzteil | 450 Watt proprietär |
| Zubehör | 4-in-1-Card-Reader (SD/MMC/MS/MS-Pro) |
| Abmessungen | 400 mm x 372 mm x 123 mm |
| Gewicht | 7,65 kg (leer) |
Asrock M8: Erste Eindrücke
Alles in allem ist der Asrock M8 ein sehr interessanter Barebone. Das Design weiß zu gefallen und er bietet ausreichend Platz, selbst für High-End-Hardware. Wirklich störend ist eigentlich nur die hohe Lautheit von bis zu 4,2 Sone unter Last. Wenn Asrock in Zukunft leisere Lüfter verbaut, finden Interessenten mit dem M8 eine schicke Basis für den heimischen Wohnzimmer-PC. Wobei man über Design ja praktisch immer streiten kann.
Sieht zwar recht nett aus aber der Preis ist doch etwas abgehoben. Für das Geld kann man sich selbst einen hochwertigen Barebone inklusive Blueray-Discwriter und Ram zusammenstellen...
Prozessor, Laufwerke und Grafikkarte fehlen dann natürlich auch noch. Allerdings habe ich hier auch mehr Einfluss auf die Kühlung, kann somit einen vielleicht etwas größeren CPU-Kühler nutzen, der dann genauso leiser ist (Boxed-Kühler sind mir zu laut ^^), wie die eigenen Gehäuselüfter.
Auf diese Weise habe ich dann ein umfangreiches, vollwertiges Entertainmentsystem, auf dem ich auch Bluerays sehen kann, ohne mir gleich einen extra Player nur für diesen Zweck zu kaufen, was nochmal etwas Geld spart ^^
Also hässlich ist das Teil nicht gerade, Preis ist etwas gewöhnungsbedürftig. Aber das mit dem CPU-Kühler ist schon knapp und da den mitgelieferten boxed-Lüfter zu empfehlen? Taugen die denn bei dem Haswell etwas? Ist schon recht gestaucht dort drin und bei dem hohen Basispreis nur Komponenten mit weniger Stromverbrauch/leiser und weniger Wärmeentwicklung zu verbauen? Gleich nen Xeon ohne iGPU... wäre eine Option.
Von den Barebones "in letzter Zeit" eine optisch ansprechende Variante (über Geschmack kann man streiten) ob das mit diesem kleinen OLED Display von der Couch noch sinnvoll ablesbar ist, wag ich zu bezweifeln. Also als Wohnzimmer-PC lassen sich bessere Lösungen selbst zusammenstellen. Seit ein paar Tagen bietet Roccat da ja eine recht nette Lösung in Verbindung mit einem Smartphone mit ihrem "Power Grid" geniale Sachen
Ein solider lauter Zwerg, der schick daher kommt, aber noch "gefüttert" werden will mit den an sich wichtigeren Komponenten. Wäre sogar als "nur" Wohnzimmer PC etwas zu Schade und hat das Zeug zu einem vollwertigen Desktop-PC. Macht mich trotz des Preises ziemlich neugierig.
Ist schon ein krasser Preis... Vorallem wenn man bedenkt das man noch komponenten Kaufen muss...
Was mich aber erstaunt, das M8 ist hier in der Schweiz Günstiger als in Deutschland. Bei uns Kostet es ca. 579CHF, umgerechnet mit 1.22 sind das 474.5€.
http://www.brack.ch/asroc...
520.- kostet es zwar, aber im Gehäuse ist nur das netzteil und ein intel 1150 Mainboard...
allerdings muss man sich noch die Grafik extra leisten und die festplatte wie auch die CPU und den Arbeitsspeicher. so kommt man locker auf 800 - 1000.- je nach komponenten
Die Grafikkarte finde ich definitiv zu sehr eingekeilt zwischen den Festplatten, ohne die kleinen Radau-Quirle kommt da kaum noch Frischluft hin.